Schlachthof: Rinder
Folgende Bilder zeigen den ganz normalen Alltag in einem Schlachthof, wie er leider tagtäglich vor kommt.
So lange es Leute gibt, die Fleisch essen und es damit finanziell ermöglichen, wird der Wahnsinn weiter gehen ...

Kälbermast in einer Kälberbox: Das Kalb wird sofort nach
der Geburt von seiner Mutter getrennt und eingesperrt: Lebenslange
Einzelhaft für spiel- und bewegungsfreudiges Kalb.
Auch in der Schweiz dürfen Kälber während der ersten zwei Lebenswochen in solchen
Kälberboxen in Isolation gehalten werden, d.h. ohne jeglichen Kontakt zur Mutterkuh. Ab
der dritten Lebenswoche ist dann die lebenslange Einzelhaltung in
kleinen Hütten, sog.
Iglus erlaubt. Ausserdem dürfen bis zu zwei Monate alte
Aufzuchtkälber «kurzfristig» an
kurzer Kette angebunden werden. (Standplatzmasse: Breite = 60cm, Länge = 120cm).
Auch der Import von Kalbfleisch aus lebenslanger Boxenhaltung ist weiterhin erlaubt.

Jedes Säugetier stirbt in unseren Schlachthöfen durch verbluten. Der Unterschied zum religiösen Schächten besteht also nur darin, dass die Tiere vorher betäubt werden müssen (dies gilt aber nur für die Säugetiere). Das Betäuben funktioniert allerdings nicht in jedem Schlachthof gleich gut. Oft wird beobachtet, dass Tiere nach der Betäubung wieder aufwachen und ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein miterleben. Hier kann ein Video dazu angesehen werden: Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden. Besonders durch die oft in Akkord angestellten Hilfarbeiter geschehen solche Fehler. Da das Töten der Tiere für keinen Menschen angenehm und zudem sehr gefählich ist, gehört diese Arbeit zu denjenigen mit dem höchsten Personalwechsel. Dies ist wiederum für die Tiere eine grosse Gefahr, da oft ungeübte Personen sie töten.
Doch selbst wenn alles perfekt abläuft: Die Zeit vor der Betäubung ist ein grosser Stress für die Tiere. Abgesehen vom Tiertransport müssen die Tiere oft das Töten ihrer Artgenossen mit ansehen, bis sie dann endlich selbst an die Reihe kommen. Der Gerucht des Blutes erzeugt bereits grosse Angst vor dem für die Tiere unbekannten, was ihnen bevorsteht.

Wenn Sie bei diesen Bilder Appetit auf Fleisch bekommen, sind sie ein echter Fleischesser. Wenn Ihr Appetit jedoch eher durch ein Bild einer Obsternte oder eine Fruchtschale angeregt wird, scheint das Fleisch nicht zu ihrer natürlichen Nahrung zu gehören.




Weitere Informationen:
- Bericht von einem mehrwöchigen Praktikum in einem Schlachthof: Um eines kleinen Bissens Fleisches willen...
- Mein Schlachthoferlebnis, Erlebnisbericht Vegi-Info 2003/4
- Mein Weg durch die Hölle – aus dem Tagebuch eines Schlächters, von Burkhard Marterer
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