Kopf SVV-Mitgliedschaft Breite einstellen Hauptseite

Veganmania CH 2013 Inserat:
Inserat: Authentic Nutrients

Nachrichten

Klicken Sie links auf die Nachrichten, die Sie interessieren. Oder blättern Sie (unterhalb der Tabelle) weiter zu früheren Meldungen.

NEWS:     1-13
Di. 21. Mai 2013
Veganmania 2013
Veganmania 2013
Das rein vegane Strassenfest mit über 40 Ständen, Kochshow und Konzerten steht wieder vor der Tür
Di. 23. April 2013
Süsskartoffelburger, vegan
Vegane Ernährung: Alles pflanzlich oder was?
Selbstversuch einer kritischen Fleischesserin
Di. 23. April 2013
SVV-Stand in Biel zum Tag der Milch
Tag der Milch? Ohne uns!
Zum Tag der Milch klärte die SVV über die tatsächlichen Folgen des Milchkonsums auf
Do. 14. März 2013
SVV-Eierflyer
SVV-Osteraktionen
In Biel und Zürich wird die SVV auf die Hintergründe der Eierproduktion aufmerksam machen.
Mo. 4. März 2013
Sara Hegewald, pixelio.de
Ach du dickes Ei!
Was sie über das Hühnerprodukt wissen sollten.
Mo. 4. März 2013
Jessica Chastain: sexy, erfolgreich und vegan
Die Schauspielerin wurde von Peta zu "Sexiest Vegetarian 2012" gewählt
Mo. 18. Febr. 2013
Kalb in Einzelboxhaltung (Iglu)
Tierhaltungsprobleme in der Schweiz
«Die Kälber werden bereits am Tag der Geburt ihrer Mutter entrissen»
Sa. 16. Febr. 2013
Fleischgericht
6% Vegetarier in der Schweiz
Gemäss Umfrage der Proviande vom Herbst 2012
Mo. 4. Febr. 2013
Elena und Raissa für SVV
Vegetarier haben bessere Herzen
Studie belegt, dass Herzkrankheiten bei Vegetarier seltener vorkommen.
Do. 31. Jan. 2013
Tropenwald
Vegan ist die umweltverträglichste Ernährungsform
Vegan zu leben, bedeutet, die Umwelt zu schützen
Mo. 28. Jan. 2013
Verpacktes Fleisch
Schweden fordern europaweite Steuer auf Fleisch
Um dem Klimawandel entgegen zu wirken, fordert Schweden eine Fleischsteuer
Mi. 23. Jan. 2013
Junge vegane Küche
Junge Vegane Küche
Das erste vegane Kochbuch aus der Schweiz
Mi. 23. Jan. 2013
Trattoria Vegi
SVV Vegi-Treff Biel
Im neu eröffneten Vegi-Restaurant "Trattoria Vegi" findet der nächste Vegi-Treff statt.

1-13 >

„Es lohnt sich, Vorreiter zu sein“:

Studien untersuchen zweitbeste Szenarien der Klimapolitik

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
27.09.2012

Industriestaaten können davon profitieren, früh Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels anzupacken, selbst wenn der Rest der Welt die Verminderung von Treibhausgasemissionen hinauszögert. Mit dem Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der globalen Erwärmung lohnt es sich langfristig, ehrgeizige Emissionsreduktionsziele zu vereinbaren und damit Investitionen in saubere statt fossile Energie anzukurbeln. Dies ist eine der Kernaussagen, die Wissenschaftler bei einer Analyse der Ökonomie der Dekarbonisierung in einer nicht perfekten Welt in einer Reihe von Studien treffen, welche jetzt in einer Sonderausgabe von Climatic Change erschienen sind. Sie werden in den fünften Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC einfließen.

„Es zahlt sich für Europa aus, wenn es seine Rolle als Vorreiter annimmt, statt wie viele andere Länder lang rumzutrippeln, das zeigt unsere Studie“, sagte Ottmar Edenhofer, Leiter des Projekts und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Indem sie früh handeln, können Länder es vermeiden, sich durch den Aufbau einer auf Dauer teuren CO2-intensiven Infrastruktur gleichsam selbst einzumauern. Ersparen sie sich dies, so überwiegt der positive Effekt die Kosten der Treibhausgasreduktion sowie die kurzfristige Einbußen in der Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten“, so Edenhofer. Wenn die Preisbildung für den Ausstoß von CO2 nicht optimal funktioniert, kann Technologiepolitik zur Förderung erneuerbarer Energien die Vermeidungskosten deutlich vermindern.

Ohne ein globales Ziel zur Emissionsreduktion fehlen Investoren Anreize

Selbst mit einem verbindlichen 2 Grad-Ziel könnte es aber für einige Länder unter bestimmten Bedingungen strategisch nützlich sein, die Verminderung hinauszuzögern. Länder wie Indien, die im Fall von gleichen Pro-Kopf-Emissionsrechten als Verkäufer von Emissionsrechten agieren würden, können möglicherweise von spätem Handeln profitieren: Wenn sie später verkaufen, sind die CO2-Preise höher, was zu höheren Einnahmen beim Export von Emissionsrechten führt.

Ohne ein globales Ziel zur Emissionsreduktion allerdings fehlen Investoren in jedem Fall die nötigen Anreize, emissionsarme Technologien zu entwickeln. „Im Ergebnis würden die Kosten zur Verminderung des Klimawandels stark steigen“, sagt Gunnar Luderer, einer der Leit-Autoren. „Frühe und glaubwürdige Klimapolitik ist ein wesentlicher Faktor zur Begrenzung von Vermeidungskosten.“ Die Verfügbarkeit von Technologien ist ein zweiter Faktor. Während das Potential zur Emissionsreduktion im Energiebereich groß ist, das durch den vergleichsweise günstigen schnellen Einsatz von Technologien für erneuerbare Energie – wie zum Beispiel Windkraft – ausgeschöpft werden kann, sind emissionsarme Technologien im Transportsektor noch immer sehr teuer. Es braucht daher gezielte Anstrengungen, die Energieeffizienz zu verbessern, sowie Forschung und Entwicklung.

"Unperfekte Welten waren bisher ein wenig erforschtes Thema"

„Unperfekte Welten und ihre Konsequenzen für die Klimapolitik waren bisher ein wenig erforschtes Thema“, so Edenhofer. „Viele Szenarien zur Wirtschaftlichkeit einer Dekarbonisierung bezogen sich auf Kostenabschätzungen aufgrund unrealistischer Annahmen, etwa dass alle relevanten Technologien zur Verfügung stehen, sich alle Länder an den Vereinbarungen zur Begrenzung des Klimawandels beteiligen, und dass sie ohne Verzögerungen ihre Emissionen von Treibhausgasen reduzieren.“ Die neuen Studien haben hier einen neuen Ansatz eröffnet.

Das RECIPE-Projekt (Report on Energy and Climate Policy in Europe) bietet eine ganze Bandbreite von Szenarien, die nicht mehr von einer perfekten Welt ausgehen. Damit soll die Nutzbarkeit akademischer Forschung für Entscheidungsträger verbessert werden. Es werden drei verschiedene Computersimulationen von Energiemarkt, Makroökonomie und Politik verwendet, sogenannte Integrated Assessment Models. Der Modellvergleich macht Unsicherheiten und zugrundeliegende Annahmen besser sichtbar, wodurch die Ergebnisse robuster werden. Er ist ein gemeinsames Projekt des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in Deutschland, des Centro Euro-Mediterraneo per i Cambiamenti Climatici (CMCC ) in Italien, des Centre International de Recherche sur l’Environnement et le Développement (CIRED) in Frankreich und der Universität von Cambridge in Großbritannien.



Überblicks-Artikel:
- Edenhofer, O., Carraro, C., Hourcade, J.-C. (2012): On the economics of decarbonization in an imperfect world. Climatic Change, Special Issue, Vol. 114, Nr. 1 [DOI: 10.1007/s10584-012-0549-7]
- Luderer, G., Bosetti, V., Jakob, M., Leimbach, M., Steckel, J.C., Waisman, H., Edenhofer, O. (2012): The economics of decarbonizing the energy system—results and insights from the RECIPE model intercomparison. Climatic Change, Special Issue, Vol. 114, Nr. 1 [DOI: 10.1007/s10584-011-0105-x]

Kontakt für weitere Informationen:
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: presse@pik-potsdam.de


Source: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Author: PIK

Link: Weblink zur gesamten Special Issue von Climatic Change
Link: Österreichs Jugendliche haben Angst vor dem Klimawandel

Date: Do. 27. September 2012

URL: http://www.vegetarismus.ch/news.php?id=75368


[nach oben


   
© Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) | www.vegetarismus.ch | Impressum