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Publikation versendet am 18.12.2008:

Zunehmender Hunger in der Welt erfordert einen ethischeren Lebensstil

FAO: Die Zahl der Hungernden steigt auf 963 Million (9. Dezember 2008)

Für mitfühlende Menschen mit Verantwortungsbewusstsein kam die FAO-Warnung, dass in diesem Jahr weitere 40 Million Menschen hungern müssen, wie ein Schock.

Wie konnte das passieren, obwohl unsere internationalen Führer universellen Werten so verpflichtet sind: Im Dezember 2008 feierte die UNO den 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte und eine UN Weltklimakonferenz fand in Polen statt. Erst im September 2008 nahmen Weltpolitiker an einer Debatte teil über die Uno-Millenniums-Entwicklungsziele, durch die galoppierende Armut, Hunger und Krankheit bekämpft werden sollen, unter denen Milliarden Menschen leiden.  Letztes Jahr unterstützte das Welt-Ernährungsprogramm (WFP) 86.1 Millionen Menschen in 80 Ländern.

Trotzdem explodiert das Welthungerproblem. Fast eine Milliarde Menschen sind nun betroffen, obwohl das an die US-Rinderherde verfütterte vegetarische Protein sie alle sattmachen würde, und ausser ihnen noch viele andere.

Ein grimmiges Szenario
Wenn das Steuer nicht radikal herumgerissen wird, sieht die Zukunft düster aus: Die FAO erwartet, dass sich wegen zunehmendem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten der Bedarf an Futtermitteln bis 2050 verdoppeln wird. Der WWF warnt, dass wir zur Bewahrung des jetzigen Lebensstil innerhalb einer Generation zwei Planeten benötigen. Nur sehr wenige Länder wirtschaften im Rahmen ihrer ökologischen Möglichkeiten.

Noch mehr Leid wird die Folge sein, wenn wir weiter über unsere Verhältnisse leben.  Sogar eine neue Spielart des Kolonianismus könnten sich entwickeln, wenn reiche Länder ihren Bedarf an Fleisch und Biosprit dadurch decken, dass sie ferne und unterentwickelte Regionen aufkaufen und ausbeuten, dadurch die  einheimische Bevölkerungen in Armut und Hunger stossen und deren Boden, Wasser und Luft vergiften.

Vegetarismus gegen die Umweltkrise
Das Problem des Welthungers ist keine Naturkatastrophe, denn im Augenblick kann Mutter Erde uns noch alle versorgen. Eine umsichtig geplante Landwirtschaftspolitik muss mindestens diesen Status Quo sichern. Aber das reicht nicht!  Alte, aufgepeppte und zweifelhafte FAO-Konzepte (Klonen, Gentech-Pflanzen, mehr Düngemittel) funktionieren offensichtlich nicht für die Überwindung neuer Herausforderungen.  Wir brauche einen frischen Ansatz, der gegebene Möglichkeiten respektiert und auf Nachhaltigkeit und Fairness aufbaut. Die durch die Fleischindustrie verursachte Umweltzerstörung muss analysiert und beendet werden.

IPCC Chef: ‘Esst kein Fleisch’
Im letzten Januar betonte der indische Wissenschaftler Rajendra Pachauri in einer Pariser Pressekonferenz die Wichtigkeit einer veränderten Lebensweise. Es ist an der Zeit, dass Dr. Diouf und seine Wissenschaftler in der Welternährungsorganisation FAO auf ihren UN-Kollegen und Nobelpreisträger Pachauri hören!

Vegetarismus ebnet den Weg in eine menschlichere Zukunft: Er hilft den Hungernden. Er hilft der Umwelt. Er hilft uns allen.

Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus

Bahnhofstrasse 52
CH-9315 Neukirch-Egnach

www.vegetarismus.ch


Diese Organsiationen haben bereits unterschrieben:

Acção Animal
Portugal

AgireOra Network
Italy

Association Végétarienne de France
France

Bunny Huggers
Edinburgh, UK

Centro Vegetariano
Portugal

EVA vzw - Ethisch Vegetarisch Alternatief
Belgium

European Vegetarian and Animal News Alliance (EVANA)
International

MATP - Movimento Anti-Touradas de Portugal
Portugal

Oriente no Porto - Alternativa Multicultural
Portugal

Romanian Vegetarian Society
Romania

SHARAN
India

Swiss Union for Vegetarianism
Switzerland

The Nutrition Ecology International Center - NEIC -
Italy

Kontakt e-mail: info@evana.org


Referenzen:

Number of hungry people rises to 963 million

10 December 2008 – Human Rights Day

The United Nations Climate Change Conference in Poznan, 1-12 December 2008

Millennium Goals 2015

World food programme

VIVA: Stop taking food from their mouths.

FAO: The State of Food Insecurity in the World

Policy responses: effective and sustainable?

WWF: Reckless consumption threatens planet

IPCC chief: ‘Don't eat meat, ride a bike, and be a frugal shopper’

Petition an die UN: ‘Lebensmittel gegen Futter’

Im Namen der Menschlichkeit kann eine verantwortungsbewusste Weltbevölkerung es nicht länger zulassen, dass 7-16 Kilogramm Getreide oder Sojabohnen, bis 15'500 Liter Wasser und 323 m2 Weideland bei der Herstellung von nur einem Kilo Rindfleisch für zahlungskräftige Konsumenten vergeudet werden. Eine gerechtere und nachhaltigere Grundlage für die Nahrungsversorgung aller Menschen ist von allerhöchsten Priorität…


Weitere Informationen dazu:


Zur vorigen Publikation (Welternährungstag 2008) - Übersicht