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Die SVV heisst jetzt: Swissveg
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Pressemitteilung der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus
zum Thema «Vegane Ernährung bei Kindern» 

Mangelernährung?

In den letzten Tagen haben verschiedene Medien Artikel bzw. Sendungen verbreitet, in denen die vegane Ernährung (= Ernährung ohne tierische Produkte) als sehr ungesund und fanatisch hingestellt wird.


Ohne sachlichen Zusammenhang wurde sogar eine vegane Ernährung in Zusammenhang mit einem an Krebs verstorbenen Kind gebracht (Sendung 10vor10 und Tages-Anzeiger vom 7.11.2011), oder eine Diphtherieerkrankung eines Kindes, welches durch fehlende ärztliche Behandlung fast gestorben wäre, als Folge der veganen Ernährung genannt (Tages Anzeiger vom 7.11.2011).

 

Fachleute sind sich einig, dass unter Berücksichtigung der Vitamin B12-Zufuhr eine vegane Ernährung sogar wesentlich gesünder sein kann als eine Ernährung mit vielen tierischen Produkten. Dies belegt z.B. das Positionspapier der weltweit grössten Vereinigungen von Ernährungsexperten, American Dietetic Association (ADA) und Dietitians of Canada (DC):1
«Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät ...»

 

Auch die grösste Ärzteorganisation, PCRM, bestätigt:
«Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierischen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.»2

 

Auch im Vegetarier-Bericht des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) kann man über die vegane Ernährung lesen:
«Man kann diese Ernährungsform aber durchaus als eine ‹Nischenernährungsweise› betrachten, die bei korrekter Anwendung zu einem guten gesundheitlichen Resultat führen kann.»3

 

Die gesunde vegane Ernährung deckt sich auch mit den heute allgemein anerkannten Empfehlungen, mehr Gemüse und Früchte zu konsumieren. Diese Empfehlungen mussten gemacht werden, weil immer mehr Fleischesser durch ihre einseitige Ernährung unter Mangelerscheinungen leiden. Viele Fleischesser verzeichnen einen Folsäuremangel und nehmen über ihre Ernährung auch zu wenig Faserstoffe, dafür aber zuviel Fett, auf.4

 

Anstelle einer sachlichen Aufklärung wird die vegane Ernährung oft als eine Ideologie hingestellt, wobei eine gesunde vegane Ernährung gleichgesetzt wird mit einer ideologisch verblendeten Ernährungsweise, die jegliche medizinische Betreuung und die Vitamin B12-Gabe ablehnt.

Es wäre zu wünschen, dass künftig auch bei diesem Thema Experten zu Rate gezogen werden, die sich schon seit vielen Jahren mit dieser Ernährung auseinandergesetzt haben.
Die SVV steht für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

 

Seit 1993 vertritt die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) die Anliegen aller vegetarischen Gruppen in der Öffentlichkeit.


Quellen:

  1. www.vegetarismus.ch/info/2.htm

  2. www.pcrm.org/health/diets/vegdiets/frequently-asked-questions-about-nutrition#RecommendVegDiet

  3. www.bag.admin.ch/themen/ernaehrung_bewegung/05207/05219/index.html?lang=de

  4. www.vegetarismus.ch/heft/2009-1/mangelerscheinungen.htm

V-LabelV-LabelSchweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
Niederfeldstr. 92, CH-8408 Winterthur
Tel.: 071 477 33 77, Fax: 071 477 33 78
www.vegetarismus.ch / svv@vegetarismus.ch

Rückfragen unter obiger Adresse an Renato Pichler

 

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