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SVV-Mailing März 2010:

Ja zum Tierschutzanwalt / Fleischskandal im Tessin / Prozessauftakt für Tierschützer in Österreich / Vegi-Tag in Deutschland / Neustes Vegi-Info

TierschutzanwaltinitiativeJA zum Tierschutzanwalt

Dieses Wochenende wird schweizweit über die Einführung eines kantonalen Tierschutzanwalts abgestimmt. Die SVV unterstützt die Initiative zum Schutz der Tiere aus folgenden Gründen:

  • Tierquälereien werden in der Schweiz oft als Kavaliersdelikte behandelt und werden in vielen Fällen mit einer läppischen Busse von wenigen hundert Franken geahndet oder enden gar mit einem Freispruch. Solche Strafen haben keine abschreckende Wirkung.
  • Einige Kantone (z.B. Genf, Wallis, Uri und Nidwalden) verzeichnen seit Jahren regelmässig keine oder fast keine Tierschutzdelikte. Dies nicht etwa weil dort die Tierhalter besonders tierfreundlich wären. Sondern weil der politische Wille zur Durchsetzung der gesetzlichen Vorschriften fehlt.
  • Häufig versanden Anzeigen wegen Tierschutzverstössen, weil die zuständigen Behörden überfordert oder zu wenig interessiert sind.
  • Wenn es überhaupt einmal zu einem Strafverfahren kommt, haben der Angeschuldigte und dessen Anwalt alle Rechte von der Akteneinsicht über das Beantragen von Beweismitteln bis hin zum Anfechten des Urteils. Den Tieren steht vor Gericht niemand bei, kein unabhängiger Anwalt verteidigt ihre Rechte.
  • Wir haben ein Tierschutzgesetz das sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen kann. Doch was nützt das beste Gesetz, wenn es nicht durchgesetzt wird? Es fehlt an Kontrollen und leider oft auch am Einsatz der Behörden.

=> Ein Tierschutzanwalt schaut den Behörden auf die Finger und vertritt die Interessen der Tiere im Strafverfahren. Er sorgt dafür, dass Tierquälerei konsequent verfolgt und angemessen bestraft werden. Er kann zu milde Urteile oder ungerechtfertigte Verfahrenseinstellungen anfechten.

Der Kanton Zürich, wo es seit 1992 einen Tieranwalt gibt, belegt den Nutzen dieser Institution. Mehr Fälle kommen zur Anklage, die Urteile sind härter als in anderen Kantonen und die Tiere profitieren durch einen besseren Vollzug der Tierschutzvorschriften. Der Tieranwalt entlastet die Behörden und wird von diesen geschätzt. Dabei fallen ausgesprochen geringe Kosten an: 8 Rappen pro Einwohner und Jahr. Das muss uns der Tierschutz wert sein!

Stimmen Sie deshalb am 7. März "JA" zum Tierschutzanwalt!

Weitere Informationen zu der Initiative: www.tierschutzanwalt.ch

Fleischskandal im Tessin

Schlimm genug, dass das Tessiner Fernsehen aufgedeckt hat, wie ein Fleischhändler Kunden in der italienischen Schweiz mit Gammelfleisch beliefert hat. Gemäss der Konsumentenschutzsendung "Patti chiari" fälscht der Fleischhändler die Datumsangaben und gibt altes Fleisch für frisches aus. Zudem deklariert er seine Ware gar nicht oder falsch.
Nun scheint sich aber aus diesem Fleischskandal sogar ein regelrechter Justizkandal zu entwickeln. Denn das Bezirksamt Prättigau/Davos hat auf Verlangen des Fleischhändlers - und angeblich ohne die Gegenpartei anzuhören - eine superprovisorische Massnahme gegen die Sendung «Patti chiari» erlassen. Demnach darf dieser Beitrag vorerst nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden. Die genauen Gründe für diesen Entscheid sind unklar, aber anscheinend ist es den Verantwortlichen sehr wichtig zu verheimlichen, wie «sicher» das Nahrungsmittel Fleisch tatsächlich ist.

Quelle:
"Justiz auf Abwegen"

Der Justizskandal in Österreich geht in die nächste Runde

Am 2. März wurde der Tierschutzprozess gegen die zehn im Jahr 2008 verhafteten Tierschützer eröffnet. Doch schon vorher hatten sich gut 100 Unterstützer vor dem Gericht eingefunden, um mit bunten Plakaten, Luftballons und Musik gegen die Verfolgung von Tierschützern mittels §278a zu protestieren. Bei Prozessanfang gab es bereits eine richtige Karnevalatmosphäre. Im Gerichtssaal waren 20 Plätze für Journalisten und 60 Plätze für Besucher reserviert. Für den Eintritt musste man Platzkarten lösen, die bereits eine Stunde vor Prozessbeginn vollständig ausgegeben waren.

Neuste Informationen zum Prozess sind auf der extra dafür eingerichteten Internetseite nachzulesen: www.tierschutzprozess.at/

Weitere Informationen:

Erster Vegi-Tag in Deutschland

Bremen ist die erste Stadt Deutschlands, in der der Donnerstag ein "Veggiday" ist. An diesem Tag soll in Kantinen, Restaurants, Kindertagesstätten und Schulen auf Fleisch verzichtet werden. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Präsidenten des Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen übernommen: "Das Klimaprojekt Veggiday ist langfristig angelegt und will vorbildlich auch für andere Städte sein. Jeder kann sich leicht beteiligen."

Weitere Informationen: www.veggiday.de

Veggieday auch in Südamerika
Auch international tut sich etwas in Sachen Vegi-Städte. So beteiligt sich die brasilianische Stadt Sao Paulo mit der Kampagne "Segunda Sem Carne" ebenfalls an der globalen Aktion "Meat Free Monday". Seit Oktober finden regelmässig Aktionen statt, die für den vegetarischen Wochentag der elf Millionen Einwohner zählenden Metropole werben.

Am 20 März 2010 soll der fleischfreie Montag in Curitiba, dem wirtschaftlichen Zentrum Brasiliens, eingeführt werden. In weiteren Städten wie Rio de Janeiro oder Brasilia wird ebenfalls an der Umsetzung der Initiative gearbeitet.

Neues Vegi-Info im Druck

Titelseite Vegi-Info 2010/1Diese Woche wird das neuste Vegi-Info an die Druckerei übergeben. Ende März werden dann alle Abonnenten, Gönner und Mitglieder die Frühlings-Ausgabe in den Händen halten.

Wir freuen uns, auch diesmal spannende Informationen zusammengetragen zu haben:

  • Potenzprobleme: Gibt es natürliche Alternativen zu Viagra?
  • Jahr der Biodiversität im Zusammenhang mit Vegetarismus
  • Sind Sie süchtig? Die am weitesten verbreiteten Drogen sind Käse, Kakao, Fleisch und Zucker
  • Der nächste Mister Schweiz: Ein Veganer?
    Porträt über den Mister Schweiz-Kandidaten Joshua Tyrell
  • Selbstloses Handeln im Tierreich
  • Ausserdem: Buchvorstellungen, Neuigkeiten aus aller Welt, Rezepte, Vegi-Porträt, Veranstaltungen u.v.m.

Sie haben das Vegi-Info noch nicht abonniert? Melden Sie sich noch rechtzeitig für die nächste Ausgabe an: www.vegetarismus.ch/svv/anmeldung.php

V-LabelV-LabelSchweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
Bahnhofstr. 52, CH-9315 Neukirch (Egnach)
Tel.: 071 477 33 77, Fax: 071 477 33 78
www.vegetarismus.ch / svv@vegetarismus.ch

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