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SVV-Mailing November 2008:


Obama und Vegetarier / Vegetarier in der Armee / Kaninchenmast / Stacheldraht-Petition / Neues Vegi-Info / Krebsrisiko und Fleischkonsum / Diabetes

Barack Obama sympathisiert mit Vegetariern

Als der zukünftige US-Präsident Barack Obama von einer Frau mit der T-Shirt-Aufschrift «vegan outreach» zum Thema Vegetarismus befragt wurde, macht er unter anderem folgende erstaunliche Aussagen:

  • «Die Tatsache, dass mehr Getreide für die Produktion von Rindfleisch benötigt wird, setzt die Nahrungsmittelversorgung unter enormen Druck.»
  • «Die Nahrungsmittelvorräte werden knapp, wir beobachten Revolten.»
  • «Die Amerikaner würden von einer Ernährungsumstellung profitieren.»
  • «Industrien zu subventionieren ... die keine gesunden Lebensmittel herstellen, und die Produzenten von Obst und Gemüse nicht zu unterstützen – das macht keinen Sinn.»
  • «Mehr Obst und Gemüse im Schulverpflegungsprogramm aufzunehmen hätte eine positive Wirkung ... würde die Gesundheitskosten senken.»
  • «Ein Überdenken unserer Lebensmittelpolitik ... hätte einen gewaltigen Einfluss darauf, wie die Ernährung unserer Kinder sich entwickelt ...»

Das ganze Video kann auf Youtube angeschaut werden (englisch):
nikki talking with obama - st. pete

Quelle: EVANA

 

Ausserdem:

Welche Position hat der neue US-Präsident zur Massentierhaltung?

Sein Programm gibt Grund zur Hoffnung:

  • Subventionen sollen Familienbetrieben und nicht Agrarkonzernen zu Gute kommen. Deshalb sollen die Subventionen pro Betrieb in keinem Fall über 250.000 Dollar liegen.
  • Massentierhaltungsbetriebe müssen mit erhöhten Umweltauflagen, strengeren Kontrollen und höheren Bussgeldern rechnen.
  • Zuzahlungen aus dem Programm EQIP (Environmental Quality Incentives Program) sollen begrenzt werden. Durch EQIP werden Massentierhaltungsbetriebe finanziell dabei zu unterstützt, Umweltauflagen zu erfüllen. Obama möchte, dass die Betriebe die Kosten für das Einhalten von Umweltauflagen selbst tragen.
    Im Gegenzug sollen Beihilfen für die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft erhöht werden. Ausserdem soll ein Programm der Agrarbehörde USDA geändert werden, das Bio-Farmen durch hohe Versicherungskosten benachteiligt.
  • Familienbetriebe sollen durch einen leichteren Zugang zu Kapital gefördert werden.

Obamas Wahlsieg könnte also zu nachhaltigen Verbesserungen in der US-amerikanischen Landwirtschaft führen.

http://albert-schweitzer-stiftung.info/obama-massentierhaltung/

Vegetarier sind diensttauglich - Veganer nicht

Neu wurden in die Richtlinien der Schweizer Armee auch eine Bestimmung zur Diensttauglichkeit von Vegetariern und Veganern aufgenommen. In diesem Abschnitt heisst es: «Vegetarier sind grundsätzlich Militärdienst tauglich. Bei Veganern, die dies über längere Zeit nachgewiesenermassen praktizieren, wird Militärdienst und Sozialdienst-Untauglichkeit empfohlen.»

Nebst Lederbekleidung verzichten Veganer schliesslich auch auf sämtliche tierische Nahrungsmittel. Dies scheint für die Armee eine zu grosse Herausforderung zu sein. Wie sieht es aber mit der Verköstigung der vegetarischen Soldaten aus? Ist die Armee für die Zubereitung von vegetarischen Gerichten ausgerüstet?
Die SVV hat sich beim Eidg. Departement für Verteidigung informiert und folgende Stellungnahme erhalten:

  1. «In allen 6 Rekrutierungszentren der Schweiz gibt es jeweils ein Vegi-Menue als Alternative.»
  2. «Gemäss Reglement Truppenhaushalt der Schweizer Armee ist in Art. 212 die Verpflegung von Vegetariern geregelt.»
  3. «In stationären Verhältnissen sind die Truppenköche für ein alternativ (fleischloses) Menue verpflichtet.»

Für Vegetarier scheint in der Armee also einigermassen gut gesorgt zu sein. Die Ausübung einer veganen Lebensweise hingegen verträgt sich offensichtlich nicht mit der Schweizer Armee.

Truppenhaushalt-Reglement Artikel 212: «Für Vegetarier entstehen bei einer den Anforderungen gerecht werdenden Bedarfsverpflegung auch unter Verzicht tierischer Nahrungsmittel keine gesundheitlichen Engpässe im Bereich der Nährstoffzufuhr. In der Regel wird bei vorgesehenen Fleischgerichten in stationären Verhältnissen ein ovo-lactovegetabiles Gericht als Alternative abgegeben (vgl. Vpf Plan).»

Kaninchen: Schlimme Zustände in Mastbetrieben

Vergangenen Dienstag zeigte der Kassensturz einen Beitrag über die schlimmen Zustände in einer ungarischen Kaninchenmast. Die geheimen Filmaufnahmen, die dem Schweizer Fernsehen von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten zugespielt wurden, zeigten das entsetzliche Leiden der Kaninchen: angefressene Ohren, tote Tiere und eitrige Wunden. Dass die Tiere übereinander herfallen, sich verletzen, scheint in diesem Betrieb die Regel zu sein.

Diese tierquälerische Art der Kaninchenmast ist in der Schweiz verboten, aber Migros und Coop importierten dennoch 80 Prozent ihres Kaninchenfleisches aus Mastanlagen von genau diesem Produzenten, da dieser günstigeres Fleisch liefert als aus der Schweiz.

Zwar haben die beiden Detailhändler nach der Ausstrahlung des Beitrags einen sofortigen Lieferstopp verfügt, aber trotzdem sind diese Aufnahmen ein trauriges Beispiel dafür, dass auch ein noch so gutes Tierschutzgesetz nichts bringt, wenn die Fleischesser hauptsächlich das günstigste Fleisch einkaufen. Dem abgepackten Fleisch im Laden sieht man es nicht an, welche Qualen dahinter stecken. Um Tierleid also effektiv zu verhindern sollte man auf Nummer sicher gehen und am besten ganz auf Fleisch verzichten.

Ausserdem:

Kaninchenfleisch aus China unter falschen Herkunftsangaben verkauft

Wegen auffällig hoher Antibiotika-Rückstände dürfen in China gezüchtete Kaninchen seit 2004 nur eingeschränkt in die EU eingeführt werden. Nun stellte sich aber heraus, dass in Bulgarien als argentinisches Kaninchenfleisch umetikettiert und von der Supermarktkette Rewe an ahnungslose Verbraucher verkauft wurde. In Deutschland wurden so von 2004 bis 2006 hunderte Tonnen chinesisches Kaninchenfleisch unter falschen Herkunftsangaben verkauft.

Weitere Informationen auf: www.foodwatch.de/kampagnen__themen/fleischskandale/illegale_importe_2008/

Online-Petition zum Verbot von Stacheldraht

Der Schweizer Tierschutz lanciert auf seiner Homepage eine Petition für die Abschaffung von Stacheldraht in der gesamten Schweiz. Jedes Jahr hinterlassen die messerscharfen Spitzen dieser Häge schlimme Verletzungen bei Kühen, Ziegen und Schafen. Aber auch Wildtiere können sich an den Zäunen schmerzahfte Wunden zufügen.

Im Kanton Graubünden sind die Stacheldrähte übrigens bereits Verboten.

Unterstützen Sie die Peitition: www.tierschutz.com/kampagnen/stacheldraht/

Vegi-Info 2008/4Bald erscheint das neuste Vegi-Info 2008/4

Mitte Dezember werden alle Mitglieder, Gönner und Heftabonnenten das Vegi-Info im Briefkasten haben. Auch diesesmal informieren wir Sie wieder mit spannenden Beiträgen rund um das Theme Vegetarismus:

  • Justizskandal in Österreich:
    – Interview mit Felix Hnat - einem der 10 befreiten Tierschützer aus Österreich.
    – Beiträge zur aktuellen Situation von Tierschützern in Österreich und der Schweiz.
  • Vorurteil: Schmerzen von Menschen und Tieren kann man nicht vergleichen.
  • Organisationenporträt: Hilfsorganisationen wie Caritas, Erklärung von Bern, Helvetas und HEKS und ihre Einstellung zum Vegetarismus.
  • Köstliches 4-Gang-Weihnachtsmenü und weihnachtliche Rohkostrezepte.
  • Und natürlich die neusten V-Label Produkte, Poster, Nachrichten, das Vegi-Portrait und vieles mehr
  • ...

Wenn Sie das Vegi-Info noch nicht abonniert haben, können Sie das online nachholen.

Mit einem Abo unserer Zeitschrift erfahren Sie nicht nur viermal jährlich alles was Sie zum Thema Vegetarismus wissen möchten, sondern Sie unterstützen damit auch eine starke vegetarische Bewegung.

Fleischlobby: Fleisch- und Milchkonsum fördert Krebs

Auf der Homepage von «Meat & Poultry», einer Fachzeitschrift für die Fleischindustrie, wurde interessanterweise eine fleischkritische Studie veröffentlicht. Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego haben bei Ihren Untersuchungen festgestellt, dass ein bestimmtes Molekül - Neu5Gc - Tumore schneller wachsen lässt.

Dieses Zuckermolekül, das im menschlichen Körper natürlicherweise nicht vorkommt, nimmt der Mensch durch den Verzehr von rotem Fleisch auf. Daraufhin werden Antikörper produziert, was zu einer chronischen Entzündung führt. Zudem haben die Forscher festgestellt, dass Tumore weit mehr von diesen Molekülen beinhalten, als normalerweise vorkommen. Eine Induktion der Tumore mit diesen Antikörpern liess den Tumor dann auch schneller wachsen, als wenn keine Antikörper injiziert wurden.

Dr. Ajit Varki, Professor an der Universität von Kalifornien: «Abschliessend ist zu sagen, dass unsere Daten den Schluss nahe legen, dass chronische Entzündungen das Ergebnis von erhöhten Neu5Gc-Molekülen im Körper ist, herbeigeführt durch den Konsum von rotem Fleisch. Das Immunsystem reagiert auf dieses Molekül mit Antikörpern - und diese können das Krebsrisiko erhöhen.»

Die Beweise für die gesundheitlichen Negativ-Folgen des Fleischkonsums sind anscheinend so erdrückend, dass nicht einmal mehr die Fleischlobby die Augen davor verschliessen kann.

Eierkonsum erhöht Diabetes-Risiko

Wer jeden Morgen ein Frühstücksei geniesst lebt gefährlich. Dies haben Wissenschaftler der Ärzteorganisation PCRM festgestellt. Im Rahmen einer Untersuchung von 57 000 Frauen und Männern fanden sie heraus, dass diejenigen die täglich Eier konsumierten ein grösseres Risiko hatten an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
Demnach erhöht sich das Risiko bei einem täglichen Eier-Konsum bei Frauen um 77 Prozent, bei Männern um 58 Prozent.

V-LabelV-LabelSchweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
Bahnhofstr. 52, CH-9315 Neukirch (Egnach)
Tel.: 071 477 33 77, Fax: 071 477 33 78
www.vegetarismus.ch / svv@vegetarismus.ch

 

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