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SVV-Mailing versendet am 31. Mai 2007

Erfolg der SVV: Vegetarische Ernährung wird vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen!

Seit heute ist der Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission vom Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur vegetarischen Ernährung im Internet veröffentlicht:

Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung

Lange Jahre intensiver Diskussionen sind diesem 71-Seitigen Bericht voraus gegangen. Das aus verschiedenen Richtungen zusammengesetzte Expertenteam enthielt auch einen Vertreter der Vegetarier: Den Präsidenten der SVV, Renato Pichler.
Der Bericht richtet sich vor allem an Fachpersonen, da er diese auf mögliche (!) Risiken der vegetarischen bzw. veganen Ernährung aufmerksam macht. Dennoch zeigt er auch die vielen gesundheitlichen Vorteile auf. Da Vegetarier ja viel seltener als Fleischesser bei Ärzten anzutreffen sind, fehlt es den meisten Ärzten an der nötigen Erfahrung in diesem Bereich.

Ein Bericht über die vermutlich viel grösseren Risiken einer fleischreichen Ernährung ist deshalb kaum nötig, da mit den Krankheitsbildern, die aus dem hohen Fleischkonsum resultieren, die Ärzte immer wieder konfrontiert werden.
Hauptzweck dieses Berichtes war es eine Grundlage für offizielle Ernährungsempfehlungen zu liefern. Bisher hat das BAG erst einmal (positiv) zur vegetarischen Ernährung Stellung bezogen: Beim letzten Ernährungsbericht, der bereits einen Auszug aus diesem heute veröffentlichten Bericht enthielt.

Da es sich um allgemeingültige Empfehlungen handelt, ist das BAG mit ihren Formulierungen immer sehr zurückhaltend und muss alle Eventualitäten mit berücksichtigen (möglich einseitige Ernährung, Schwangerschaft etc.).
Deshalb war eine ganz allgemeine, uneingeschränkte Empfehlung der veganen Ernährung nicht möglich. Dennoch wurde zugestanden, dass bei entsprechender Fachkenntnis auch vegan lebende Menschen gesund sein können:
"Man kann diese Ernährungsform aber durchaus als eine 'Nischenernährungsweise' betrachten, die bei korrekter Anwendung zu einem guten gesundheitlichen Resultat führen kann."
Die Ovo-lacto-vegetarisch Ernährung wird hingegen erstmals wirklich empfohlen:
"Von den verschiedenen Formen der vegetarischen Ernährung kann die ovo-lacto-vegetarische Ernährung für gesunde Erwachsene als gesunde Ernährungsweise betrachtet werden."
und
"Die Erfahrungen zeigen, dass hier die notwendige Zufuhr der Nährstoffe erfüllt werden kann und dass diese Gruppe der Vegetarier gesünder ist als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung."

Leider gibt es bisher zu wenige schulmedizinische Daten um konkrete Aussagen über die lacto-vegetarisch und die ovo-vegetarische Ernährung zu machen.
Deshalb wurden zu diesen Ernährungsformen keine Aussagen gemacht.

Sie können den vollständigen Bericht hier herunter laden:
http://www.bag.admin.ch/themen/ernaehrung/00211/03529/03779/index.html

Dies ist ein grosser Erfolg der Initiative der SVV, die bereits im Jahr 2001 begonnen hat und unablässig weiter verfolgt wurde: Das BAG wurde damals zu einer Stellungnahme zur vegetarischern Ernährung aufzufordern. Daraus folgte die "Arbeitsgruppe Vegetarier", welche diesen Bericht als Grundlage für die Ernährungsempfehlungen erstellte. Informationen zum Start der SVV-Initiative finden Sie hier: Die SVV fordert vom Bundesamt für Gesundheit die Modifizierung der Ernährungsrichtlinien.

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