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Die SVV heisst jetzt: Swissveg
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Umwelt und Ressourcen

«221'000 Tonnen pflanzliche Eiweisse – vorwiegend Soja – wurden 1998 zu Fütterungszwecken importiert.»

«Rinder und andere Wiederkäuer weiden auf der Hälfte der Landfläche unseres Planeten.» – Worldwatch Institute

«Seit 1970 wurden über 20 Mio. Hektar der feuchten Tropenwälder in Rinderweiden umgewandelt.» – Worldwatch Institute

Da in der Schweiz jährlich über 600'000 Tonnen Fleisch [1] produziert bzw. importiert werden müssen, um der Nachfrage einigermassen gerecht zu werden, kann dies nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt sein. Die heutigen bodenunabhängigen Tierfabriken produzieren eine solche Menge an Gülle, dass dadurch das Grundwasser ernsthaft gefährdet wird. [2] Der Sempachersee und der Baldeggersee müssen wegen Überdüngung bereits mit riesigen Sauerstoffgebläsen künstlich beatmet werden. Das verdunstende Ammoniak der Gülle wird verdächtigt, das Waldsterben mitzuverursachen (saurer Regen). Die moderne Landwirtschaft ist mit ca. 9% am Treibhauseffekt beteiligt (vor allem mit Methan und Lachgas). [3]

Fakten, die aufzeigen, wie bei der Fleischproduktion die begrenzten natürlichen Ressourcen verschwendet werden:

Auf demselben Stück Land können erzeugt werden:

Kirschen

Äpfel

Karotten

Rindfleisch

1000 kg

4000 kg

6000 kg

50 kg

Auf der Fläche eines Grundstückes, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. Dieser immense Landverbrauch ist vor allem auf den Futtermittelanbau zurückzuführen: In der Schweiz dienen nahezu drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche dem Futtermittelanbau. Zur Erzeugung von 1 kg Getreide braucht es ca. 100 Liter Wasser, um 1 kg Fleisch zu erzeugen, braucht es 2000–15'000 Liter Wasser. Über 50% der Wasserverschmutzung in Europa sind auf die Massentierhaltung zurückzuführen. Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Bei der «Umwandlung» von Getreide in Fleisch gehen unter anderem 90% Eiweiss, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren. 57% des Getreides werden in der Schweiz an Tiere verfüttert (1990).

Durch das Verlängern der Nahrungskette, indem man pflanzliche Nahrungsmittel zuerst an Tiere verfüttert und erst deren Fleisch isst, ergibt sich ein weiterer Nachteil: Im Körper der Tiere kumulieren (summieren) sich die Pestizide, Schwermetalle und andere Gifte aus den Futtermitteln. Dies hat zur Folge, dass z.B. der Pestizidgehalt im Fleisch ca. 14-mal höher ist als in pflanzlichen Nahrungsmitteln, bei Milchprodukten ist er 5,5-mal höher. Dieser Effekt tritt natürlich auch bei sogenanntem Bio-Fleisch auf.

Ausführlichere Informationen über die ökologischen Folgen des Fleischkonsums sind hier erhältlich: Die ökologischen und ökonomischen Folgen der fleischorientierten Ernährung.

Fussnoten:

  1. Schweizerische Genossenschaft für Schlachtvieh und Fleischversorgung. (zurück)
  2. Um das Schweinefleisch für die Schweizer Bevölkerung zu «produzieren», werden 890'000 Tonnen Futter benötigt und 2,5 Mio m3 Jauche produziert. (Berechnet von Konsum & Umwelt des WWF Schweiz im Heft 1/94.) (zurück)
  3. Schätzung des Worldwatch Institutes. (zurück)
  4. Zahlen der EarthSave Foundation, je nach Anbau- bzw. Aufzuchtmethode können die Werte stark variieren. (zurück)

Buchtipps:

  • Durning, Alan: Zeitbombe Viehwirtschaft, Folgen der Massentierhaltung für die Umwelt, 1993, Wochenschau-Verlag, Fr. 17.80, 64 Seiten, ISBN 3-87920-703-8.
  • Rifkin, Jeremy: Das Imperium der Rinder – Der Wahnsinn der Fleischindustrie, 2. Auflage 2001, Campus-Verlag, Fr. 35.– , 281 Seiten, ISBN 3-593-36806-4.


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