KAPITEL 5: Können Tiere denken?
Nun diese Frage beantwortet sich wohl von selbst. Das Tier hat
zwar kein Bewusstsein wie der Mensch, der weiß dass sein Leben
endlich ist. Doch denken die Tiere wohl auch in einem ähnlichen
Rahmen und ganz sicherlich haben sie auch Gefühle wie Schmerz,
Trauer und Zuneigung, die sie auch klar erkenntlich zeigen.
Außerdem wurde in neuesten Denkversuchen nachgewiesen, dass bei
einem Fütterungsversuch mit Tauben, diese in der Lage waren
Bilder von Renoir und Picasso auseinander zu halten. Delphine
erfreuen die Menschen mit ihren einstudierten Kunststücken und
werden auch im Militärdienst unter Wasser erfolgreich
eingesetzt. Schafe können sich jahrelang bis zu 50 Gesichter von
ihren Artgenossen merken. Affen basteln sich Werkzeuge und benutzen
sie auch zielgerichtet. Die Leistungsfähigkeit des tierischen
Gehirns zeigt auch ein Lernversuch in Amerika, wo sich eine
Wissenschaftlerin mit einem Affen ohne Probleme in der Zeichensprache
unterhalten kann.
Die uns anerzogenen Beurteilungen von Tieren, wie "du dummes
Schwein", "du blöde Kuh" usw. entbehren jeder Grundlage und
werden wohl bewusst am Leben erhalten, um die täglichen
Verbrechen an den Tieren zu bagatellisieren.
Wenn jetzt wie in Simbabwe ein Hund zusammengerollt treu Wache
hält, neben seinem ermordeten Herrn, so beweißt das doch
nur die aufrichtige Treue, die es in der menschlichen Welt kaum gibt.
Der Hund liebt seinen Herrn, ob er arm oder reich, gesund oder krank
ist. Arglistige Berechnung wie im menschlichen Leben ist Tieren
fremd. Im Fernsehen konnte man auch sehen, wie Schwarze den Wachhund
eines weißen Farmers nach dessen Ermordung steinigten. Manchmal
schämt man sich ein Mensch zu sein.
Tiere sind dem Menschen in manchen Dingen sogar überlegen. So
warnen Tiere vor Erdbeben. Schauen Sie dagegen mal dem Menschen zu.
Trotz bester Computertechnik kann er nicht mal kurzfristig das Wetter
voraussagen, geschweige denn ein Erdbeben. Tiere verfügen auch
über telepathische Fähigkeiten, finden aus fremden Gegenden
wieder heim und haben Todesahnungen. Hier könnte man viele
Beispiele aufführen. In 15 Jahren Arbeit im Schlächterberuf
konnte ich ausgiebig die Tiere in ihren letzten Minuten studieren,
und ich bin überzeugt, dass man auch eine Kuh kein zweites Mal
in ein Schlachthaus bringen könnte. Durch unser Bewusstsein
wissen wir in unserer Phantasie was ein Schlachthaus ist. Das Tier
weiß es nicht, bis es drin ist - und dann zeigt es aber direkte
Zeichen der Angst. Speziell die Schweine zeigen Zittern und setzen
Kot und Urin ab.
Die Rinder haben es in modernen Schlachthöfen besser, da sie
ihre letzten Meter meist in einem kopfhohen Eisengang laufen.
Trotzdem überträgt sich natürlich die Unruhe, das
Brüllen und der Lärm auf die Tiere. Fast täglich
flüchten ja Tiere aus den Schlachthäusern und werden dann
meistens von der Polizei erschossen. Auch geschächtete Tiere
haben schon ihre Fesseln gesprengt und sind schon aus dem
Schlachthaus geflüchtet. Siehe dazu später das Kapitel
"Schächten". Ich habe diesbezüglich interessante Unterlagen
aus dem Wiener Schlachthof St. Marx.
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Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
