Das Buch zur Jaina-Philosophie
Dieses kleine Büchlein gibt einen
guten Einblick in die Lebensphilosophie der Jains. Man erhält
Einblick in die Lebensweise der Jain-Mönche (wobei immer auch
die gleichberechtigten Nonnen mit einbezogen werden) und erfährt
viel wissenswertes über die Rituale in Tempeln und im Umgang mit
Jains. Zum Beispiel sind die zehn grossen Gelübde der
Jain-Mönche sehr lesenswert. Das erste lautet:
«Ich enthalte mich jeder Schädigung von Wesen, sei sie
klein oder gross und betreffe ein bewegliches oder selbständig
unbewegliches Wesen. Ich will weder selbst eine Schädigung von
Wesen vollziehen noch veranlassen, dass eine solche von anderen
vollzogen wird, noch es gutheissen, wenn ein anderer sie vollzieht,
und das mein Leben lang, und weder mit innerem Sinn noch durch Rede
noch durch körperliches Tun. [...]» Diese eindeutigen
Absagen zur Gewalt findet man leider in den meisten anderen
religiösen Schriften und religiösen Geboten nur ansatzweise
(falls überhaupt). Zudem bleibt ein Gebot gegen Gewalt praktisch
immer auf Mitmenschen beschränkt. Es ist deshalb zu
wünschen, dass sich auch Anhänger anderer Religionen von
den Gedanken der Jains inspirieren lassen und ihre Gewaltbereitschaft
(sei es direkt oder indirekt) überdenken. Gerade die besinnliche
Weihnachtszeit würde dafür ein ideales Umfeld bieten. Von
Frieden und Nächstenliebe wurde schon genug geredet. Es ist an
der Zeit sie auch im Alltag umzusetzen. Möge dieses
Büchlein vielen Menschen einen Anstoss dazu geben.
Kurt Titze: Keine Gewalt gegen Mensch, Tier, Pflanze:
Worte des Furtbereiters Mahavira; Ein Beitrag zur Ethikdiskussion.
Verlag Clemens Zerling, 1993, ISBN 3-88468-054-4, Fr. 16.80.
Dieses Buch ist leider vergriffen.
Ein weiteres deutschsprachiges Buch, dass sich mit den Jains befasst finden Sie hier: Wegbereiter des Friedens
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
