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Neue Studien bestätigen:
Herzkrankheiten sind (auch) ernährungsbedingt
Ischämische Herzkrankheit: Ernährungsbedingt
In keinem anderen Land ist in Friedenszeiten die Sterberate durch
ischämische Herzkrankheit in so kurzer Zeit so stark gefallen
wie zwischen 1991 und 1994 in Polen. Das berichten polnische und
britische Wissenschaftler.
Von 1970 bis 1991 sei die Sterberate durch ischämische
Herzkrankheit kontinuierlich gestiegen, schreiben die Forscher im
"British Medical Journal" (316, 1998, 1047), von 486 auf 777 Tote
unter 100 000 Menschen. Ab 1991 sei sie plötzlich stark
gefallen.
Den Rückgang der Todesrate können eigentlich nur
veränderte Essgewohnheiten verursacht haben. Nach
sorgfältiger Analyse wurden andere Einflüsse wie Rauchen,
Stress oder Alkoholkonsum ausgeschlossen.
Aus nationalen Daten über Essverhalten und Haushaltsführung
haben die Forscher ermittelt, dass seit 1990 immer weniger tierische
und immer mehr pflanzliche Fette gegessen wurden. So verzehrte 1989
jeder Pole im Mittel 101 Kilogramm tierisches Fett, 1994 nur noch 77.
In diesen fünf Jahren steigerte sich der jährliche
pro-Kopf-Verbrauch pflanzlichen Fetts von 28 auf 39 Kilogramm. Auch
gab es seit der Wende viel mehr frisches Obst und Gemüse.
Studie bestätigt: Faserreiche Kost schützt das Herz
Für Ballaststoffe wurden bereits in einigen Studien Hinweise
auf eine vorbeugende Wirkung gegenüber Herzkrankheiten gefunden.
Einen weiteren Beleg für diese Annahme haben finnische
Wissenschaftler in einer neuen Studie ermittelt. In der Untersuchung
erfassten die Wissenschaftler bei 21903 männlichen Rauchern
zwischen 50 und 69 Jahren die Ernährungsgewohnheiten.
Die Auswertung der Daten ergab, dass Probanden, die täglich eine
grosse Menge an Ballaststoffen verzehrten, deutlich seltener
Herzerkrankungen hatten. Vor allem die Zahl tödlicher
Herzinfarkte war in der Gruppe mit einem hohen Konsum an pflanzlichen
Faserstoffen deutlich geringer gewesen, wie die Wissenschaftler
berichten (Circulation 94, 1996, 2720).
Die Männer, die sich ballaststoffreich ernährten, hatten
ausserdem einen geringeren Verzehr an gesättigten
Fettsäuren, an Cholesterin und an Alkohol und eine höhere
Aufnahme von Vitamin E, C und Beta-Carotin. Ausserdem trieben sie
mehr Sport.
Der Schutz gegenüber Herzerkrankungen konnte für alle
Gruppen von Ballaststoffen - wasserlöslich oder
wasserunlöslich, sowie aus Früchten, Obst oder Getreide -
nachgewiesen werden.
Auch nachdem dies berücksichtigt wurde, blieb nach Angaben der
Wissenschaftler der hohe Konsum von Ballaststoffen ein
unabhängiger deutlicher Schutzfaktor.
Siehe auch:
Dean Ornish: Revolution in der Herztherapie (Buchbesprechung)American Heart Association journal report, 24 November 1997: High-Fat Meal May Raise Risk Of Blood Clotting -- Increasing Heart Attack And Stroke Risk
American Heart Association, 10 November 1999: Traditional Chinese diet helps ward off heart disease
American Heart Association, 13 September 1999: All fats are not created equal: Some fats may protect the heart
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