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Fast-Food-Vegetarismus?
Fast-Food hat aus verschiedenen Gründen (ungesund,
unökologisch, usw.) einen schlechten Ruf. Die
vegetarische/vegane Ernährungsweise gilt (zu recht) als gesund
und ökologisch vorteilhaft. Insbesondere, da bisher vor allem
gesundheitlich und ökologisch interessierte Personen die
vegetarische Lebensweise praktizieren.
Trotz diesen grundlegenden Unterschieden, gibt es immer mehr
Annäherungspunkte zwischen diesen beiden grossen Trends. Was ist
davon zu halten?
Nicht erst seit McDonald's einen Vegi-Burger eingeführt hat,
erkennt die Nahrungsmittelindustrie den Trend zur
fleischarmen/fleischlosen Ernährungsweise. Durch das
Bekanntwerden der schlimmen Zustände in der "Fleischproduktion",
angefangen von der künstlichen Befruchtung über das
unnatürliche Mastfutter, die (Massen-)Tierhaltung und den
Tiertransport bis hin zu den Zuständen in den
Schlachthöfen, lehnen immer mehr Menschen tierische Produkte als
Nahrungsmittel ab. Dies trifft vor allem auf Kinder und Jugendliche
zu. Deshalb ist es auch eine logische Konsequenz, dass
Fast-Food-Ketten auch von diesem Trend profitieren wollen.
Doch auch für Vegetarier, die ihr Essen (zumindest teilweise)
selbst zubereiten wollen, gibt es immer mehr vorgefertigte Produkte,
die zunehmend an die konventionelle Fleischküche erinnern.
Das Angebot reicht von rein vegetarischen / veganen Ravioli (von
Tartex, eine Nestlé-Tochter) in Dosen über diverse Kekse
bis zur rein pflanzlichen Mayonnaise (von Vitam). Plötzlich
merkt die Nahrungsmittelindustrie, dass man all ihre Produkte
problemlos auch ohne tierische Zusätze herstellen kann, wenn man
es wirklich möchte. Durch den Subventionswahnsinn wurden in den
letzten Jahrzehnten die tierischen Produkte so stark verbilligt, dass
sie gegenüber den pflanzlichen Produkten konkurrenzfähig
wurden. Wer weiss schon, dass pflanzl. Öle, die in die Schweiz
eingeführt werden, bis zu 300% verteuert werden, damit man die
tierischen Fette besser verkaufen kann?
Von den Schweizer Landwirtschaftssubventionen gehen noch immer rund
75% an die Tierhalter. Trotz dieser Marktverfälschung hat es die
Fleisch- und Milchindustrie immer schwieriger.
Auch wenn die Fertigprodukte der Nahrungsmittelindustrie vom
gesundheitlichen Wert natürlich nicht mit naturbelassenen
frischen Früchten und Gemüsen konkurrieren können, ist
es doch zu begrüssen, dass es nun auch solche Produkte auf rein
pflanzlicher Basis gibt. Eine Dose mit pflanzlichem Inhalt ist immer
noch viel ökologischer als eine Dose, die Fleisch enthält.
Wenn man also mit solchen Produkten noch mehr Menschen von der
fleischzentrierten Nahrung wegbringen kann, haben sogar die
Fast-Food-Produkte einen Beitrag zu einer lebenswerteren Welt
gebracht.
In der heutigen Zeit, in der alles so schnell wie möglich gehen muss, werden immer mehr Fertigprodukte eingekauft. Falls keine pflanzlichen Alternativen im Handel erhältlich sind, werden weiterhin -zig Millionen Tiere dafür ihr Leben lassen müssen.
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| Rein pflanzlich: Solche Biscuits (hier aus einem jüdischen Kosher-Laden) beweisen, dass die üblichen tierischen Zusätze unnötig sind. |
Wir sollten alles unterstützen, was es Fleischessern erleichtert, auf die vegetarische Lebensweise umzusteigen. Dieser erste Schritt braucht für viele schon grosse Überwindung, um von den alten Gewohnheiten los zu kommen. Er ist aber oft auch ein Schritt, dem viele weitere in Richtung einer ökologischeren, umweltbewussteren Lebensweise, bei der die Tiere samt der ganzen Schöpfung nicht mehr als Rohstofflieferanten, sondern als Mitwelt mit eigenen Rechten behandelt werden, folgen. Übrigens muss Fast-Food im wörtlichen Sinne (schnelles Essen) nicht unbedingt gleich eine Katastrophe für die eigene Gesundheit und die Umwelt bedeuten. Es gibt in allen Bioläden und Reformhäusern bereits viele Produkte, die dem Trend zur schnellen Küche entgegen kommen, ohne dass dafür Tiere leiden müssen (auf Deklaration achten!). Ausserdem kann man viel mehr Früchte- und Gemüsesorten roh ohne grossen Verarbeitungsaufwand konsumieren, als man gemeinhin annimmt. Sie brauchen also nicht immer zuerst von der Nahrungsmittelindustrie verarbeitet zu werden, bevor wir sie konsumieren können.
Liste einiger Läden mit speziellen Nahrungsmitteln.
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