Schlussfolgerungen aus Krebsstudien
«In Übereinstimmung mit anderen Studien, ergab sich, dass Frauen ihr Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken durch eine Ernährungsumstellung merkbar senken könnten: Reduzieren der Aufnahme von gesättigtem Fett und grösserer Konsum an Gemüse.»
Schlussfolgerung der Autoren von: Dietary fat intake and risk of epithelial ovarian cancer, Journal of the national cancer institute, 21. Sept. 1994;86(18):1409-15.
«Unsere Analyse zeigt eine konsistente, statistisch
signifikante, positive Beziehung zwischen Brustkrebsrisiko und
Aufnahme von gesättigten Fetten bei Frauen nach der Menopause.
Ein schützender Effekt wurde für eine Vielzahl von
Früchten und Gemüsen aufgezeigt; insbesondere Vitamin C
zeigte den grössten Schutzeffekt.»
Dietry Factors and Risk of Breast Cancer: Combined Analysis of 12 Case-Control Studies, Journal of the National Cancer Institute, 82:561-569, 4. April 1990
«Bei den meisten Krebsarten haben Personen mit einem kleinen
Früchte und Gemüsekonsum [...] das doppelt so hohe Risiko
an Krebs zu erkranken als die mit grösserem Konsum.»
Schlussfolgerung aus einer Studie, die rund 200 Studien zu diesem Thema vergleicht: Fruit, Vegetables, and Cancer Prevention: A Review of the Epidemiological Evidence, Nutrition and Cancer, Vol. 18, Nr. 1., 1992
«Wenn Sie über die vorliegenden Daten [zum
Dickdarmkrebs] in Ruhe nachdenken, müssten Sie folgern, dass die
optimale Menge, die Sie von rotem Fleisch essen sollten, gleich Null
wäre.»
Willett, W.C.: Relation of meat, fat, and fibre intake to the risk of colon cancer in a prospektive study among women. New England Journal of Medicine 1990;323, 1664-1672.
«Starke Fleischesser zeigen eine stärkere Tendenz zur
Erkrankung an Darm-, Lungen- und Brustkrebs. Das Risiko wird noch
viel grösser, wenn Sie dazu Raucher sind und nicht jeden Tag
regelmässig grüne und gelbe Gemüse essen.»
Takeshi Hirayama, Institut of Preventive Oncology, Tokyo (auf der Basis einer über siebzehn Jahre geführten Forschungsstudie mit 265118 Erwachsenen in sechs Präfekturen in Japan)
«Epidemiologische Analysen kommen zu dem Schluss, dass durch
entsprechende Nahrungsauswahl das Colon- und Magenkrebsrisiko um 90%,
das Brustkrebsrisiko um 50% und eine Reihe anderer Krebsrisiken
(Lunge, Mund, Hals, Rachen, Speiseröhre, Blase,
Gebährmutterhals) um mindestens 20% gesenkt werden könnte.
[...] Wie aus zahlreichen epidemiologischen Studien hervorgeht,
zeigen Vegetarier ein deutlich geringeres Krebsmorbiditäts- und
Krebsmortalitätsrisiko als der Bevölkerungsdurchschnitt,
insbesondere bei Darm- und Brustkrebs. Gleichzeitig ergab sich aus
einer Longitudinalstudie, dass auch die 5-Jahres-Überlebensrate
bei bereits brustkrebserkrankten Vegetarierinnen höher liegt als
bei nicht-vegetarisch lebenden Patientinnen. [...]
Ein dauerhaft hoher Fettverzehr gilt als Hauptrisikofaktor für
Darmkrebs. [...]
Wird auf eine Ballaststoffreiche Ernährung geachtet, reduziert
sich das Risiko an Darmkrebs zu erkranken statistisch um etwa 40%.
[...]
Es ist gerechtfertigt die Vegetarier als eine Gruppe mit niedrigem
Krebsrisiko zu bezeichnen. Eine primär pflanzliche
Ernährung ist gleichbedeutend mit einer hohen Zufuhr an
verschiedenen präventiven Nahrungsfaktoren wie Ballaststoffen,
Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Sterinen.»
Claus Leitzmann, Andreas Hahn: Vegetarische Ernährung, Ulmer-Verlag, 1996.
«In etwa 15 bis 20 Jahren werde Krebs zur häufigsten
Todesursache, vermuten die Wissenschaftler»
Ärzte Zeitung, 27.10.97: Erstmals Trendwende in der Krebssterblichkeit
«Rauchen bleibt mit einem Anteil von rund 20% wichtigste
Krankheitsursache. Doch neue epidemiologische Daten lassen erkennen,
dass Ernährungsfehler mindestens im gleichen Umfang an der
Krebsentstehung beteiligt sind.»
Ärzte Zeitung, 27.10.97: Erstmals Trendwende in der Krebssterblichkeit
«Eine energie- und fettreiche Kost mit viel Fleisch und
wenig Gemüse wird im Zusammenhang mit etwa einem Drittel aller
Krebserkrankungen gesehen. Eine Korrelation zwischen
Ernährungsgewohnheiten und Karzinominzidenz wurde bisher
für achtzehn Tumorarten nachgewiesen.»
Ärzte Zeitung, 26.11.1999: Studien belegen Einfluß der Kost auf Tumorgenese
Statistiken über die Anzahl Krebsfälle in Deutschland vom Robert Koch Institut.
Weiterer Krebsartikel in diesem Vegi-Info.
Weitere Informationen
- Zusammenhang zwischen tierischen Fetten und Brustkrebs, Vegi-Info 2003-3
- Die Wichtigkeit der Ernährung bei der Krebsprävention, Vegi-Info 2000-4
- Vegane Ernährung könnte Prostatakrebs vorbeugen, Vegi-Info 2000-2
- Die Fleisch-Dickdarmkrebs-Verbindung, Vegi-Info 1997-4
- Sojakost senkt Prostata-Krebs-Risiko, Vegi-Info 1997-4
Weitere Studien zum Thema:
- White, Caroline: New study reports that diet is critical to cancer prevention, BMJ 1997;315:831-836 (4 October).
- Lipkin M., Strategies for colon cancer prevention. Ann NY Acad Sci 1995; 768: 129-40.
- Steinmetz K.A., Potter J.D. Vegetable, fruit, and cancer I: epidemiology. Cancer Causes Control 1991; 2: 325-58.
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