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Die SVV heisst jetzt: Swissveg
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EU-Wahnsinn:
Herodes-Prämie & Tiertransporte

Seit Herbst 1996 zahlt die EU für jedes vernichtete Kalb, das jünger als 20 Tage ist, eine Prämie von DM 230.– bis 290.– ! Bis Ende Januar 1997 wurden allein aus Deutschland ca. 120’000 erst wenige Tage alte Kälber nach Frankreich (oder Portugal oder GB) transportiert. Dort werden Sie zu Tiermehl, Hunde- oder Katzenfutter «verarbeitet» oder einfach vernichtet.

Ziel ist es, bis Anfang 1998 auf diese Art 1 Million Kälber zu «entsorgen». Um diese «Herodes»-Prämie entwickelte sich bereits eine organisierte Kriminalität: Da z.B. die Vernichtung Bayrischer Kälber seit Frühjahr 1997 von der Bayrischen Regierung abgelehnt wird, werden beim Export aus Bayern einfach andere Zielländer angegeben und anschliessend die Kälber doch nach Frankreich zur «Entsorgung» gebracht. Bayern exportiert jährlich über 100’000 Rinder, eine 100prozentige Kontrolle ist schon deshalb kaum möglich.

«Pro Jahr werden 250 Millionen Schlachttiere lebend über die Grenzen der europäischen Staaten trans-portiert. Bis zu 10% der Tiere gehen bei diesen Transporten qualvoll und elend zugrunde.»
Eberhard Irlinger, Abgeordneter des bayrischen Landtages

In wie weit in der Schweiz von dieser Prämie profitiert wird, ist natürlich nicht öffentlich bekannt (vielleicht beschert uns die CH-Fleischindustrie damit ihren nächsten Skandal?). Tatsache ist jedenfalls, dass in der Schweiz 770’000 Kühe gehalten werden (Stand: 1995, Total: 1,8 Millionen Rinder).
Zur Milchproduktion werden die Kühe jährlich (künstlich) besamt, um die «Milchproduktion» konstant aufrecht zu erhalten (da auch für die Milchproduktion reichlich Subventionen bezahlt werden). Die daraus entstehenden Kälber werden normalerweise gemästet und als Kalbfleisch verkauft. Da sich die Mast der männlichen Kälber bei reinen Milchrassen jedoch nicht lohnt, ist die Herodes-Prämie ein willkommenes Zusatzgeschäft für die Milchkuhhalter.

Nun können die Kälber unmittelbar nach der Geburt verkauft, abtransportiert und getötet werden. Dies soll einen völligen Zusammenbruch des Fleischpreises in der EU verhindern. Im Frühjahr 1997 zeigten sich bereits die ersten Erfolge dieser Massnahme: Für Fleckviehbullenkälber erhielt man pro kg bereits DM 6,68 (im Vorjahr: DM 5,98).

EU Rinderexport:
1988: 3’000
1992: 285’000
1995: 660’000

Aus dem gleichen Grund (gesättigte Märkte) werden auch die Lebendviehtransporte Subventioniert. Auch diese Subvention hat für die Tiere qualvolle Folgen: 1988 wurden lediglich 3000 lebende Rinder, meist Zuchttiere, aus der EU ausgeführt. Nach Einführung der Exportsubvention im Jahr 1989 stieg die Zahl auf 660’000 Rinder im Jahr 1995.
Der Export eines lebenden Rindes aus der EU wird mit rund 15% höheren Subventionen belohnt, als wenn das Tier vor Ort geschlachtet und dann exportiert wird. Dies macht pro Rind ca. 200 DM mehr Profit, wenn man das Tier länger leiden lässt!

Für einen 500-600kg schweren Bullen zahlt die EU dem Exporteur bei Lebendexport aus der EU rund DM 1500.– (dies ist ein Zusatz zum eigentlichen Verkaufserlös von ca. DM 1000.–). So verteilt die EU an die Exporteure jährlich ca. 600 Millionen DM an Subventionen, um den Rinderfleischberg innerhalb der EU abzubauen. Ganz verrückt wird diese Tatsache, wenn man weiss, dass z.B. in Deutschland die Bullenmäster ebenfalls Subventionen erhalten (830 Millionen DM jährlich)!

Quellen / Weiterführende Infos:



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