Vegetarismus.ch durchsuchen

( Profi Suche )
Sie sind hier: Startseite > Vegi-info > 97-1 > Landwirtschaft ohne Tierhaltung ...
Neue Initiative der SVV: Ein guter Einstieg: Wöchentlich ein vegetarischer Tag

Landwirtschaft ohne Tierleid

Die Autorin ist Biogartenpraktikerin, Mischkulturen- und Selbstversorgungsspezialistin. Sie hat mit ihrem Mann fünf Kinder und lebt auf einem 3,4 Hektar grossen Gärtnerhof in Oberösterreich. Die Familie baut nahezu alle Gemüsearten, Beeren- und Baumobst sowie Nüsse an. Diese werden zum Teil verkauft und sind Basis für die seit 1972 rein pflanzliche (vegane) Ernährung. Die Autorin ist Mitarbeiterin zahlreicher Garten- und Landbauzeitschriften. (Red.)


Jakobus Langerhorst beim Erklären eines Mischkulturenbeetes.

Durch die vegane Lebensweise ergibt sich eine entsprechende Betriebsführung, die ohne Tierhaltung erfolgt. Also nur mit pflanzlichem Dünger. Dies in Form von Gründüngung, Pflanzenkompost, Basalt- und Steinmehl, Holzasche und Algenmehl bzw. Algenkalk. Dass ein Landwirtschaftsbetrieb nicht auf tierischen Dünger, wie z.B. Kuhmist oder Hornmehl etc. angewiesen ist, ist leider noch immer viel zu wenig bekannt.

Seit über 15 Jahren führen wir nun unseren Betrieb bereits ohne tierische Zusätze. Mittlerweile durften wir erfahren, dass tierischer Dünger nicht nur unnötig ist, sondern sogar Nachteile mit sich bringt: Der tierische Kompost scheint durch seinen Geruch «Schädlinge» anzuziehen.

Mit unserem Reifkompost (mind. ein Jahr lang gereifter Pflanzenkompost) machen wir sehr gute Erfahrungen. Er ersetzt auch problemlos den Torf und schont somit die ökologisch so wichtigen Torflandschaften.

Diese Lebens- und Anbauweise ermöglicht es uns, auf kleiner Fläche einen Vollerwerbsbetrieb zu führen. 3,4 ha mit Wald, Wiesen, Obst- und Nussbäumen, viele Beerensträucher, viele Hecken, Gebäude mit Wegen, vier Teiche und 1600 m² reine Gemüsefläche, dazu 100 m² unter Glas. Alles wird gut genutzt, dennoch lassen wir auch für die Natur viel Freiraum.
Der kleine Betrieb ermöglicht es uns gerade noch, die Arbeiten ohne Maschinen zu machen, wodurch das Betriebskapital niedrig gehalten werden kann. Dies ergibt sich auch durch die vegane Lebensweise. Es lebt hier auf 500 m über Meer kein Landwirt von so wenig Fläche wie wir, denn die Viehhaltung erfordert etwa fünf- bis zehnmal mehr Land.

Wer sich näher für unsere Arbeit und Lebensweise interessiert, kann die beiden Bücher von meinem Mann und mir lesen. Interessenten (Vereinen, privaten Gruppen, aber auch Familien) in Reichweite bieten wir auch die Möglichkeit (von Mai bis Oktober) angemeldeter Besuche. Ferner Diavorträge in den kühlen Monaten des Jahres. Bei Anfragen bitte Rückporto beilegen.

Margarete Langerhorst, Gugerling 5, A-4730 Waizenkirchen

(Hier erhalten Sie auch Auskunft über Seminare zum naturgemässen, pflanzlichen Gartenbau)

Das Buch der Autorin und ihres Mannes ist in unserer Bücherliste vorgestellt.

Weitere Informationen:

[nach oben



Share |

Danke für Ihr Interesse an den Informationen der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus (SVV). Damit wir diese Homepage (mit rund 2000 Seiten) weiterhin kostenlos anbieten und erweitern können, benötigen wir auch Ihre Unterstützung!
Werden Sie Mitglied der SVV oder abonnieren Sie unsere Zeitschrift Vegi-Info.
Oder spenden Sie ganz einfach online: Paypal/Kreditkarte. Damit ermöglichen Sie den Weiterbestand dieser Homepage. Danke!

Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 7.1.2010