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Landwirtschaft ohne Tierleid
Die Autorin ist Biogartenpraktikerin, Mischkulturen- und Selbstversorgungsspezialistin. Sie hat mit ihrem Mann fünf Kinder und lebt auf einem 3,4 Hektar grossen Gärtnerhof in Oberösterreich. Die Familie baut nahezu alle Gemüsearten, Beeren- und Baumobst sowie Nüsse an. Diese werden zum Teil verkauft und sind Basis für die seit 1972 rein pflanzliche (vegane) Ernährung. Die Autorin ist Mitarbeiterin zahlreicher Garten- und Landbauzeitschriften. (Red.)
Jakobus Langerhorst beim Erklären eines Mischkulturenbeetes. |
Durch die vegane Lebensweise ergibt sich eine entsprechende Betriebsführung, die ohne Tierhaltung erfolgt. Also nur mit pflanzlichem Dünger. Dies in Form von Gründüngung, Pflanzenkompost, Basalt- und Steinmehl, Holzasche und Algenmehl bzw. Algenkalk. Dass ein Landwirtschaftsbetrieb nicht auf tierischen Dünger, wie z.B. Kuhmist oder Hornmehl etc. angewiesen ist, ist leider noch immer viel zu wenig bekannt.
Seit über 15 Jahren führen wir nun unseren Betrieb bereits ohne tierische Zusätze. Mittlerweile durften wir erfahren, dass tierischer Dünger nicht nur unnötig ist, sondern sogar Nachteile mit sich bringt: Der tierische Kompost scheint durch seinen Geruch «Schädlinge» anzuziehen.
Mit unserem Reifkompost (mind. ein Jahr lang gereifter Pflanzenkompost) machen wir sehr gute Erfahrungen. Er ersetzt auch problemlos den Torf und schont somit die ökologisch so wichtigen Torflandschaften.
Diese Lebens- und Anbauweise ermöglicht es uns, auf kleiner
Fläche einen Vollerwerbsbetrieb zu führen. 3,4 ha mit Wald,
Wiesen, Obst- und Nussbäumen, viele Beerensträucher, viele
Hecken, Gebäude mit Wegen, vier Teiche und 1600
m² reine Gemüsefläche, dazu 100
m² unter Glas. Alles wird gut genutzt, dennoch lassen
wir auch für die Natur viel Freiraum.
Der kleine Betrieb ermöglicht es uns gerade noch, die Arbeiten
ohne Maschinen zu machen, wodurch das Betriebskapital niedrig
gehalten werden kann. Dies ergibt sich auch durch die vegane
Lebensweise. Es lebt hier auf 500 m über Meer kein Landwirt von
so wenig Fläche wie wir, denn die Viehhaltung erfordert etwa
fünf- bis zehnmal mehr Land.
Wer sich näher für unsere Arbeit und Lebensweise interessiert, kann die beiden Bücher von meinem Mann und mir lesen. Interessenten (Vereinen, privaten Gruppen, aber auch Familien) in Reichweite bieten wir auch die Möglichkeit (von Mai bis Oktober) angemeldeter Besuche. Ferner Diavorträge in den kühlen Monaten des Jahres. Bei Anfragen bitte Rückporto beilegen.
Margarete Langerhorst, Gugerling 5, A-4730 Waizenkirchen
(Hier erhalten Sie auch Auskunft über Seminare zum naturgemässen, pflanzlichen Gartenbau)
Das Buch der Autorin und ihres Mannes ist in unserer Bücherliste vorgestellt.
Weitere Informationen:
- Viehlose Biolandwirtschaft im Westerwald (Vegi-Info 2002/4)
- Dem bio-veganen Land- und Gartenbau und der veganen Lebenskultur gehört die Zukunft (Vegi-Info 2004/2)
- Biovegan-Homepage der Schweiz
- Biologisch-Veganes Netzwerk für Garten- und Landbau: www.biovegan.org
- Kooperation mit der Natur: www.naturkooperation.org
- Vegan Organic Network
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