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Eine mutige Tierrettungsaktion

Unsere VTR-Aktivistin Sonia Gravinese (23) aus Bern deckt in einem Tierheim im süditalienischen «Parabita» einen Skandal auf und rettet durch ihre mutige Aktion 15 Hundeleben!
Während ihres 2-wöchigen Urlaubs in Italien erlebt Sonia alles andere als erholsame und ruhige Ferientage.

Sonia mit Findelkind Im süditalienischen «Parabita» liest sie auf der Strasse ein Kätzchen auf, das von einem Auto angefahren wurde. Sonia bringt das Tier sofort zum Tierarzt und lässt es verarzten. Dort erzählt ihr der Arzt von einem vernachlässigten Tierheim, das am Rande der Stadt liegt.
Was Sonia jedoch in dem ehemaligen Schlachthaus vorfindet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen; nämlich rund 30 zum Teil bis auf die Knochen abgemagerte Hunde!
Schockiert stellt sie die Leiterin des Tierheims, Marilena Nicoletti zur Rede. Der Bürgermeister habe ihr die Unterstützung versagt und die Futterlieferungen gestoppt, seither kaufe sie mit ihrem eigenen Geld Futter für die Tiere, erzählt sie Sonia resigniert. Aber das Futter reicht für 30 Hunde nirgends hin.
Spontan entscheidet sich Sonia eine Woche im Tierheim zu bleiben. Zusammen mit Marilena putzt sie die Räume und pflegt die Tiere. Sie gehen auch zum Bürgermeister Alfonso Feramosca, doch er verweigert ihnen jegliche Unterstützung. Sonia glaubt, dass ihm die Tiere egal sind.
Aus ihrer Verzweiflung heraus schreibt Sonia der Wochenzeitschrift «Girl» einen Brief. Knapp vier Wochen später macht sie sich mit der Girl-Reporterin, Christa Schechtl auf den Weg nach Parabita. Marilena N. bereitet gerade das Futter zu, als die beiden eintreffen. Gemeinsam geben sie den Hunden die kleine Ration Nudeln, die Marilena N. immer im Supermarkt im Sonderangebot kauft. Natürlich gibt es sofort einen erbitterter Kampf unter den Tieren, denn jedes möchte am meisten ergattern. Eine Weile später ist aus der wilden Meute eine Schar zutraulicher Hunde geworden; sie sind für kurze Zeit satt.
Gegen ihre Tränen kämpfend erzählt Marilena Sonia was in den letzten Wochen geschehen ist. Die Lage sei dramatisch, sie habe kein Geld mehr um die Tiere zu füttern und müsse sie verhungern lassen. Dann führt sie Sonia und Christa in einen dunklen Schuppen, wo sich die Schäfer-Mischling-Hündin, «Esperanza» befindet. Winselnd kommt sie näher; als Sonia sich zu ihr herunterbeugt stockt ihr der Atem. Esperanza trägt eine grosse offene Wunde am Kopf als sei sie skalpiert worden, ein Ohr fehlt, es wurde ihr beim Kampf um's Futter von ihren Artgenossen abgebissen. Sie rufen sofort den zuständigen Tierarzt.
Esperanza Sonia und Christa fahren zum Bürgermeister, um ihm alles zu erzählen. Doch dieser will erneut nichts wissen und verweist sie ans Gesundheitsamt. Die beiden wollen's wissen und klopfen auch beim Dottore Corrado de Notarpietro, dem stellvertretenden Leiter des Amtes an. Der Dottore verspricht erst etwas zu unternehmen, als er das Foto von Esperanza sieht.
Und siehe da! In die Mühlen der Behörden ist Menschlichkeit geflossen. Noch am selben Abend wird Futter geliefert, und der Tierarzt erscheint sogar persönlich im Tierheim. Es wird allen Hunden geholfen; dies bekommt ganz besonders Esperanza zu gute. Zufrieden aufatmen können für einmal auch Sonia, Marilena und Christa! 15 Hunde einschliesslich Esperanza wurden im vergangenen Januar mit dem Auto ins niederbayerische Tierheim «Costa» gebracht, wo sie heute ein schönes Hundeleben führen.

Berna Civeleker