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Ernährungsplattform (ERPLA) des BAG zum Thema Nachhaltigkeit

Am 25. Oktober 2013 konnten wir in Bern eine Trendwende in der Gesundheitspolitik der Schweiz verfolgen: Nachdem das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bereits im Schweizer Ernährungsbericht die Nachhaltigkeit als Verfassungsaufgabe des Bundes zitierte1 und diese in ihre Überlegungen zur gesunden Ernährung einfliessen liess, gab es nun zum ersten Mal auch eine ERPLA zu diesem Thema.

Die ERPLA findet zweimal jährlich statt. Das BAG lädt dazu alle im Ernährungsbereich tätigen Organisationen ein. Die Plattform dient zum Austausch von Neuigkeiten rund um das Thema Ernährung und zur Vernetzung der Akteure aus diesem Bereich.
Auch die SVV ist jeweils daran beteiligt, um sich zu informieren, was das BAG und die anderen Organisatoren im Bereich gesunde Ernährung für Projekte am Laufen bzw. abgeschlossen haben.

An der 21. ERPLA vor 3 Jahren konnte die SVV ihre Sichtweise mit einer Präsentation einbringen.2 Damals waren wir noch die einzige Organisation, die sich deutlich gegen den Konsum tierischer Nahrungsmittel aussprach.
Und als Erste brachten wir das Thema Ernährungsökologie in die ERPLA ein.
Durch die neue Strategie des BAG hat sich dies nun geändert: Da tierische Produkte kaum nachhaltig produziert werden können und eine intakte Umwelt für die Gesundheit der Menschen wichtig ist, kann auch das BAG eine pflanzlich ausgerichtete Ernährung empfehlen.
Selbst die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) erwähnte, dass bezüglich Nachhaltigkeit die Hauptempfehlung lauten sollte: «Ich kaufe überwiegend pflanzliche Lebensmittel». Diese Handlungsempfehlung wurde Ende August ausgearbeitet. Da es jedoch «sehr unterschiedliche Rückmeldungen» gab, wurde diese Empfehlung von der SGE nicht veröffent­licht! Sie werden jedoch intern alle ihre Massnahmen nun auch anhand dieser Erkenntnis überprüfen.
Auch die Präsentation von Niels Jungbluth der ESU-Services zeigte klar in dieselbe Richtung: Das Wichtigste, das jeder Einzelne für die Umwelt tun kann, ist weniger tierische Produkte zu konsumieren. Sie empfehlen, nur noch zwei Fleisch-/ Fischportionen pro Woche zu konsumieren.

Grösste Umweltbelastung in Privathaushalten: Die Ernährung.
Grösster Anteil daran: Der Konsum tierischer Produkte (44%).
Gemäss ESU-Services

Coop berichtete, dass ihm das Problem der Umweltbelastung von Fleisch- und Milchprodukten bekannt sei, er jedoch keine Lösung für dieses Problem sehe.
Wie wir bereits bei unserer Präsentation von 2010 feststellten, ist das Problem unter den Experten bekannt: Tierische Produkte schaden der Umwelt und sind nicht nachhaltig. Nun wird dieses Problem also offiziell in den Experten-Sitzungen besprochen. Jedoch sind die Lobbys, welche diese Erkenntnis der Öffentlichkeit vorenthalten wollen, noch immer etwas stärker. Es ist aber sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das BAG oder die SGE öffentlich für eine pflanzliche Ernährung einstehen werden.

Renato Pichler

 

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