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Darfs es betzeli meh si?

Als ich vor über 20 Jahren mit der Rohkost begann, war ich ein Exot. Die Menschen betrachteten mich, als käme ich von einem andern Planeten, dabei kam ich lediglich aus der Zukunft.


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buffetDie meisten Menschen waren so an ihre Gewohnheiten gekettet, dass sie – und das vor allem in ihrer Ernährung – sich nicht einmal vorstellen wollten, zukünftig etwas zu ändern. Viele waren eher bereit, ihre Gebrechen zu erdulden, ja gar zu sterben, als die belastenden Ernährungsgewohnheiten über Bord zu werfen. Die meisten Menschen brachten Rohkost unweigerlich mit Askese, Verzicht und Kulturlosigkeit in Verbindung. Aber dass Rohkost gute Stimmung bringen kann, Fröhlichkeit generiert und Glück bedeuten kann, überstieg die Vorstellungskraft. Auch wenn das nur eine Zeitspanne von 20 Jahren ist, so hat uns doch ein gutes Stück dieser Zukunft eingeholt und ist Gegenwart geworden. Wir haben Kultur in die Rohkost gebracht.

Heute weiss man wissenschaftlich, dass mit der Ernährung die Psyche und das Gemüt markant beeinflusst werden können. Es ist längst bewiesen, dass die vegane Rohkost auch im physischen Wohlbefinden aufbauend wirkt. Trotzdem wurstelt die klassische Schulwissenschaft immer noch in der Aufspaltung des Ganzen herum und bezieht sich auf einzelne Stoffe in der herkömmlichen Ernährung. Was hindert diese Leute daran, die Ganzheit der veganen Rohkost ins Visier zu nehmen?

Viele der Gelehrten greifen eben nur auf die Ressourcen zurück, welche ihnen in der Ausbildung beigebracht wurden. Auch wenn das nicht die einzige Ursache ist, so will ich hier doch eine Begebenheit erörtern.
Bei einem Gespräch mit einem Arzt aus der Schulmedizin erwähnte der Mann so ganz selbstverständlich innerhalb seines Satzes «... und da die Rohkost ja schwerer verdaulich ist als die gekochte Nahrung ...»
Da unterbrach ich ihn mit der Frage: «Woher wissen Sie, dass das so stimmt?»
«Ja das lernt man schon im Studium», war die Antwort.
Meine Gegenfrage: «Wie würden Sie wissen, wenn dem nicht so wäre?»
«Das stimmt schon, das weiss man!», entgegnete mir mein Gesprächspartner, nun sichtlich erregter.
Jetzt wollte ich von ihm wissen: «Wen genau meinen Sie mit man, und wie viel Erfahrung haben Sie persönlich auf dem Gebiet der Rohkost, dass Sie diese Äusserungen mit einer solchen Gewissheit aussprechen können?»
Nach einem Moment des Nachdenkens meinte mein Gegenüber: «Stimmt – eigentlich habe ich keine eigene Erfahrung ... Persönlich kenne ich keine Vergleiche – allerdings ist das auch nicht mein Spezialgebiet.»
Das Gespräch nahm trotzdem einen äusserst interessanten Verlauf.
Damit will ich auch darauf hinweisen, dass wenn wir immer bei dem bleiben, was wir bis jetzt gelernt haben und dies als allgemeingültig erachten würden, könnten wir keine Fortschritte machen. Dann gäbe es keine menschliche Evolution mehr.

Anmerken möchte ich noch Folgendes: Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass die allermeisten Ärzte ganz nette Menschen sind. Man sollte ihnen nur einfach als anständiger Mensch begegnen und nicht als Autoritätsempfänger.

Schon viele Menschen haben ihre persönliche Komfortzone auch in der Ernährung verlassen und sind bereits in einer viel komfortableren Zone angelangt. Vielleicht gehören auch Sie dazu! Sicher hatten Sie auch schon das Gefühl «Ja, es darf es betzeli meh si!».

Bitte bleiben Sie fröhlich und geniessen Sie das Leben.

Urs Hochstrasser

Weitere Infos:

Urs Hochstrasser: www.urshochstrasser.ch

Zur veganen Rohkost:

Baselife: Rohkost-Homepage
Rohkostrezepte der Vegetarischen Initiative in Hamburg
Urkost-Homepage von Brigitte Rondholz
www.rohkost-rezepte.de: leckere Rezepte

Siehe auch:

Vegane Urkost mit Kind, Vegi-Info 2009-2
Orangentorte (Vegi-Info 2008/4)
Schoko-Minz-Konfekt (Vegi-Info 2008/4)