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«Vegan als neue Norm – für mehr Gesundheit und Wohlbefinden für Menschen und Tiere»

Dr. Laurence Froideveaux (35), Chiropraktikerin


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LaurenceNach ihrem Chiropraxis-Studium am New York Chiropractic College, das sie mit dem Doktorat abschloss, entschied sich Laurence, ein zusätzliches Diplom in Ernährungswissenschaften anzustreben. Die Ärztin studierte sogleich an der Cornell University im Studiengang plant-­based nutrition weiter mit dem Ziel, Ernährungsberaterin in pflanzlicher Ernährung zu werden. Momentan arbeitet Laurence an ihrem Master in «live food nutrition». Gleichzeitig besucht sie die Kurse des speziell für medizinische Therapeuten entwickelten Studiengangs «diet and lifestyle intervention program» des Instituts für Gesundheit in Ohio (Institute for Health, Ohio). Dank diesem Fernstudium kann die Chiropraktikerin sich gleichzeitig mit Hingabe der Ausübung ihres Berufs widmen. Sie führt eine Gemeinschaftspraxis in Neuenburg, wo sie die Leute in Ernährungsfragen berät.

Laurence ernährt sich seit 5 Jahren vegan. Mit 18 Jahren wurde sie Vegetarierin. Damals war ihr klar, dass sie nie ein Tier töten würde, um es zu essen. Nachdem sie später auch den Konsum von Milchprodukten und Eiern einstellte, fühlte sie, wie eine Last von ihrem Gewissen wich: Sie realisierte zum ersten Mal, dass das Ohnmachtsgefühl gegenüber des Elends auf der Welt keine Fatalität ist und wie viele unglaublich leckere Dinge man essen kann, ohne weiterhin Leiden zu verursachen: «Keine tierischen Produkte zu essen, ist ein direktes Mittel, das Leiden auf der Welt zu verringern; es ist sehr dankbar, nicht am Geschäft des Elends und des Todes mitzuwirken.»
In Gesellschaft und unter Freunden spricht Laurence nur über ihre Wahl der veganen Ernährung, wenn sie danach gefragt wird. Sie stellt diesbezüglich fest, dass es zunehmend Leute gibt, die es interessant finden, eine andere Art der Ernährung und des Kochens auszuprobieren. Das Teilen einer gemeinsamen veganen Mahlzeit besteht daher vor allem im Respekt der Tischgenossen und der Diversität derer Sichtweisen: «Der Schlüssel zur Neugier der andern ist das eigene Beispiel. Es ist für alle Interessierten der beste Beweis. Ich versuche daher, ein positives Bild dieser Lebensart zu vermitteln. Wichtig scheint mir, dass wir offen über vegane Ernährung als Freude und Lust am Leben sprechen, anstatt sie mit Begrenzungen und Schwierigkeiten zu assoziieren.»
Sport spielt in ihrer Freizeit eine grosse Rolle: Laurence macht regelmässig Fitness und geht mehrmals pro Woche mit ihrer Hündin Pixie joggen. Als leidenschaftliche Köchin zählt die Zubereitung von leckeren, gesunden Gerichten zu ihren wahren Herzensangelegenheiten.

Zur sozialen Akzeptanz der vegetarischen und veganen Ernährung in der Schweiz beobachtet Laurence, dass in vielen Vorstellungen noch immer ein Bild des Vegetariers als «kränklicher, ärmlicher Hippie» oder aber «agressiver, selbstgerechter Aktivist» fortbesteht. Die Ärztin und Ernährungsberaterin wünscht sich, dass wir dieses überholte Gedanken-Schema endlich ablegen: «Der Input, den wir der Gesellschaft und den zukünftigen Generationen geben wollen, ist derjenige der Liebe, der Gesundheit und des Respekts. Im 21. Jahrhundert ist es höchste Zeit, dass wir aufhören, uns wie Barbaren zu benehmen. Vegane Ernährung kann und soll sich von nun an als neue Norm etablieren.»
Ihr Beruf erlaubt es Laurence, sich intensiv und effizient für die vegetarisch-veganen Anliegen einzusetzen. «Als Chiropraktikerin berate ich täglich Patienten in Gesundheitsfragen und berate sie bei der Umstellung ihres Lebensstils. Ein effizientes Mittel zur Schmerzlinderung und Gesundheitssteigerung ist die pflanz­liche Ernährung. Gleichzeitig merken die Leute, dass sie dadurch auch unseren Planeten respektieren und ihren ökologischen Fussabdruck minimieren ...» Im Gespräch mit ihren Patienten stellt Laurence immer wieder fest, dass die Menschen heute viel offener und empfänglicher für diese Werte sind als früher. Die Ernährungsberaterin sieht jedoch auch die Schwierigkeiten, mit denen die Menschen konfrontiert sind, die ihre Ernährung umstellen wollen: «Oft stelle ich fest, dass es vielmehr an Initiative und Ideen mangelt denn an Interesse. Daher ist eine professionelle Unterstützung und Begleitung der Leute wichtig, in denen sie individuelle Tipps und Beispiele erhalten, wie sie die Umstellung praktisch anpacken können. Wichtig ist auch, dass die Leute merken, dass niemand perfekt ist und man auch in kleinen Schritten zu dankbaren Ergebnissen kommt.»

Olivia Villard

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