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Rohköstlich vorsorgen

Nicht nur im Herbst gilt es, sich vorzubereiten, um in den kommenden Monaten genügend gesunde und schmackhafte Nahrungsmittel zu haben. Auch im Frühling kann man einiges tun, damit der Speiseplan im Sommer und Herbst abwechslungsreicher wird.

Wer nicht ausschliesslich von Versandhändlern und Läden abhängig sein will, sollte sich einen Garten anlegen. Wem es nicht möglich ist, einen eigenen persönlichen Garten anzulegen, kann sich bei einem Gemeinschaftsgarten anschliessen. So ist es auch ohne eigenes Land und als Stadtbewohner möglich, eigene frische Nahrungsmittel zu produzieren.

Regional

Ja, auch bei einem eigenen Garten stellt sich die Frage: Regional oder nicht? Natürlich sollte der Garten in der Nähe des Wohnortes liegen, hier ist jedoch die Herkunft der Pflanzen gemeint.
In der Schweiz gibt es viele einheimische essbare Pflanzen, die es wert sind, gefördert zu werden. Damit tut man nicht nur der eigenen Gesundheit etwas Gutes, sondern auch der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt. Insbesondere viele Insektenarten sind froh um einheimische, ihnen bekannte Pflanzen.
Hinzu kommt, dass man bei der Kultur von einheimischen Pflanzen oft auch weniger Aufwand hat, da diese dem Klima optimal angepasst sind.

Wildpflanzen

Sogenannte essbare Wildpflanzen kann man in der freien Natur sammeln und direkt geniessen. Wer jedoch nicht für jede Mahlzeit in den Wald oder auf eine entfernte Wiese gehen möchte, kann sich diese Pflanzen auch in den eigenen Garten holen. Der Pflegeaufwand ist dann (je nach Boden) meist minimal.
Bei den Fruchtpflanzen sind die Früchte der Wildsorten meist etwas kleiner als die der hochgezüchteten Sorten, dafür oft aromatischer.
Einige Beispiele von essbaren, einheimischen Pflanzen, die jeden Garten bereichern können: Borretsch, Ringelblume, Minzen- und Melissenarten, Felsenbirne.

Zufrieden mit dem Vorhandenen

Doch weshalb überhaupt in die Ferne schweifen? Oft findet man im eigenen Garten schon gesunde Nahrungsmittel, bevor man begonnen hat, ihn zu bearbeiten. Einige verbreitete essbare Pflanzen auf unseren Wiesen:
Löwenzahn: Vor allem auf den durch tierische Fäkalien überdüngten Böden findet man sehr oft den im Sommer gelb blühenden Löwenzahn. Statt sich darüber zu ärgern, dass er sich sehr stark ausbreitet, macht man einfach einen gesunden Salat aus seinen Blättern. Mit etwas Zitronensaft schmeckt er nicht so bitter. Auch die starken Wurzeln und die Blüten sind essbar.
Wegerich: Sowohl der Spitz- als auch der Breitwegerich lässt sich als gesunde Zutat im Salat verwenden. Dazu die Blätter fein schneiden.
Gänseblume: Ja, auch diese kleinen Blümchen kann man essen.
Brennnessel: Diese Pflanze wird meist völlig unterschätzt. Ihr Mineralstoffgehalt ist so hoch, dass man sie eigentlich nicht zu den «Unkräutern» zählen dürfte. Würde sie sich nicht oft selbstständig an vielen Orten ansiedeln, müsste man sie unbedingt selbst anpflanzen.
Gras: Selbst das ganz normale Gras bietet viele Nährstoffe. Da der Mensch jedoch die Zellulose nicht verdauen kann, sollte nur der Grassaft verwendet werden. Zur Herstellung von diesem eine Weizengrassaftpresse verwenden.
Diese Pflanzen muss man nirgends kaufen, man muss ihnen nur den Raum im Garten geben, damit sie sich entfalten können.

Vermehrung von Nahrungsmitteln

Jetzt im Frühling ist der ideale Zeitpunkt, um der Natur den Auftrag zu geben, für uns zu sorgen. Zum Beispiel kann man aus einem einzigen Kürbiskern in wenigen Monaten kiloweise Kürbisse ernten.
Obstbäume benötigen etwas länger bis zur ersten Ernte, dafür wird diese dann umso reichlicher und jedes Jahr wiederkehrend.
Es lohnt sich, mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie (mit Kunstdünger, Pestiziden etc.). Dies spart Zeit und Geld. Siehe dazu auch den Artikel im Vegi-Info 2012-3: «Der eigene Garten».

Renato Pichler