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Selbstversorgung

Auch wenn die Welt 2012 nicht untergeht, ist es hilfreich zu wissen, was für Folgen auch nur schon ein längerer Stromausfall hätte und wie man sich darauf vorbereiten kann.

Stromausfall:

Was sind die Folgen?
Die Folgen eines grossräumigen Stromausfalls sind grösser, als allgemein angenommen wird.
Grundsätzlich gilt: Alles, was man von aussen erhält, kommt zum Erliegen: Strom, Wasser, Gas, Radiosender, TV, Internet, Handynetz. Je nach Art des Stromausfalls kann auch das Festnetztelefon nicht mehr funktionieren (hat eine eigene Stromversorgung).
Die wichtigsten Folgen wären somit:
• Kein fliessendes Wasser (weil die Pumpen nicht mehr betrieben werden können)
• Kein Benzin mehr erhältlich (da die Pumpen der Tankstellen ohne Strom nicht funktionieren)
• Heizung fällt aus (weil auch hier die Wärme mit Strompumpen im Haus verteilt wird)
• Kühlschränke und Tiefkühler fallen aus (vor allem für tierische Nahrungsmittel ein grosses Problem)
• Die elektronische Kommunikation bricht zusammen (Handy, Internet, Radio, Telefon)
• Detailhandel bricht zusammen, weil die elektronischen Zahlungssysteme und Warenbewirtschaftung nicht funktionieren

In Grossstädten bricht schnell der ganze Verkehr zusammen, da alle Ampeln nicht mehr funktionieren. Ausserdem werden viele Autos ohne Benzin stecken bleiben.
Die ausgefallene elektronische Kommunikation stellt auch ein grosses Problem dar, da dadurch die Bevölkerung über die Situation nicht informiert werden kann und selbst die Polizei/Feuerwehr/Sanität kaum noch erreichbar ist.
Wer zumindest im eigenen Haus immer Strom haben möchte (z.B., damit die Zentralheizung weiter funktioniert), kann dies mit einer eigenen Notstromversorgung erreichen. Eine solche Anlage1 ist jedoch nicht gerade billig ...

Wasser

Ohne Strom erreicht kein Leitungswasser mehr die Häuser. In der Schweiz gibt es aber glücklicherweise genügend Trinkwasser. Aus allen Brunnen erhält man gutes Trinkwasser (ausser es ist als nicht trinkbar gekennzeichnet). Deshalb reicht es, genügend Behälter (z.B. leere Petflaschen) zum Transportieren des Wassers bereitzuhalten. Zum Transportieren am besten entweder zu Fuss einen Gepäckrolli oder ein Fahrrad mit Gepäcktasche verwenden.
Ein Gaskocher oder ein Sonnenkocher eignet sich auch zum Aufbereiten von Trinkwasser2 (Regenwasser sammeln oder Bachwasser verwenden und erhitzen).

Kochen

Auch bei Stromausfall kann man sich natürlich von Rohkost ernähren (siehe Vegi-Info-Serie). Wer jedoch auch dann noch kochen können möchte, sollte sich darauf vorbereiten.
Am einfachsten sind mit Gasflaschen betriebene Kocher (z.B. Campingkocher). Möglich ist es aber (bei Sonnenschein) auch mit einer Kiste, welche die Sonnenwärme einfängt und konzentriert (Sonnenkocher3).

Kontakt zu (Bio-)Bauern

In Krisenzeiten ist der Kontakt zu Gemüse- und Früchtebauern hilfreich.
Im Gegensatz zu den konventionellen Fleisch- und Milchbauern, die von importiertem Kraftfutter abhängig sind, können Biobauern ihr Gemüse und ihre Früchte auch unabhängig von der Weltwirtschaftslage produzieren.

Zusammenfassung

Pflanzliche Nahrungsmittel haben den Vorteil, dass sie ohne Kühlung (Strom) besser zu lagern sind. Ausserdem können sie auch im Garten angepflanzt und bei Bedarf dort direkt frisch geerntet werden.

Tierische Nahrungsmittel benötigen in der Produktion generell viel mehr Energie. Zur Aufrechterhaltung der Nahrungsmittelversorgung in Krisenzeiten sind sie deshalb ungeeignet.
Die meisten pflanzlichen Nahrungsmittel lassen sich zudem auch roh (ohne Stromverbrauch) konsumieren.

Renato Pichler


Weitere Infos: