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«Es ist sozial gesünder, kein Geld zwischen menschlichen Beziehungen zu haben»

Gemeinsam mit zwei Freunden beschloss Raphael, von Den Haag nach Mexiko zu reisen. So weit, so gut und eigentlich nichts Spektakuläres, doch die drei nahmen sich vor, die 32000 Kilometer ganz ohne Geld hinter sich zu legen. Dieser Trip hat Raphaels Leben komplett verändert. Er lernte seine grosse Liebe kennen, und als Nieves schwanger wurde, sind die beiden zurück nach Europa gereist. Mit der festen Überzeugung, auch in Zukunft auf Geld als Zahlungsmittel zu verzichten.

Raphael Fellmer mit Nieves und Tochter Alma Lucia

(Die Kurzversion des SVV-Gesprächs kann als PDF angeschaut werden.)

Raphael, weshalb hast du dich entschieden, ohne Geld zu leben? 

Schon als kleiner Junge, versuchte ich, die Welt zu begreifen. Ich wollte verstehen, warum Menschen ihre Mitmenschen seit Jahrtausenden bekriegen, hassen, quälen und wir alle gemeinsam unsere Mutter Erde zerstören. Später reiste ich durch dutzende Länder, lernte die wunderbare Kulturvielfalt unseres Planeten kennen und kam immer mehr zu der Erkenntnis, dass ich niemanden für die Misere der Menschheit verantwortlich machen kann, ausser mich selbst. Ich verstand zunehmend, dass Ungerechtigkeit, Leid und Hunger auf der Welt mit mir und meinem Verhalten zu tun haben und dass ich - wie die meisten anderen konsumierenden Menschen auf Erden - direkt mit all dem Elend und der Umweltzerstörung in Verbindung stehe.

Auf einer Reise ohne Geld von Holland nach Mexiko erkannte ich, dass die menschlichen Beziehungen durch Geld korrumpiert sind. Wir leben heute in Zeiten, in denen Geld ein omnipräsentes Phänomen ist. Es macht uns Sorgen, lässt uns verzweifeln, ängstlich sein, blockiert unseren Geist, unsere Kreativität und unser Herz. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir viel oder wenig davon besitzen. In beiden Fällen ist Geld oft der Lebensmittelpunkt, ob nun aus Mangel oder Überfluss spielt dabei keine Rolle. Münzen und Scheine dominieren unsere Gedankenwelt, sie kontrollieren unsere Erde, unsere Zukunftspläne und sind verantwortlich für Krieg und Hunger. Familien, Freundschaften, Ehen und Arbeitsverhältnisse scheitern und zerbrechen oft wegen diesem “Nichts”, dem wir soviel Wichtigkeit beimessen.

Die Beziehung zu uns selbst, zu unserer inneren Stimme, dem Herzen und zu unseren Mitmenschen sowie der Natur wird ausgebremst, verkrüppelt und verkommt oft durch die unbewusste Macht des monitären Systems. Ohne unsere Überzeugung, dass Geld wichtig sei und Wert für uns besitze, wäre es wertlos. Doch Geld ist nicht nur unmittelbar und sichtbar ein gefährlicher Faktor für unsere menschlichen Beziehungen. Nein, es ist subversiv und unsichtbar aktiv und wirkt wie Krebs. Denn jeder Euro, der in Pensionsfonds, auf Banken, in Aktien, Versicherungen, auf Sparbüchern etc. liegt, "arbeitet" für seine Vermehrung, wird also in Projekte, Firmen und Strukturen investiert, die aktiv für Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung auf unserer Erde sorgen. Geld ist ein Geschwür, das uns zu Sklaven der Gesellschaft macht. Nie bekommt man genug, nie hat es ein Ende und viele Menschen leben, um zu arbeiten, leben um Geld zu verdienen, um es dann wieder auszugeben – oft sogar für Dinge, die sie kein bisschen glücklicher machen.
Die Welt erstickt in privaten und öffentlichen Schulden und um diese zu tilgen, werden neue Schulden gemacht. Nur wenige Menschen verstehen das komplexe und meist nicht öffentlich diskutierte Finanzwesen unserer Welt. Dabei ist es so deutlich, dass - wenn man Schulden mit neuen Schulden tilgt - etwas nicht stimmen kann. Wo kommt das Geld eigentlich her, wo führt uns dieses wahnsinnige Geldsystem hin und wann wird es wie ein Kartenhaus einstürzen?

Zum Glück gibt es schon seit einigen Jahre immer mehr Menschen, die erwachen und sich von dem Rausch der Schulden und der Scheinwelt, im doppelten Sinne des Wortes, verabschieden. Jedes Mal, wenn wieder eine Hiobsbotschaft über das kranke Finanzwesen, die aktuelle Eurokrise und all den anderen dazugehörigen Themen an die Oberfläche gelangt, kann man Hoffnung schöpfen. Das Wahrnehmen der Realität unserer kapitalistischen Welt , die weder ökologisch noch finanziell nachhaltig ist, lässt die Zeit bis zum endgültigen Zusammenbruch des Kapitalsystems kürzer werden.

Der Schritt zum Geldstreik, welchen man auch als Konsumstreik bezeichnen könnte, war aber ebenso stark von der Hunger- und Klimaproblematik sowie Tierindustrie motiviert. Wir Menschen sind mit unserem Lebensstil - und jeder einzelne von uns mit seinem Konsum - für die Unterernährung unserer Mitmenschen, Leid, Klimawandel uvm. verantwortlich.
Obwohl wir weltweit so viel Nahrung produzieren, dass wir ohne Probleme mehr als 14 Milliarden Menschen mit einer ausgewogenen veganen Ernährung versorgen könnten, gibt es heute mehr Menschen. die an Unterernährung und ihren Folgen leiden und sterben als jemals zuvor. Gleichzeitig lassen wir laut UN über ein Drittel aller Lebensmittel verkommen bzw. sogar mehr als die Hälfte in kapitalistisch geprägten Überflussgesellschaften wie hier in Europa.

Der Hunger spiegelt dabei die dekadente Situation von Mangel und Opulenz unseres Zeitalters wider: Jeder siebte Mensch auf Erden hungert und alle paar Sekunden stirbt sogar jemand an den Folgen. Dabei gibt es heute mehr Menschen die an Übergewicht als an Unterernährung leiden. In weiten Teilen der Erde existiert nur wenig Kenntnis über die Folgen unserer Konsumgesellschaft und über die Energie, das Wasser und den Schweiß, der in jedem Produkt oder Dienstleistung steckt. Die geleistete Arbeit, Umweltschäden und das Leid der Tiere, das in tierischen Produkten steckt, bleiben meist im Verborgenen.
Viele haben sogar Angst, der Realität ins Auge zu schauen: Jedes Kilo Fleisch verbraucht zwischen 6000-17000 Liter virtuellem Wasser, also Wasser, das zur Erzeugung eines Produkts benötigt bzw. verschmutzt wurde, sowie zwischen 6-17 Kilo Tierfutter, was dazu führt, dass weltweit mehr als die Hälfte der gesamten Getreideernte und sogar 90% der Sojaernte für Tiere bestimmt ist.
Die Grundwasserpegel sinken besonders in den wasserarmen Regionen der Welt dramatisch, und zwar aufgrund unseres Konsums von Baumwolle, Lebensmitteln, Kaffee, Kakao, Rosen, Mineralien, Rohstoffen und weiteren Importen aus den Ländern mit Wassermangel. Damit verschärfen wir Hunger, verunreinigen und verbrauchen Grundwasser, Seen, Flüsse und das Meer.
Landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel haben mit 86 % den höchsten Anteil am weltweiten Wasserfußabdruck. Neben dem Wasser verbrauchen alle Produkte, Dienstleistungen und Lebensmittel auch Strom, und zwar die so genannte "Graue Energie".
Dieser kumulierte Energieaufwand berücksichtigt den Verbrauch von Energien, die in Form von Erdöl, Kohle, Gas, Atomkraft usw. für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung aufgewandt wurde. Die Bilanz berücksichtigt auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung und der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse. So ist z.B. die Energiebilanz von einer 330ml Aludose äquivalent zu dem Tagesstromverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes eines Pärchens in Deutschland und die Energiebilanz eines Neuwagens entspricht sogar dem Stromverbrauch dieses Pärchens in 20 Jahren!


Geht es einfach darum, ein Zeichen zu setzen gegen den Kapitalismus oder steckt mehr dahinter?

Wir versuchen durch unseren Konsumstreik zu zeigen, dass wir in einer perversen Überflussgesellschaft leben und aus ethischen, ökologischen und sozialen Gründen die Zerstörung unseres Planeten und das Leid unserer Mitmenschen beenden müssen. Anstatt gegeneinander zu wirtschaften versuchen wir, ein neues Fundament für eine Gesellschaft, die auf Gemeinsamkeit und Frieden basiert, aufzubauen. Es besteht kein Zweifel, dass wir von der bisherigen Doktrin des "freien Marktes" und des ungezügelten Kapitalismus Abstand nehmen müssen, um das Bestehen der Menschheit im Einklang mit der Natur zu ermöglichen.

Wir Menschen sind verantwortlich für das 6. Artensterben welches nach dem 5. Artensterben durch den Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren, das stärkste überhaupt ist. Würde die gesamte Menschheit leben wie die Europäer, bräuchten wir mindestens vier Planeten, da die Spezies Mensch sich mittlerweile auf über 83 Prozent der Erdoberfläche ausgebreitet hat. Unser Wohlstand basiert auf der Ausbeutung von Ressourcen, Menschen, Tieren und somit auf Kosten der Natur. Wir Menschen haben das fragile Ökosystem aus dem Gleichgewicht gebracht, aber anstatt weniger Treibhausgase in die Luft zu blasen, verstärken wir jedes Jahr die Konzentration von CO2, Methan und Lachgas in der Atmosphäre, und das schon seit der industriellen Revolution vor über 150 Jahren. 
Wir Menschen brauchen aber gar kein Geld, um in Harmonie und Frieden zu leben. Ganz im Gegenteil. Das Geld, der damit einhergehende Kapitalismus und das grenzenlose Streben danach, ist die Hauptursache für die Misere, in der sich die Erde im Moment befindet. Dabei könnten wir alle zusammen ohne Geld, Gesetze und Ländern, aber in Freiheit und ohne mentale und materielle Grenzen leben. Jeder von uns kann etwas unternehmen, um diese grausame Lage von unseren Mitmenschen und den Tieren zu beenden. Dies, sollte jedoch nicht nur eine Möglichkeit, sondern unsere urmenschlichste Pflicht sein.

Wenn wir alle Lebewesen so behandeln würden, wie wir behandelt werden möchten, dann ist eine Welt in Frieden und ohne Hunger und Krieg keine Utopie für das nächste Jahrhundert, sondern eine Realität, die wir heute gemeinsam schaffen können. Ein altes lateinamerikanisches Sprichwort besagt: "Wenn jemand alleine träumt, bleibt sein Traum immer nur ein Traum, doch wenn wir beginnen, gemeinsam zu träumen, ist es schon der Beginn der Realität".

Reformprodukte aus dem Container

Ihr lebt in dem Fall seit gut 3 Jahren ohne Geld. Wie funktioniert das genau?

Ja - vor fast drei Jahren brachen Nicola Zolin, Benjamin Lesage und ich von Den Haag, Niederlande nach Mexiko auf. Im Januar 2010 begann die Reise der Menschheit, die wir per Anhalter und ohne Geld von Europa bis nach Mexiko auf dem Land- und Seeweg zurücklegten. Es war ein Abenteuer vom ersten Moment an, wo wir im Kopf beschlossen hatten, den Weg zu gehen, der noch keine Fußspuren aufweiste. Dank der Hilfe von tausenden von Menschen, die uns - egal wo wir hinkamen - ihr Vertrauen, ihr Essen und ihre Liebe schenkten, war die Reise überhaupt erst möglich.

Meine Partnerin, Nieves Palmer, die in Guyana dazustoß, wurde in Mexiko schwanger, und so gingen wir nach 32 000 km mit über 500 Fahrzeugen, die uns über Land und Wasser mitnahmen, nach Berlin. Die 15 Monate haben unser Leben komplett verändert. Ich spürte, ich konnte und wollte nicht mehr an der Überflussgesellschaft teilnehmen, nicht mehr konsumieren, nicht mehr vor dem Leid der über einer Milliarde hungernder Mitmenschen wegschauen. Ich beschloss schon bei der Atlantiküberquerung von den Kanarischen Inseln nach Brasilien, auch nach der Reise den Geldstreik fortzusetzen, um das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit auf die unerträgliche Situation von so vielen Menschen und deren Elend sowie die Umweltzerstörung zu lenken und gleichzeitig Lösungsmöglichkeiten zu finden, um mehr in Frieden und Einklang mit Menschen, Tieren und der Natur zu leben.
Vor knapp einem Jahr ist unsere liebste Tochter Alma Lucia zur Welt gekommen, ein Geschenk des Himmels und der Beginn unseres Familienlebens von Nieves (27) aus Mallorca und mir (29) aus Berlin. Zunächst wohnten wir in Kleinmachnow nur unweit vor den Toren der Hauptstadt, wo wir bei lieben Freunden im Souterrain leben durften. Über zehn Monate ging ich 3-4 Mal die Woche nachts auf Lebensmittelrettertour, um aus den Containern von Supermärkten alles noch ess- und brauchbare zu holen. Später begannen wir die Zusammenarbeit mit Bio Company, einem Bioladen in Berlin, wo wir jetzt mehrmals die Woche Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, abholen, bevor sie weggeworfen werden.
Gleichzeitig engagiere ich mich in dem Betrieb als Nachhaltigkeitsberater und bin froh, so nicht nur unseren familiären ökologischen Fußabdruck reduzieren zu können, sondern den Umweltschaden der Menschheit als Ganzes. Wir müssen alle zusammenhalten und uns gegenseitig helfen: Um den Klimawandel zu stoppen, vermag es die Anstrengung aller Menschen.
Wir benutzen gebrauchte Kleider, Möbel, Stoffwindeln usw., denn fast alles, was wir heute brauchen oder meinen, besitzen zu müssen, gibt es schon, und es reicht vollkommen, Dinge zu teilen, auszuleihen, Altes zu reparieren, zu tauschen und gemeinschaftlich zu nutzen.
Das Friedenszentrum Martin Niemöller Haus ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein so schönes Anwesen gemeinsam von Hunderten, ja von Tausenden genutzt werden kann und am Ende alle mehr davon haben. An diesem schönen Ort dürfen wir nun schon seit mehreren Monaten zusammen mit Renate und Angelika wohnen. In dem historischen Gebäude wurde Pfarrer Niemöller im Jahre 1937 aufgrund seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus inhaftiert. Er überlebte den Krieg in Gefangenschaft und setzte sich auch danach für Frieden und Völkerverständigung ein. Seit über 30 Jahren wird das alte Pfarrhaus nun von Friedensgruppen wie Amnesty International, Aktion Sühnezeichen, Versöhnungsbund, Service Civil International und vielen anderen Organisationen und Gruppen genutzt und man spürt die gute Energie, die hier vorhanden ist. Ein idealer Platz für uns als Umwelt- und Friedensaktivisten, wo wir uns so richtig wohl fühlen. 
Um uns fortzubewegen, benutzen wir praktisch nur das Fahrrad und unsere liebe Tochter ist im Anhänger bzw. Kindersitz dabei. Wenn ich zu Vorträgen, Konferenzen und Medienauftritten größere Strecken zurücklegen muss, dann trampe ich und nutze so die über 43 Millionen Autos, die in Deutschland zugelassen sind, denn wenn die Stahlriesen mal in Bewegung sind, bleiben im Schnitt 3,7 Sitze unbesetzt.

Wir versuchen nicht, eine Tauschgesellschaft aufzubauen, sondern vielmehr eine miteinander harmonisierende Gemeinschaft zu bilden, von der wir alle Teil sind, wo jeder sich mit seinen Gaben und Talenten für das Wohl aller einbringt. Jeder Mensch hat eine Berufung, besondere Qualitäten, Erfahrungen, Wissen und Gaben, die es zu teilen gilt. Das Schönste daran ist, dass man nicht nur mit Leidenschaft und Freude am Helfen und Teilen dabei ist, sondern sich alles multipliziert und niemand weniger, sondern alle mehr voneinander haben.
Anstatt Miete zu zahlen, kümmern wir uns um Garten, Gemüsebeet und Ordnung im und um das Martin Niemöller Haus. Wir organisieren Workcamps und Veranstaltungen, machen Büro- und Renovierungsarbeiten und helfen, wo wir können. Gemeinsam machen wir Interviews und Reportagen für Radio, Presse und Fernsehen. Ich halte Vorträge an Schulen, Universitäten und bei Konferenzen, schreibe Artikel, ein Buch und helfe Organisationen und Firmen, nachhaltiger zu wirtschaften.
Unser Ziel ist es nicht auf Dauer von der Überflussgesellschaft zu leben, die ja ohnehin bald zu Ende gehen wird, sondern schon ab nächstem Jahr werden wir nach Italien ziehen, um dort gemeinsam mit anderen Veganern Permakultur zu betreiben und uns weitestgehend selbstständig mit Energie, Wasser, Gas und natürlich Lebensmitteln zu versorgen.

Geben ist Nehmen; jemandem zu helfen bedeutet, sich selbst etwas Gutes zu tun. Dies ist Nahrung für die Seele und ein elementarer Teil unseres Seins.

Du und deine Familie leben vegan und einen Grossteil der benötigten Lebensmittel bezieht ihr durch Container. Dadurch hat sich mittlerweile eine tolle Kooperation mit der Bio Company, einem Bioladen in Berlin, ergeben. Kannst du uns mehr zu diesem Projekt sagen?

Richtig, wir haben die erste Zeit hier in Berlin alles nötige für eine gesunde, vegane und ausgeglichene Ernährung aus den Tonnen geholt. Das Ziel war aber immer, das Bewusstsein für die Problematik der Lebensmittelverschwendung zu schaffen bzw. das Wegwerfen von Nahrung zu beenden, so dass es dann nichts mehr aus den Mülleimern zu retten gibt. Dann gingen wir einen Schritt weiter: da wir ohnehin immer mehr fanden, als wir essen konnten, teilten wir die Schätze aus den Tonnen mit Nachbarn, Freunden und Bedürftigen. In der Hoffnung und dem Vertrauen, dass Menschen mit dem gleichen Traum von einer Welt ohne Lebensmittelverschwendung in den Bioläden sitzen, schrieben wir drei Bioläden eine eMail. Wir mussten lange warten, dann kam eine Absage: "es gäbe nichts Essbares, was weggeschmissen würde". Eine andere Kette antwortete nie und dann kam die langersehnte Mail direkt vom Chef von der Bio Company. Wir sprangen in die Luft und waren sehr glücklich, denn es war ein Durchbruch auf dem Weg zu einer Gesellschaft ohne Lebensmittelverschwendung. Ein Etappensieg!

Wir wurden herzlichst auf ein schönes Gespräch eingeladen und seit April haben wir nun eine sehr fruchtbare Kooperation mit der Bio Company. Georg Kaiser, dem Geschäftsführer, lag das Thema schon immer am Herzen. So wollte er die Weitergabe der noch genießbaren, aber nicht mehr verkaufsfähigen Waren, die schon seit langem an Tafeln, Caritas, Vereine etc. weitergegeben werden, intensivieren und ausbauen. Uns war es aber auch wichtig, neben der Weitergabe von nichtverkaufsfähiger Ware an dem Gesamtkonzept zu feilen, wie ein moderner Bioladen sich noch ganzheitlicher ökologisch verhalten kann.
Die Zusammenarbeit läuft gut und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Statt zwei volle große Restmülltonnen, wird mittlerweile nicht mal mehr eine Tonne voll und somit wurde die überflüssige entfernt aber mehr Papier und Verpackungstonnen aufgestellt sowie noch verantwortlicher getrennt. In allen dreißig Filialen gibt es seit unser Kooperation einen bewussteren Umgang mit den Lebensmittelresten sowie dem Mülltrennen. Auch bei anderen Filialen, bei denen es noch Lebensmittelreste gibt die nicht mehr gekauft werden und auch nicht von den MItarbeitern gewollt werden, holen nun Freunde und Gleichgesinnte, dass ab was übrig bleibt. Alle Mitarbeiter zogen am gleichen Strang und viele waren angetan von dem, was wir da angestoßen hatten, denn im Gegensatz zu allen anderen Läden wurde hier bei Bio Company nun wirklich mehr auf Ressourcen geachtet und wir rannten mit unserem Anliegen offenen Türen ein.
Meine Nachhaltigkeitsberatertätigkeit trug Früchte und unser gemeinsames Ziel, mit gutem Beispiel in Sachen Ökologie und Umweltschutz voranzugehen, ging auf, wenngleich auch noch Potenzial für mehr vorhanden ist.

Es ist schön zu sehen, dass sich Transparenz und Ehrlichkeit auszahlen. Wenn wir offen miteinander umgehen, ist alles möglich.

Unser Anliegen ist es für mehr Nachhaltigkeit in unser Gesellschaft zu sorgen und allen Menschen, Organisationen, Firmen oder Parteien zu helfen respektvoller und mit einem ganzheitlicheren Ansatz mit der Umwelt umzugehen. So geht es uns bei der Bio Company darum zu helfen, umweltfreundlicher zu werden, aber auch ein positives Leuchtturmsignal zu setzen, wonach sich die Kunden und andere Betriebe nach richten können. Wenn nämlich erst einmal das Bewusstsein bei den Konsumenten geschärft ist, dass die meisten Supermärkte nicht wirklich verantwortlich und motiviert Umweltschutz betreiben, nicht allen Müll trennen, geschweige denn die Ware, die nicht mehr verkauft werden kann, weitergeben, dann werden sich wohl immer mehr Menschen Gedanken machen, ob sie diesen oder jenen Laden noch aufsuchen werden.

Jeder Konsument sollte sich bewusst werden, dass seine Wahl eines Produktes oder eines Unternehmens über Bankrott oder positive Entwicklung entscheidet, denn wenn wir wollten, gäbe es schon ab übermorgen keine Coca-Cola, McDonald, Müllermilch etc. mehr. Wir wollten jedoch noch weitergehen und dachten über eine praktische und effektive App nach, die dem Zeitgeist entspricht und Menschen, die Essen suchen mit denen die Essen zu verschenken haben, verknüpft.

Dann entdeckten wir Foodsharing.de, eine Plattform, auf der jeder Bauer, Supermarkt, Restaurant oder Privatperson noch genießbare Lebensmittel teilen kann und da das genau unsere Idee war, warteten wir nicht lange und kontaktierten die Initiatoren, Sebastian Engbrocks und Valentin Thurn, den Regisseur von "Taste the Waste". Das Projekt war schon in der Crowdfundingphase und ich setzte mich sofort mit Sebastian zusammen, um eine gute Funktionalität des Projekts zu gewährleisten, Synergieeffekte zu suchen und zu prüfen, wie wir dieses Lebensmittelretteridee besser an die Öffentlichkeit und auch an potenzielle Sponsoren bringen könnten. Obwohl das Projekt zunächst für Geld programmiert werden sollte, dachte ich, es wäre besser, das Rad nicht noch einmal zu erfinden und lieber dafür zu sorgen, dass es schon bald zu einem Crowdsourcingprojekt wird. Das bedeutet im Klartext: es wird keine Suche mehr nach potenziellen Investoren geben, sondern nach Informatikern, Designern und anderen, die ihre Qualität und Berufung für das Wohl aller und der Erde einsetzen wollen und so aus vollem Herzen und mit Leidenschaft an einer der wohl wichtigsten und sinnvollsten Apps überhaupt mitwirken können, diese am laufen zu halten und ständig weiter zu entwickeln.
Das Potenzial ist riesig. Allein in Europa wird jeden Tag mehr als die Hälfte aller Lebensmittel vernichtet und weltweit sind es immer noch ein Drittel. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die masslose Wegwerfgesellschaft, auf die wir konditioniert worden sind, und es beginnt ein Umdenken. Anstatt achtlos Essen wegzuwerfen, steigt das Bewusstsein für Umwelt, Tiere und das Mitgefühl für die Millionen von Kindern, die nicht einmal genügend Nahrung haben, um das Jahr zu überleben.


Was rätst du Leuten, die sich ebenfalls für so ein Leben entscheiden? Kann ich überhaupt von heute auf morgen ohne Geld auskommen?

Es geht uns mit dem Geldstreik ja nicht darum, Menschen anzustiften, auch ohne Geld auszukommen, sondern mit weniger glücklicher zu sein, unsere kapitalistisches Gesellschaft zu hinterfragen und neue Wege aufzuweisen, wie jeder Mensch von einem auf den anderen Tag seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren kann. Dafür haben wir auch viele Tipps auf unserer Website unter "Umwelttipps für den Alltag" zusammengestellt. Ich glaube, jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten, Talente und Qualitäten, die dem Wohlergehen aller zu gute kommen sollten. Diese Gaben sind wie Samen, die nur darauf warten, sprießen und blühen zu können, um sich dann wieder als neue Samen zu produzieren und zu vervielfältigen.
Jeder von uns ist ein unabdingbarer Teil des Ganzen mit einer individuellen Berufung. Als Team können wir uns gegenseitig unterstützen und helfen. Wir leben unter unseren Begabungen, dabei wartet jede einzelne wie ein schlummernder Samen auf das lebensspendende Wasser. Manchmal brechen wir so auch mit Traditionen, kulturellen Prägungen und Beziehung aller art, denn wenn wir uns von alten Mustern lösen, dann ist es sinnbildlich wie der Kern von einer Frucht der kaputt geht um einen neuen Obstbaum gedeihen zu lassen. Diese Transformation lässt die wahrhaften Natur des Menschen zum Vorschein bringen. Durch unsere gelebte Empathie helfen wir auch anderen, ihr wahres Ich zu entdecken. Wir sollten keine Angst vor dem Unbekannten haben sondern offen, neugierig und mit Liebe allem begegnen was uns auch noch so fremd erscheint, denn oft sind Konditionierung so fest in unserem Wesen verankert das wir unsere eigentliche Natur nicht mehr leben.
Alles, was ich heute bin, ist nur eine Spiegelung von tausenden Menschen und Kulturen, die mich dazu gemacht haben. Ganz nach dem afrikanischen Ubuntu: Ich bin, weil wir sind. Wir können uns alle gegenseitig helfen, um unsere Samen aufgehen zu lassen. Je farbenfroher wir leuchten, um so mehr Licht lassen die Keime entfalten.
Wir freuen uns so, wie wir von hunderten Menschen inspiriert wurden, dass wir mit dem, was wir machen, Menschen zum nachdenken und reflektieren anregen bzw. inspirieren. Dank all der lieben Menschen die wir im Laufe unseres Lebens kennen lernen durften, konnten wir uns von alten Mustern und Traditionen lösen und in dem Sein und Leben anderer uns selbst erkennen.
Kein Mensch ist statisch: Wir alle sind im Wandlungs-, Lern- und Entwicklungsprozess. Es gibt nichts, was wir nicht können. Negative Suggestionen wie "Du kannst das nicht", "Das bist Du nicht" und "Das schaffst Du nicht", prägen unser konditioniertes Wesen, doch immer mehr Menschen brechen mit alten Bräuchen und Meinungen anderer, um sich selbst treu zu werden und ihre Herzensschwingungen in Resonanz zu treten und in Taten umzuwandeln.

Gartenarbeit

Bedeutet bewusst ohne Geld zu leben aber nicht auch ein Stück weit abhängig zu sein vom Wohlwollen seiner Umwelt. Ist dir das nicht unangenehm?

Ich glaube, es ist etwas Wunderbares, sich als Teil der Menschheit zu fühlen, sich dementsprechend gegenseitig zu helfen und somit bewusst voneinander abhängig zu sein. Im Wort "Wohlwollen" steckt "wohl", und das bedeutet soviel wie gut, gewollt und gewünscht. Was gibt es schöneres, als dass wir Menschen uns mit Wohlwollen unserem Gegenüber verhalten.
Auf der anderen Seite versuchen wir ja gerade, die unsichtbare Abhängigkeit, in der wir alle stecken, deutlich zu machen, denn durch die Graue Energie und das Virtuelle Wasser wird es ganz deutlich, wie unglaublich abhängig wir von dem Planeten und den Menschen sind. Es ist höchste Zeit, dass wir aufmerksamer und klarer über die komplexe heutige Welt nachsinnen, denn wir schenken dem Leid anderer Lebewesen aufgrund unserer Wohlstandsgesellschaft viel zu wenig Beachtung. Niemand hat es verdient, für etwas oder an etwas zu arbeiten, wo dieser sich nicht erfüllt, wertgeschätzt und glücklich fühlt. Durch den Lebensstil der westlichen Welt lassen wir aber Millionen von Menschen genau diesen Zustand nicht spüren. Im Gegenteil, der Kapitalismus zwingt viele Menschen, für uns zu morden und zu schlachten. In Fabriken, an Fließbändern, im Bergbau, auf dem Feld und vielen weiteren Bereichen nutzen wir unsere Mitmenschen direkt oder indirekt aus. Weltweit gibt es neben den Milliarden Menschen, die “freiwillig” für das System und damit für die Wohlstandsgesellschaft schuften, über 27 Millionen Menschen, die als Sklaven gelten. Durch ein bewussteres Leben werden wir uns unseres Einflusses auf Mitmenschen, Tiere und die Natur bewusst und können so ganzheitliche Entscheidungen treffen, die für Gerechtigkeit, Frieden und Respekt vor allen Lebewesen und der Mutter Erde sorgen.

Unangenehm ist es mir überhaupt nicht, wenn jemand aus dem Herzen heraus sein Auto, Wohnung, Gerätschaften, Lebensmittelreste und all das andere, was wir eben zum Leben brauchen, teilen. Im Gegenteil, ich bin der festen Überzeugung, dass es sozial sogar viel gesünder ist, wenn nicht immer das Geld zwischen menschlichen Beziehungen steht. Es für viele eine Freude, wenn sie von Freunden, aber auch Unbekannten um Hilfe gebeten werden, denn die meisten Menschen trauen sich einfach nicht mehr, fühlen sich schlecht dabei und da es ja immer die Option gibt, mit Geld alles zu regeln, ohne eine Beziehung mit Nachbarn, Kollegen oder Bekannten einzugehen, wählen sie den einfacheren, aber oft kühlen Weg, der unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten zunehmend vereinsamt hat. Menschen helfen ja nicht, weil sie sich schlecht dabei fühlen, sondern weil es gut tut. Es ist wie Balsam für die Seele und es ist eigentlich die ureigenste Natur des Homo sapiens, sich menschlich zu verhalten. Leider ist diese soziale Komponente in unser Gesellschaft stark zurückgegangen, aber man kann deutlich erkennen, dass die Menschen wieder vermehrt auf einander zugehen und nach echten menschlichen Beziehungen suchen und sie dann auch leben.

Auf deiner Internetseite schreibst du, dass wir gemeinsam das tun sollen, was unserer Natur entspricht, nämlich achtsam mit Respekt und Liebe und allem dazugehörigen umzugehen. Glaubst du an das Gute im Menschen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass in jedem Menschen das Gute steckt, ein Licht, das scheinen will, aber dem es verwehrt blieb oder schwer gemacht wird. Schon Platon wusste: “Wir können einem Kind leicht verzeihen, das sich vor der Dunkelheit fürchtet, die wirkliche Tragödie ist: wenn sich Menschen vor dem Licht fürchten."

Das Licht steht für Liebe, Wahrnehmung und Besinnung. Im übertragenen Sinne ist deswegen das Chaos der Erde, die Falschheit der Menschen und das Leid von Tieren und Pflanzen eine Bewusstseinserweiterung und obwohl es in diesem Prozess stetig mehr Grausamkeiten gibt, bedeutet das "Wahr-nehmen", alles mit Licht zu durchfluten, denn erst wenn wir akzeptieren, annehmen und vor den Problemen nicht weglaufen, sondern ihnen Aufmerksamkeit schenken, können wir diese auflösen und transformieren. Das Leid in unser Gesellschaft existiert seit langem, aber heute werden wir uns der Dinge nur bewusster und deswegen scheint es manchen Menschen so, als ob sich die Menschheit in einer nicht zu aufhaltende Abwärtsspirale befände, obwohl gerade die Erkenntnis über die Realität der Lage in der Welt fundamental für die Veränderung der Erde zum Guten ist.
Wenn wir an das Gute glauben und es auch noch selber leben, dann geben wir anderen Menschen die Möglichkeit, gleiches zu spüren, sich selbst in dem Anderen zu entdecken, also auch ganz bildlich das Licht von den Decken zu befreien.

Ich glaube aber genauso, dass es in jedem Menschen die Samen für Verhalten gibt, die Leid, Zerstörung und Gewalt bedeuten, wir aber diese dunkle Seite nicht leben müssen, sondern sie nur im Bewusstsein tragen sollten und uns nicht mehr als separate Zelle des Organismus betrachten sollten. Es ist immer leichter, einen Fremden oder sogar jemanden, dem wir im Herzen tragen, zu kritisieren oder runterzumachen, anstatt das Gute und das Schöne in dem Gegenüber zu sehen. Dabei wird allgemein auch unterschätzt wie stark unsere Gedanken und Worte Einfluss auf unsere Mitmenschen haben. So glaube ich vor allem, dass was wir säen auch ernten werden und zwar nicht nur auf dem Felde, sondern in jeder menschlichen Beziehung, ob bei kurzen Bekanntschaften oder Mitmenschen mit denen wir ständig zu tun haben. Am Ende sind wir alle voneinander abhängig, denn das Wohlempfinden der Menschen ist meist eine Wechselwirkung von dem was wir in das Um-Feld sän bzw. was Menschen die uns umgeben denken, fühlen, sprechen und tun.
Die Reise von Holland nach Mexiko, die wir ohne Geld nur dank abertausender Menschen machen konnten, war nur möglich, weil wir nie im Stich gelassen worden sind. Es gab immer Menschen, die an uns glaubten, die uns gut zuredeten und handelten. Wir lernten was es heißt, menschlich zu sein. Noch nie hatten wir unsere Mitmenschen so authentisch erlebt, frei von irgendwelchen Interessen oder Absichten. Wir spürten das Gute in jedem Menschen, dem wir begegneten und erfuhren, dass Geben und Nehmen ein und das selbe ist, dass es ohne Menschen, die empfangen, keinen geben kann, der gibt und umgekehrt. Wir suchten das Herz und die Liebe in den Menschen und fanden beides. Auf mehr als 32 000km in 15 Monaten fügte uns niemand ein Leid zu und wir waren überzeugter als je zuvor, dass die Menschheit von Natur aus gut ist und dass es menschlich ist, zu helfen, es in unseren Genen steckt und ein wunderbares Gefühl ist.

Ist für dich persönlich die Vision einer harmonisierenden Gemeinschaft Realität geworden?

Jeden Tag versuche ich zusammen mit meiner Nieves und unser gemeinsamen Tochter Alma Lucia, so viel Harmonie und Liebe zu leben, wie es uns möglich ist. Wir helfen Menschen, wo es geht und bringen uns auf verschiedensten Ebenen in die Gesellschaft ein. Durch den Geldstreik, unser Veganersein und unser ökologisches Bewusstsein, welches wir leben und auch gerne teilen, versuchen wir alles, um unseren Traum einer Menschheit, die in Frieden miteinander und der Mutter Erde im Einklang lebt, zu verwirklichen.
Wir sehen uns als Teil des Organismus Erde und versuchen, durch den inneren Frieden und miteinander harmonisieren Gedanken, Worten und Taten, eine Welt zu erschaffen, von der wir bis heute von niemandem gehört haben, dass sie nicht lebenswert sei. So lange es aber Hunger, Krieg, Hass und Zerstörung auf unserem wunderbaren Planeten gibt, können wir nicht sagen, dass die Vision einer harmonisierenden Gemeinschaft Realität geworden ist. Auf persönlicher Ebene mögen einzelne den inneren Frieden gefunden haben, das ist auch essentiel, denn Makro- und Mikrokosmos sind immer miteinander verbunden und bedingen sich gegenseit. Als Gesellschaft wird die Harmonie aber erst möglich sein, wenn alle Menschen ihre Empathie und Liebe, die jeder im Herzen trägt, für alles bestehende in Freiheit leben und gedeihen lassen.

Vielen Dank, Raphael, für die Beantwortung meiner Fragen.

Bernadette Raschle

 

Weitere Infos:

  • Ausführlichere Informationen über Raphael, seine Familie und seine Lebenseinstellung gibt es auf seiner Internetseite: www.forwardtherevolution.net