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Korruption der Pharmaindustrie

«Mit genügend Geld kann man sich alles erlauben.» Nach diesem Motto arbeitet die Pharmaindustrie. Insbesondere GlaxoSmith­Kline GSK (unter anderem Lieferant des BAG für das unwirksame Vogelgrippemedikament Tamiflu).

Die US-Ermittlungsbehörden hatten 9 Jahre lang recherchiert, um GSK nachzuweisen, dass sie:
  • regelmässig Ärzte mit Luxusurlauben und Vortragshonoraren geschmiert haben
  • Zahlen über die Sicherheit von Me­di­kamenten gefälscht hatten
  • gegenüber der Medikamentenzulassungsbehörde FDA falsche Angaben gemacht haben
  • die öffentlichen Krankenkassen Me­dicare und Medicaid in den USA um Milliarden betrogen haben
  • die Regulierungsbehörden über die Wirksamkeit ihrer Medikamente getäuscht haben
  • irreführende Praktiken durchführten, um mit dem Verkauf potenziell gefährlicher Medikamente an nichtsahnende Verbraucher und Patienten Milliarden zu verdienen

GSK bekannte sich in allen Punkten schuldig und bezahlte 3 Milliarden Dollar (!), um sich von der Anklage freizukaufen. Dadurch werden nun die Verantwortlichen von GSK nicht zur Rechenschaft gezogen. Sie können weitermachen wie bisher, denn die zusätzlichen Einnahmen, die sie durch ihre verbrecherischen Tätigkeiten erwirtschafteten, übersteigen die Busse bei weitem.

Quelle: www.reuters.com/article/2012/07/02/us-glaxo-settlement-idUSBRE8610S720120702


Legale Korruption in Deutschland

In Deutschland ist es nun offiziell: Ärzte dürfen sich von der Pharmaindustrie bestechen lassen, um bestimmte Medikamente zu verschreiben. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Weder die Ärzte noch die Mitarbeiter der Pharmaunternehmen machen sich strafbar, wenn die Ärzte «Geschenke» von Pharmafirmen annehmen.
Der zu beurteilende Gerichtsfall betraf eine Pharmareferentin, die Kassenärzten Schecks über einen Gesamtbetrag von etwa 18 000 Euro ausstellte. Sie und die Ärzte wurden vollständig freigesprochen, da Kassenärzte keine «Amtsträger» seien.

Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/a-840406.html


Unabhängige Swissmedic?

Swissmedic ist die Schweizer Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel. Sie kam schon öfters in Kritik, da wirksame Naturheilmittel es sehr schwer haben (ohne Tierversuche), eine Zulassung zu erhalten, und zugelassene Medikamente immer wieder vom Markt zurückgezogen werden müssen, weil sie gravierende Nebenwirkungen haben und oft kaum besser sind als die alten bewährten (aber viel günstigeren) Medikamente. Als staatliche Stelle gilt Swissmedic als unabhängig. Die «SonntagsZeitung» vom 2.9.2012 fand heraus, wie sich die Swissmedic (völlig legal) finanziert: 80% ihrer Einnahmen stammen von der Pharmaindustrie. Ein Grossteil aus Umsatzbeteiligungen an von ihr zugelassenen Medikamenten. Für die Swissmedic lohnt es sich also nicht, günstige, wirksame Medikamente zuzulassen, wenn teurere Medikamente auf dem Markt sind, weil sie dadurch ihre Einnahmen verringern würde.