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Vegi-Tag-Projekte in der ganzen Schweiz:

Vegi-Tag in der Kanti Wettingen

Einer Gruppe engagierter Schüler ist es zu verdanken, dass die Mensa der Kantonsschule Wettingen einmal pro Woche ein vegetarisches Menü anbietet.

Vegi-Tag in Wettingen: Organisationsgruppe

Motivationen

Was war eure Motivation, das Projekt Vegi-Tag an eurer Schule zu lancieren?

Noemi: Ich war ganz neu Vegetarierin, erst ein halbes Jahr lang, und wollte viele Fakten wissen über den Fleischkonsum. Ich überlegte mir gar nicht so viel dazu, fand es einfach eine gute Idee, als mir meine Praktikumsbetreuerin [3-wöchiges Praktikum ist an der KSWE obligatorisch] vom Vegi-Tag erzählte. Ich war sofort begeistert von der hohen Aktualität des Themas.

David: Wir kamen über unseren PU-Lehrer darauf, er erzählte uns von Noemis Projekt. Unsere Projektidee war zuerst, etwas in der Mensa zu machen zum Thema Essen. Die Grundidee war, an der Mensa Verbesserungen anzustreben. Für mich als Vegi war es einfach auch eine coole Idee, einen vegetarischen Wochentag einzuführen.

Flo: Ich war schon mal ein halbes Jahr Vegi und entschied mich eigentlich nicht aus moralischen, sondern aus ökologischen und ökonomischen Gründen dafür.

Adrian: Ich war anfangs etwas dagegen, weil ich dachte, dass es nicht einfach wäre, dieses Projekt durchzuführen. Ich bin halt nicht Vegetarier, habe mich dann aber trotzdem überzeugen lassen, dass es eine gute Sache ist. Ich fand, einmal pro Woche auf Fleisch zu verzichten, sei nicht schwer, und war überzeugt, dass dies dann auch die Mitschüler so sehen würden.

Florian: Ich bin auch Vegi. Mein Hauptanliegen war, den Schülern auch mal näherzubringen, was Vegetarismus überhaupt ist. Man erlebt ja immer wieder, dass die anderen gar nicht ganz verstehen, was man da macht und aus welchem Grund.

Umsetzung

Wie seid ihr konkret vorgegangen bei der Umsetzung des Vegi-Tags an eurer Schule?

Noemi: Ich traf mich zu einem Gespräch mit dem Rektor. Er sagte, wenn der Koch und die Schülerschaft sowie die Genossenschaft Mensa Wettingen dabei seien, sei er auch dabei …

Flo: Wir gingen persönlich zum Chefkoch, als er Zigi-Pause hatte, und sprachen mit ihm. Es war eigentlich kein Problem, er ist völlig unkompliziert. Er meinte, wenn die Schülerschaft dabei sei, sei er auch dabei.

Wie lange dauerte es vom Zeitpunkt des ersten Gesprächs mit dem Mensaleiter bis zur Umsetzung des 1. Vegi-Tags?

Noemi: Ziemlich genau ein Jahr. Seit den Sportferien gibt es bei uns den Vegi-Tag offiziell. Davor gab es zwischen Weihnachten und Sportferien eine sogenannte Testphase.

Wie sah die Testphase aus?

Flo: Wir machten drei Umfragen, zählten jede Stimme, auch jene Stimmen, die offensichtlich nicht repräsentativ waren, indem sie alles als schlecht bewerteten. Insgesamt hatten wir am Ende 250 Voten.

Welchen Schwierigkeiten seid ihr im Laufe des Projekts begegnet?

Flo: Wir hatten keinen Chef, jeder machte etwas, was ein paar organisatorische Probleme gab. Wir trafen uns dann einmal pro Woche zur Projektbesprechung.
David: Sechs Leute, sechs Meinungen, was es manchmal schwierig machte, etwas zu entscheiden, z.B. konkretes Vorgehen etc.

Inputs

Eure Inputs für andere Schulen, die auch einen Vegi-Tag umsetzen möchten:

David: 1. Herausfinden, wer zuständig ist für solche Projekte. 2. Bei den Schülern anfangen! Schüler sensibilisieren.

Noemi: Die Art, wie man es macht, ist wichtig: auf sehr neutraler Basis halten, nicht moralisierend sprechen, damit sich die Leute nicht provoziert oder in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.

Flo: Sehr sachlich Werbung dafür machen.

Noemi: Genug Zeit einberechnen und im Team arbeiten, für eine Person allein ist es zu viel Arbeit.

David: Drei Leute im Team reichen, es braucht nicht unbedingt sechs Leute.

Olivia Villard

Weitere Informationen zum Vegi-Tag: www.vegi-tag.ch