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Nahrungsmittelverschwendung

Eine Milliarde Menschen hungern und dennoch werden riesige Mengen an Hülsenfrüchten und Getreide für die Fleischproduktion der Industriestaaten verschwendet.

Nahrungsmittelverschwendung als Futtermittel
Tiere benötigen ca. 90% der zugeführten Energie für ihren eigenen Stoffwechsel.
[Grafik entnommen aus dem "Hunger-Flyer" der SVV]

Wenn man das Getreide/Soja nicht direkt konsumiert, sondern den Umweg über den Tiermagen macht, gehen rund 90% der Kalorien verloren. Dadurch ergeben z.B. 10 kg Getreide nur 1 kg Lebendgewicht eines sogenannten «Schlachttieres». Doch auch dieses eine Kilogramm wird nicht vollständig konsumiert, sondern nur rund 450 g davon landen schlussendlich im Magen von Fleischessern.

Futterimporte

2011 wurden über 1 Million Tonnen Futtermittel in die Schweiz importiert.
Fast 300'000 Tonnen davon sind Soja, welches wiederum fast ausschliesslich aus Brasilien stammt.
Damit trägt auch der Schweizer Fleischkonsum zur Regenwaldabholzung bei.
Über 40% des importierten Sojas werden an Rinder verfüttert. Rinder, die sich ausschliesslich vom Gras auf der Weide ernähren, gibt es praktisch nur noch in der Fleisch- und Milchwerbung.

Inlandproduktion

Doch diese Futterimporte reichen bei weitem nicht aus, um die Schweizer «Schlachttiere» zu füttern.
Auch in der Schweiz werden deshalb grosse fruchtbare Landwirtschaftsflächen für den Anbau von Tierfutter ver(sch)wendet. Alleine die inländische Futtergetreideproduktion beträgt über 500'000 Tonnen.

Dies hat zur Folge, dass in der Schweiz zu wenig Landwirtschaftsland für den Anbau menschlicher Nahrung zur Verfügung steht. Jährlich werden deshalb rund 70'000 Tonnen Brotgetreide importiert.
Für den Futtergetreideanbau werden in der Schweiz bereits über 66'121 Hektaren gebraucht (für Brotgetreide 86'271 Hektaren).

Um die Import-Statistiken zu beschönigen, plant die Fleisch- und Milchindustrie, noch mehr Futtermittel in der Schweiz anzubauen. Dies hätte zur Folge, dass noch mehr pflanzliche Nahrung für die Menschen aus dem Ausland importiert werden müsste.

Renato Pichler

Quellen:

  • www.vsf-mills.ch
  • Bundesamt für Landwirtschaft / Doris Werder, 7. Februar 2012
  • www.blw.admin.ch/themen/00007/00059/01266/index.html