Kopf SVV-Mitgliedschaft Breite einstellen

Die SVV heisst seit 2014: Swissveg

Unsere neue Homepage finden Sie hier: www.swissveg.ch


Seite veraltet!
Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert! Unsere aktuellen Infos finden Sie auf unserer neuen Homepage: Swissveg.


Vorurteil:

Vegetarisch leben ist teurer!

Behauptung: Gemüse, Fleischalternativen und andere Reformhausartikel sind viel teurer als Fleisch aus dem Supermarkt. Finanziell gesehen ist es also ein ziemlicher Nachteil, vegetarisch zu leben.

Oft wählen Vegetarier ihre Lebensmittel grundsätzlich bewusster aus und kaufen deshalb mehr regionale, fair gehandelte und biologische Produkte. Vergleicht man solche pflanzlichen Produkte mit ebensolchen biologischen Fleischprodukten, kommen Vegetarier günstiger weg.

Vielfach wird leider ein biologischer nachhaltiger Einkaufskorb eines Vegetariers mit einem unbewussten umweltschädlichen Einkaufskorb eines Durchschnittsfleischkonsumenten verglichen. Bei einem solchen Vergleich schneidet der Billig-Fleischesser preislich besser ab.
Die eigentlichen Kosten bezahlen dabei jedoch alle Steuerzahler (über die staatlichen Subventionen für tierische Massenprodukte), die Tiere (über die Massentierhaltung) und die Umwelt (über Monokulturen und Pestizide, Fungizide etc.).

Doch auch bei einem nachhaltigen Lebensstil lässt sich durch bewussten Einkauf sparen: Auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern ist erstklassige Qualität oftmals zu günstigen Preisen erhältlich. Zudem können auf diese Weise Landwirte unterstützt werden, denen ein natürlicher Anbau wichtig ist. Es lohnt sich also, sich etwas in seinem Umfeld umzuhören.
Auch beim Einkauf im Supermarkt hat es Vorteile, keine tierischen Produkte zu konsumieren. Denn vielfach sind gerade dort die veganen Produkte günstiger.
Im Gegensatz zu den tierischen Produkten (Fleisch, Milch, Eier) lassen sich viele pflanzliche Produkte (Linsen, Bohnen, Äpfel) gut lagern und können deshalb in grösseren Mengen günstig (direkt beim Bauern) eingekauft werden.

Es muss nicht jeden Tag «Vleisch» sein

Besonders Spezialprodukte für die vegane Ernährung können ins Geld gehen. Fleischalternativen aus Weizen und Soja sind oftmals teurer als ihre fleischlichen Pendants. Dies liegt in erster Linie aber daran, dass Alternativen auf pflanzlicher Basis nicht mit Subventionen unterstützt werden. Würden diese Produkte ebenfalls vom Bund gefördert, würden sie nur einen Bruchteil der tierischen Produkte kosten.
Kaum ein Vegetarier ernährt sich aber täglich mit einem Vegi-Schnitzel, solche Leckereien kommen bei den meisten nur zu besonderen Gelegenheiten auf den Tisch – oder wenns schnell gehen muss. Grundsätzlich gilt: Je mehr verarbeitet ein Produkt ist, desto mehr kostet es auch. Unverarbeitete, natürliche Nahrungsmittel sind oftmals sättigender und deshalb auch günstiger. Probieren Sie zum Beispiel einmal, anstatt Vegi-Hackfleisch Linsen in die Pastasauce zu mischen. Das schmeckt lecker und kostet nicht viel.
Übrigens: Vergleicht man den Preis von Rinds-Hackfleisch mit einer veganen Alternative aus getrockneten Sojaschnetzeln, so liessen sich mit der pflanzlichen Variante über 130 Franken pro Person und Jahr einsparen. Ausserdem werden bei der Herstellung der pflanzlichen Variante 95% weniger Treibhausgase freigesetzt.

Billig – gibts nicht!

Wer nur immer das Billigste kauft, zahlt irgendwann den Preis. Denn oftmals steckt hinter billigen Produkten Ausbeutung und Leid von Mensch, Tier oder Umwelt. Auch wer an der Qualität seiner täglichen Nahrung spart, wird die Kosten früher oder später in Form von Arztrechnungen bezahlen müssen. Es lohnt sich also, am richtigen Ort einen fairen Preis zu bezahlen: der eigenen Gesundheit, den Menschen, Tieren und der Umwelt zuliebe.