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Geld und Fleisch

Renato PichlerLiebe Leserinnen und Leser

Es gibt zwei Dinge, mit denen man praktisch täglich zu tun hat: mit der eigenen Ernährung und mit Geld.
Bei beiden Themen sind tabulose offene Gespräche selten. Man hat sich arrangiert und möchte lieber nichts hinterfragen.
Was ist Geld? Woher kommt es? Was wird mit meinem Geld auf der Bank finanziert? Was ist Fleisch? Wie wurde es «produziert»?
Beim Kauf von Lebensmitteln oder beim Restaurantbesuch treffen die beiden Tabuthemen aufeinander.
Würde man es wagen zu hinterfragen, was man eigentlich da tut, wäre das schlechte Gewissen der meisten Menschen so stark, das sie ihr Leben verändern müssten.
Kaum jemand wird sich sagen: «Jetzt kaufe ich ein Stück Fleisch, um meinen Gaumen zu befriedigen. Es ist mir egal, dass dafür ein Tier leiden musste und ich den Schlachthof, wo es getötet wurde, mit finanziere. Ich lasse gerne der Fleischlobbyorganisation noch mehr Geld zukommen, damit sie mir weiterhin in der Werbung vortäuscht, als gäbe es nur glückliche Nutztiere, die sich gerne für mich töten lassen. Wenn es um den Genuss geht, sind mir auch die Umwelt und sogar die eigene Gesundheit egal. Hauptsache, es schmeckt mir.»
Auch wenn die Wahlen vorbei sind und die Tierpartei leider (noch) keinen Parlamentssitz erhalten hat, darf man nicht vergessen, dass die wichtigste Stimme in unserem Wirtschaftssystem das eigene Geld ist: Wofür man dieses ausgibt, stärkt man.
Einen anderen Blick auf das Geld erhalten Sie auch über unseren Hauptartikel auf den folgenden Seiten. Daraus sieht man unter anderem, was der Staat mit unseren Steuergeldern stärkt.
Die SVV wird auch im kommenden Jahr mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Öffentlichkeit informieren. Um noch mehr Menschen zu erreichen, sind einige Neuerungen geplant (siehe Seite 28).
Wenn Sie sich persönlich auch beteiligen wollen, wäre unser Aktivistenseminar vom 28. Januar sicher ein guter Einstieg, um mehr über unsere laufenden Projekte zu erfahren und eigene Ideen einzubringen. Es würde mich freuen, einige der Vegi-Info-Leser an dem Seminar begrüssen zu dürfen, um im kommenden Jahr noch mehr wichtige Projekte für Mensch, Tier und Umwelt realisieren zu können.

Renato Pichler
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)