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Cheesy goes vegan – Cheesy wird vegan

Seit Kurzem hat Cheesy ein Problem: Ihr Name passt nicht mehr. Denn motiviert durch den Besuch verschiedener Internetseiten, hat sich Cheesy dazu entschlossen, mindestens für die nächsten 30 Tage vegan zu leben. Sozusagen «vegan auf Probe», um nach dieser Zeit zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Deshalb müsste sie sich nun korrekterweise «No-Muh-Cheesy» nennen. Auf welche Schwierigkeiten die Neu-Veganerin während ihrer Probezeit sonst noch trifft, hat sie in ihrem Blog www.cheesy.ch/blog festgehalten.

CheesyWer ist Cheesy?

Cheesy könnte man wohl als die typische Vegetarierin beschreiben: weiblich, zwischen 25 und 35 Jahre jung, gebildet und gesellig. Wie die meisten, war sie nicht von Geburt an Vegetarierin, sondern sie hat sich aus Liebe zu den Tieren vor 8 Jahren dazu entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Damals ist auch ihre unterhaltsame Internetseite entstanden, www.cheesy.ch. Cheesy berichtet darauf über alles, was sie erlebt hat und was ihr in ihrem Leben wichtig ist. Natürlich war der Vegetarismus von Anfang an ein zentrales Thema. Mehr und mehr hat sich Cheesy Gedanken darüber gemacht, wie sinnvoll es ist, grundsätzlich tierische Produkte zu konsumieren. Immer öfters begann sie, Milch und Eier zu meiden – manchmal mehr, manchmal weniger konsequent. «In mir reifte ziemlich bald die Überzeugung, dass der Veganer den Weg des Vegetariers weitergeht, es noch besser macht, mehr tut für den Tierschutz und die Umwelt.»

1. Tag als offizielle Veganerin

Aufstehend aus meinem Bett mit sicher nicht mit Federn befüllten Decken, starte ich vegan in den Tag. Da ich mir den Kaffee mit Milch schon vor längerer Zeit durch einen Espresso mit Zucker ersetzt habe, geht es auch hier problemlos vegan weiter. Dasselbe trifft aufs Mittagessen zu; wenn man ausser Acht lässt, dass Essig teilweise tatsächlich nicht vegan ist (… ist es nicht unglaublich?). Ich esse nämlich eigentlich immer in der Geschäftskantine eine selber zubereitete grosse Schüssel mit Salat und diversem Gemüse.
Am Abend habe ich mit einem Freund abgemacht, der noch nicht über mein Vorhaben informiert ist, ab jetzt vegan zu leben. Da er als Vegetarier aber eh schon ein gewisses Grundverständnis mitbringt, macht der Einkauf für das Abendessen sogar richtig Spass, denn zu zweit Inhaltsstoffe studieren, ist viel lässiger als alleine.
Fazit: Ich merke, dass vieles in meiner Ernährung bisher schon recht vegan ist …

Zu Hause ist das vegane Leben einfach

Solange ich in meinem gewohnten Alltag bin, entweder im Geschäft oder zu Hause, ist die vegane Ernährung wirklich kein Problem.
Fasziniert stelle ich fest, dass sich ein weiterer veganer Tag dem Ende nähert und ich keine bewusste Umstellung vornehmen musste. Ich weiss, es waren einfache Tage zu Hause … es wird noch schwieriger werden. Wir sind z.B. am nächsten Samstag zu einem Fest eingeladen, *uff*.

Vegi-VleischVeganes Frühstück

Worin unterscheidet sich mein Frühstück als Veganerin vom Frühstück als Vegetarierin?
Quasi kaum. Zumindest bei mir. Eier kamen eh schon lange nicht mehr auf den Frühstückstisch und Käse habe ich zwar hin und wieder gegessen, aber auch nicht oft.
Und der Rest ist einfach ersetzbar:

  • Margarine statt Butter
  • Konfitüre bleibt da vegan (es sei denn, sie enthält Honig)
  • Selbstgepresster Orangensaft statt gekaufter Multivitaminsaft (da Säfte mit Gelatine geklärt sein können, sind sie nicht vegan)
  • Hafermilch statt Kuhmilch im Kaffee oder zum Müesli
  • Und ganz lecker: Vleischaufschnitt statt totes Tier aufs Brot

Lush-ProdukteViele Gedanken als Veganerin

Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und versuche, mich abzulenken, indem ich in meinem Buch (Anständig essen von Karen Duve) weiterlese. Ich bin nun beim Thema, wo die Autorin sich am veganen Leben versucht, und das Buch unterstützt mich sehr gut.
In Zürich besuche ich den Lush-Shop, der eine grosse Auswahl an Kosmetika hat und seine Produkte sogar mit «vegan» kennzeichnet. Wie immer werde ich fündig bzw. muss aufpassen, nicht zu viel Geld liegen zu lassen.
Zu Hause erwartet mich ein weiterer Aufsteller: Meine Bestellungen sind da! Meine Bücher vom Weltbildverlag, die mich in der nächsten Zeit unterstützen sollen …
… und mein ganz persönlicher Motivator, auf den ich mich schon seit der Bestellung irre freue und der jetzt an mir hängt. Erkennt man den Anhänger? Bestellbar bei der SVV!

V-Label-AnhängerZu viel

Der heutige Tag stand unter dem Motto «Zu viel».
Und zwar zu viele vegane Schokoladenkekse gegessen.
Und mich zu viel mit Veganismus und gesunder Ernährung auseinandergesetzt.
Auch auf zu viele Diskussionen eingelassen.
Und zu viele Websites angesehen.
Vegan leben ist der richtige Weg, davon bin ich überzeugt.
Aber ob ich es auf Dauer schaffe, mich gegen Menschen zu behaupten, die keinen Sinn im Veganismus sehen? Es erschöpft, es macht müde. Es ist schwierig, etwas, was für mich persönlich so logisch erscheint, andere so verwirren zu sehen. Festzustellen, dass die meisten Menschen es nicht verstehen. Vermutlich nie verstehen werden.
Auf der anderen Seite kämpft man gegen Menschen, die perfekt vegan leben und erwarten, dass man selber bereits nach 7 Tagen die eigene Welt neu erfunden hat. Es verwirrt mich, wenn ich Websites finde, auf denen Vegetarier als Mörder dargestellt werden und Fleischfresser ungeschoren davonkommen. Ich sage nicht, Vegetarismus ist das Ziel. Aber was hat man davon, die Vegetarier so sauer zu machen, dass sie Veganismus sicher nie vertreten werden, geschweige denn, positiv darüber (nach-)denken?

Auf in die zweite vegane Woche

Vorsätze: Essenstechnisch weitermachen wie bisher bzw. neue Erkenntnise in meinen Alltag einbauen.
Meine Klamotten werden in den kommenden Tagen unter die Lupe genommen und ich setze mich mit der Kleidung auseinander (was geht, was nicht, wo krieg ichs her, kann ich Altes noch tragen oder soll ich es entsorgen?).
Ich will mehr über die Wechselwirkungen der verschiedenen Vitamine und Nährstoffe erfahren, um gesund zu leben.
Ich überlege mir, einen Bluttest machen zu lassen, um das Ganze mal analysiert zu haben bzw. auch eine Veränderung feststellen zu können.

Bald Halbzeit im veganen Leben – aber wohl eher nicht ...

13 sehr intensive Tage sind um. Intensiv nicht, weil ich mich intensiv bemühen muss, mich vegan zu ernähren. Intensiv, weil ich mich schon lange nicht mehr so intensiv in ein Thema vertieft habe. Seit ich mich vegan ernähre, bin ich abends plötzlich wieder bis Mitternacht wach, weil ich es nicht schaffe, mich vom Veganforum, von veganen Rezepten und veganen Informationen loszureissen.
In mancher Hinsicht ist es Repetition, oft ist es Neuland. Aber vor allem ist es: spannend! Und befreiend. Es fühlt sich gut an, für weniger Tierleid verantwortlich zu sein (und nebenbei auch noch ziemlich was für die Umwelt zu tun!). Mit Tag 13 nähere ich mich bereits der Halbzeit meiner veganen Probezeit. Aber … so unter uns … es würde mich erstaunen, wenn es die Halbzeit wäre und bei einer Probe bleiben würde. Dennoch: Ich bin aktuell Veganerin auf Probe. Und da muss ich mich in gewissen Situationen erst noch zurechtfinden und manchmal bin ich noch etwas unbeholfen. Da lasse ich den Essig weg, weil ich nicht sicher bin, ob er vegan ist, dafür kommt der Senf rein, der doch eigentlich auch Essig enthält.

PflanzenmilchWas ändert sich beim veganen Einkaufen?

Heute war mein erster Grosseinkauf als Veganerin, alleine und mit einer 2-seitigen Einkaufsliste, weil ich heute Abend meinen Schatz bekochen will. Ich war so lange im Coop wie nie, aber es war spannend! Ich habe Produkte kennengelernt, na ja, also erstmal eingekauft, die ich bisher nie gekauft habe. Zum Beispiel Ahornsirup. Oder tiefschwarze Schokolade.

Man kann in einem normalen Einkaufsladen wie Coop oder Migros als Veganerin ziemlich gut einkaufen, vom veganen Essen übers ökologische Haushaltsreinigungsmittel. Und was Coop und Migros nicht haben, besorgt man sich halt dann entweder übers Internet oder im Bioladen. Mein Bioladen hat seit 2 Wochen massiv mehr Umsatz durch mich generiert. Heute u.a. durch ebenfalls noch nie gekaufte Produkte wie Agavendicksaft.

Wisst ihr was? Ich fühle mich richtig gut als Veganerin. Bin aufgewacht. So klar. So ehrlich. Einfach richtig.

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