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Fleischproduktion: Eine Gefahr für alle Menschen

Liebe Leserinnen und Leser
Die öffentliche Meinung zum Fleischkonsum ändert sich. Viele Studien belegen, dass Fleisch immer mehr zu einem Nahrungsmittel der Unterschicht wird. Je gebildeter eine Person ist, desto weniger Fleisch isst sie.
Dies hängt damit zusammen, dass informierte Menschen die enormen Nachteile der Fleischproduktion immer deutlicher wahrnehmen. Der Glaube an die Propaganda der Fleischindustrie ist geschwunden. Längst ist bekannt, dass Fleisch in der menschlichen Ernährung weder notwendig noch gesund ist.
Hinzu kam in den letzten Jahren jedoch auch das ökologische Bewusstsein: Kein anderes Nahrungsmittel verursacht solch enorme Schäden an der Umwelt wie die Fleischproduktion.
Jeder Fleischkonsument schädigt dadurch nicht nur seinen eigenen Körper, sondern beeinträchtigt auch die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Die weitreichenden Folgen des Konsums tierischer Produkte wurden gerade in diesen Tagen einmal mehr klar: Während ich dieses Editorial schreibe, gab es den ersten Todesfall bei der neusten Lebensmittelvergiftung in Deutschland, und Hunderte Personen sind bereits erkrankt. Der Krankheitserreger (EHEC) stammt aus der Tierhaltung und wird üblicherweise durch Fleisch und Milchprodukte verbreitet.
Der Ursprung ist diesmal noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es sich um pflanzliche Nahrungsmittel handeln könnte, die bei der Produktion mit Gülle der Tiermast gedüngt wurden.
Damit würde auch die Gesundheit der ernährungsbewussten Menschen beeinträchtigt.
Fleischkonsum darf nicht mehr als eine private Angelegenheit angesehen werden. Dazu sind dessen Auswirkungen einfach zu gross.
Wer vorsätzlich die Gesundheit anderer Menschen und die der ganzen Umwelt aufs Spiel setzt, darf dies nicht damit begründen, dass es ihm halt schmeckt.
In einer «freien Welt» sollte niemandem irgendwelche Vorschriften gemacht werden, mit einer einzigen Einschränkung: wenn durch die eigene Handlung die Mitmenschen, Tiere oder Umwelt beeinträchtigt werden.

Renato Pichler
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)