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Mister-Schweiz-Wahlen

Demonstration vor dem KreisgerichtFür sehr viele (nicht nur Vegetarier und Veganer) war es eine grosse Enttäuschung, dass der vegan lebende Joshua Tyrell nicht Mister Schweiz wurde.
Er ist erstaunlicherweise bereits in der ersten Runde ausgeschieden.
Dies obwohl Joshua Tyrell als einziger perfekt zweisprachiger in der Romandie lebender Kandidat sowohl die Deutschschweiz als auch die Romandie sehr gut hätte vertreten können und sicher den grössten Teil der Romandie hinter sich hatte.
Deshalb haben wir das Wahlverfahren genauer unter die Lupe genommen:

Beim ersten Wahlgang zählen die Stimmen der Jury 50 Prozent, weitere 40 Prozent kommen von den Zuschauern und 10 Prozent der Stimmen fliessen aus dem Televoting vor Sendebeginn ein.
Die Mister-Schweiz-Organisation hat nicht offengelegt, wie genau die Wahl oder Nichtwahl der Teilnehmer ermittelt wird. Klar ist jedoch, dass im ersten Wahlgang die von der Mister-Schweiz-Organisation zusammengestellte Jury den grössten Einfluss hat. Wenn die Jury also bestimmte Kandidaten nicht haben wollte, könnte dies auch von allen Anrufern nicht geändert werden.
Abklärungen der SVV ergaben zudem, dass bei der Wahl einige Unregelmässigkeiten auftraten.
Am Wahlabend wurde ohne Ankündigung die Nummer für die Anrufe geändert.
Die ungültige, alte (aber weiterhin kostenpflichtige!) Nummer wurde nicht abgestellt. Man konnte also den ganzen Abend auf die falsche Nummer anrufen und erhielt immer die Tonbandstimme, dass der Anruf registriert wurde, obwohl diese Anrufe nicht in die Zählung einflossen.

Die Moderatoren haben an dem Abend zwar die neue Nummer durchgegeben, aber ohne den Hinweis, dass die Nummer gegenüber derjenigen vor der Sendung geändert wurde.
Auch auf den Werbeprospekten mit den Wahlnummern wurde nicht vermerkt, dass diese Nummer nur bis vor der Sendung gültig sei.
Es wurde auch nie veröffentlicht, welche Person wie viele Telefonstimmen erhalten hat.
So wurde verhindert, dass das Publikum sehen konnte, ob ein Kandidat durch die Publikumswahl oder allein durch die Jury herausgeworfen wurde.

Demonstration vor dem KreisgerichtVegetarier ausgeschlossen?

Der Verdacht, dass die Veranstalter keinesfalls einen Vegetarier/Veganer als Mister Schweiz haben wollten, liegt nahe, da offenbar die Jury in der ersten Runde den einzigen Vertreter der Romandie und perfekt zweisprachigen Kandidaten rausgeworfen hat, obwohl Joshua Tyrell zuvor auch in den Medien wesentlich häufiger präsent war als die meisten anderen Kandidaten und grosse Unterstützung aus der Romandie hatte.
Für diese Vermutung spricht auch, weil auch der vegetarisch lebende Mister Zürich in der ersten Runde rausgeworfen wurde.
Ein Grund dafür könnte sein, dass die Wahlorganisation schon bei der vegetarisch lebenden ehemaligen Miss Schweiz Lauriane Gilliéron gemerkt hat, dass sie mit solchen Personen ein Problem hat, Werbegelder von der Fleischlobby zu erhalten. Dies wollte man offenbar nun vermeiden und hat deshalb dafür gesorgt, dass beide vegetarisch lebenden Kandidaten gleich zu Beginn (wo die Telefonstimmen kaum oder gar keinen Einfluss haben) ausgeschieden sind.
Ein vegan lebender Mister Schweiz, der zudem noch nie geimpft wurde und in eine Rudolf-Steiner-Schule ging, würde die Schweiz in den Augen der Mister-Schweiz-Organisation wohl nicht gut genug repräsentieren.

Renato Pichler

 

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