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«Vegetarier sind Aussenseiter»

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Kontakt zu anderen Menschen ist deshalb für jeden Menschen wichtig. Deshalb haben die meisten Menschen Angst, von der Gesellschaft ausgestossen zu werden.
Manche Menschen hält diese Angst vor dem Ausschluss aus der Gesellschaft davon ab, vegetarisch zu leben. Andere leben zwar vegetarisch, versuchen dies aber möglichst für sich zu behalten.

Ist man heute wirklich noch immer ein Aussenseiter, wenn man sich entschieden hat, keine Tiere mehr zu verspeisen?
Natürlich ist diese Antwort je nach Sichtweise und persönlichen Erfahrungen sehr subjektiv. Da gemäss mehreren Studien Vegetarier eher unter jungen Gebildeten1 und bei Frauen zu finden sind, wird man in einer ungebildeten, älteren Männergesellschaft sicher auch heute noch als Vegetarier zu einer Randgruppe gehören.

Doch in der allgemeinen Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel geändert. Heute findet man an sehr vielen Orten Vegetarier, selbst in den obersten Schichten: Bundesrat Moritz Leuenberger, Thomas Kolly, Chef der Abteilung Internationales im BUWAL, Apple-Gründer Steven Jobs, Dr. Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Uno-Weltklimarats, und natürlich viele international bekannte Schauspieler und Musiker: BryanAdams, Pamela Anderson, Alec Baldwin, Kim Basinger, Montserrat Caballé, Clint Eastwood, Frank Elstner usw.
Die Liste könnte fast endlos weitergeführt werden.

Für viele ist es schon so normal, vegetarisch zu leben, dass sie es kaum noch erwähnenswert finden. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Situation gänzlich anders: Da galten Vegetarier noch als weltfremde Biofreaks.
Interessanterweise haben dieses Vorurteil auch heute noch viele Vegetarier: Sie denken, dass sie unter den Vegetariern die positive Ausnahme (da nicht extrem) seien und wollen sich lieber nicht mit den anderen (angeblich extremen) Vegetariern zusammentun.

Woher kommt das?

Da heute die meisten Vegetarier, abgesehen von ihrer Ernährung ohne Fleisch, ein relativ normales Leben führen, kennt man von den über 200000 in der Schweiz lebenden Vegetariern nur die wenigsten. Die Medien interessieren sich auch kaum noch für «normale» Vegetarier. Durch die Berichterstattung über radikale Vegetarier und deren einseitige Darstellung wird das Vorurteil der weltfremden, asozialen «Körnerpicker» auch heute noch in der Gesellschaft aufrechterhalten, obwohl dies längst der Vergangenheit angehört.

Vorteile des Vorurteils

Dieses Vorgehen bietet Fleischessern auch einen Schutz: Wenn vegetarisch zu leben eine ganz normale Ernährungsoption wäre, die auch «normale» Menschen problemlos für sich annehmen könnten, gäbe es ein «Argument» weniger, um weiterhin Fleisch zu konsumieren. Das Vorurteil der weltfremden Freaks wird deshalb gerne so lange als möglich aufrechterhalten.
Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist: Solange die Vegetarier sich gegenseitig so kritisch betrachten, dass sie sich voneinander fernhalten, wird es unmöglich sein, eine einflussreiche vegetarische Lobby aufzubauen, die auf Wirtschaft und Politik einen wesentlichen Einfluss zugunsten der Vegetarier, der Tiere und der Umwelt ausüben könnte.