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Rückblick auf die SVV-Sommeraktionen in der Romandie

Festival de la TerreFestival de la Terre

Das Festival de la Terre vom 12. bis 28. Juni ist ein alljährliches Open-Air-Festival mit viel Musik, Theater, Strassenkünstlern, Konferenzen und mit vielen Informations-Ständen zu Ökologie, Gesundheit und fairem Handel. Greenpeace und WWF sowie die LausAnimaliste waren da, aber nur ein Stand mit veganem Essen, von einem Franzosen, der ein sehr schmackhaftes Menü anbot, sich aber auch über den Rauch und Gestank des gegenüberliegenden Fleischgrills nervte. Es war wirklich abscheulich, wie dieser Rauch und Geruch das ganze Gelände einnehmen konnte. Egal wo man hinging, man hatte diesen gebratenen Kadaver-Geruch in der Nase. Ich unterhielt mich mit vielen Leuten und verteilte Info-Material.

Badeeinstieg ThielleThièlle

Auf dem Campingplatz «Die neue Zeit» in Thièlle weht der Wind einer neuen Zeit oder, besser gesagt, wieder der alte original sanfte und gesunde Wind der Gründer, deren Vision in diesem kleinen Naturparadies entstanden ist. Vorbei die Tyrannei des Machtregimes, welches sich, wie der Krebs in einem geschwächten Immunsystem, nach dem Tod der Gründer schleichend einnisten und starkmachen konnte und die hochgeistige Basis der Gründer immer mehr verdrängte.
Leider bleibt die Tatsache, dass nur etwa 20% der Mitglieder wirklich diese Lebenshygiene der neuen Zeit im täglichen Leben umsetzen, insbesondere die der artgerechten Ernährung. Umso mehr ein Appell an mich, jedes Jahr viel Info-Material mitzunehmen, was meine Vor-Ort-Beratung mit Einzelnen unterstützt, aber nicht erübrigt.
Teil des vielfältigen Sommerprogramms war das alljährliche «Open-Space», diesmal mit dem Thema: «Was stört». Nachdem das laute und aggressive Benehmen einer Gruppe Jugendlicher erwähnt worden war, fühlte ich mich direkt aufgefordert, in die Runde zu stehen (obwohl mir das nicht so behagt), um zu bedenken zu geben, dass der Zusammenhang zwischen Benehmen und Ernährung mal überdacht werden sollte.
Ich habe vorgeschlagen: Mögen doch die Feriengäste sich wenigstens für diese Zeit ihres Aufenthalts des Fleischverzehrs ganz enthalten, um die positive Wirkung spüren zu können. Viele gehen das Fleisch eben auswärts konsumieren, denn es ist auf dem Gelände verboten (www.verein-ons.ch). Man hätte die Luft schneiden können danach, so massiv waren die Schwingungen des nicht ausgesprochenen Widerstandes! Von der «Open-Space»-Leiterin Catharine Pfähler (Vegetarierin) erhielt ich anschliessend Anerkennung für so viel Mut, wie sie sagte, angesichts der enormen Opposition!

Dalai-Lama in LausanneDalai Lama in Lausanne

Am 4. und 5. August war der Dalai Lama in Lausanne. Ein wirklich grosser Event für die eher kleine Stadt, denn die Besucher kamen von der ganzen Schweiz und noch dazu von allen angrenzenden Ländern. Ca. 12000 Besucher wurden erwartet, aber es kamen noch mehr und alle wollten verpflegt werden. Vor den vielen Ess-Ständen mit Menü-Angeboten aus verschiedenen Kulturen gab es enorm lange Warteschlangen. Dies nutzten Jahné und ich, um den Leuten die Vegi-Broschüren zu geben. Dadurch dass der Dalai Lama angeordnet hatte, dass kein Fleisch angeboten werden darf, hatten wir sozusagen das Ass in der Hand oder eben die 4 Gründe, weshalb ein spirituelles Oberhaupt so etwas verlangt. Mit den 4 verschiedenen Faltblättern zu Gesundheit, Ökologie, Wasser und Tieren konnten wir auf diese Themen eingehen.

Es verblüffte mich, wie stark eigentlich auf Kleidung reagiert wird. Am 2. Tag trug ich ein langes Kleid in der Farbe des buddhistischen Mönchsgewandes und als hätte ich die Formel des «Sesam öffne dich» gefunden, griffen die Hände von allein nach den Broschüren, ohne dass ich viel dazu sagen musste! Am ersten Tag, sommerlich europäisch gekleidet, brauchte ich einiges mehr an Energie und traf auf entschieden mehr Abwehr. Fazit: «Kleider machten auch hier Leute … oder Mönche!?»

Marché de Santé in Ovronnaz«Marché de Santé» in Ovronnaz am 9. August

Der Kurort im Unterwallis ist vor allem wegen seiner heissen Thermalquellen bekannt.
Das Hotel Thermalp ist sozusagen das Zentrum, weil es auch das Bad beinhaltet. Man muss nicht Hotelgast sein, um von dem grossen Wellness-Angebot und dem Restaurant profitieren zu können. Für spezielle Menü-Wünsche ist der Küchenchef offen und entgegenkommend. Hoffen wir, dass die Direktion sich für das Vegi-Label entscheiden wird.
An diesen «Gesundheitsmarkt», der einmal im Jahr vom Kurverein veranstaltet wird, kamen wir mit 100 Vegusto-Würstchen, um an unserem Info-Stand vegane Hotdogs zu verkaufen. Das hat aber leider nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten und wie wir das in Leysin letztes Jahr machen konnten, denn der ganze Markt fand auf der grossen Hotelterrasse statt. Wir waren also gerade vis-à-vis des Hotelrestaurants, wo die Leute an schön gedeckten Tischen mit Sonnenschirm essen konnten. Viele von diesen Besuchern waren Hotelgäste, die Voll- oder Halbpension bezahlten und keine Hotdogs mehr mochten. Hingegen stand die Information im Mittelpunkt und an meinen Vortrag nachmittags kamen ca. 20 Personen, gesamthaft war das ein schöner Erfolg. Nachdem alles wieder abgeräumt und im Auto verstaut war, liessen wir es uns nicht nehmen, ins warme Bad zu steigen und unsere müden Glieder zu schwenken. Nach einem grossen Salat vom vielfältigen Büffet traten wir die Heimreise an, das warme Quellwasser hatte uns die nötige Erholung gegeben!

Ananda Tyrell