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Dokument zu den Auswirkungen des Fleischkonsums geheim gehalten

Immer öfters erscheinen Studien, die beweisen, wie schädlich die Massentierhaltung für das Klima ist. Zu oft – wie anscheinend einige Verantwortliche in Deutschland finden. So wurde im September 2008 der deutschen Agrarministerkonferenz ein Bericht vorgelegt, der einen erheblichen Einfluss auf das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung haben könnte. Denn die Schlussfolgerungen aus diesem Bericht «für eine klimaschonende Ernährung» lesen sich unmissverständlich: Mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Also erneut ein deutlicher Hinweis auf die weitreichenden Auswirkungen, die der Fleischkonsum auf das Klima hat. Doch aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet diese Änderung im Ernährungsverhalten zuerst einmal eine Gewinneinbusse, weshalb bis jetzt versucht wurde, das Dokument vor der Öffentlichkeit geheim zu halten – zu kostspielig sind anscheinend die Konsequenzen, die aus diesem Schreiben folgen.
Es ist dem umweltpolitischen Direktor der Organisation Euronatur, Lutz Ribbe, zu verdanken, dass zentrale Teile des Reports schlussendlich doch im Rahmen des Agrarberichts 2009 veröffentlicht wurden.
Auszug aus der Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema «Die Beziehungen zwischen dem Klimawandel und der Landwirtschaft in Europa»:

«Fleischkonsum insgesamt besitzt Klimarelevanz. Etwa 10 pflanzliche Kalorien werden benötigt, um eine Kalorie tierischen Ursprungs herzustellen.Wächst der Fleischkonsum, müssen mehr Futtermittel angebaut werden, was den Einsatz von Energie erfordert und den Ertragsdruck auf landwirtschaftliche Flächen erhöht. Europa mit seinem vergleichsweise hohen Fleischkonsum importiert einen hohen Anteil seiner Futtermittel, deren Anbau (siehe z.B. Soja im Amazonas-Becken) oft extreme Probleme verursacht.
Daher spricht sich der EWSA auch für die Erarbeitung und Umsetzung einer europäischen Eiweissstrategie aus.»

Die ganze Studie kann vom Internet heruntergeladen werden:
www.euronatur.org/uploads/media/Stellungnahme_WSA_LW_und_Klima_jul2008.pdf