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Tierschutz gleich Menschenschutz?

Liebe Leserinnen und Leser
Nach der Wahl von Obama zum 44. Präsidenten der USA kann man hoffen, dass die Zeit des blinden «Anti-Terror-Kampfes», der nur noch mehr Terror bewirkte, vorbeigeht.
Doch viele Gesetze, welche die Menschenrechte aushebeln, wurden in den vergangenen Jahren weltweit eingeführt. Wohin solche Willkürgesetze führen können, zeigt der Fall gegen die Tierschützer in Österreich.
Wirksamer Tierschutz kann nur betrieben werden, wenn es erlaubt ist, die Meinung der Regierung nicht zu teilen.
Ebenso wird es kaum einen Fortschritt bei der Verbreitung einer friedlichen vegetarischen Lebensweise geben, wenn es gefährlich ist, eine Meinung öffentlich zu vertreten, welche die Machtinhaber nicht teilen.
Deshalb gibt es ohne Menschenrechte auch keine Tierrechte.
Der Zusammenhang zwischen Menschenschutz und Vegetarismus ist aber auch im ökologischen Bereich offensichtlich: Wenn durch die Fleischproduktion die Umwelt belastet wird und die Nahrungsmittel durch die Verlängerung der Nahrungskette über den Tiermagen kaum noch ausreichen, um alle Menschen zu ernähren, wird jedem klar, dass der Übergang zur vegetarischen Ernährung für Mensch und Tier grosse Vorteile bringt.
Ob diese Tatsache von den bekannten Hilfsorganisationen in der Schweiz ignoriert oder berücksichtigt wird, sehen Sie in diesem Heft.
Oft wird dem entgegnet, dass man die Menschen nicht mit den Tieren gleichsetzen soll und deshalb der Mensch immer zuerst kommen muss. Bei der vegetarischen Ernährung spielt dies jedoch gar keine Rolle, da man damit Menschen und Tieren gleichzeitig helfen kann.
Dass Vergleiche zwischen Mensch und Tier immer wieder gebraucht werden, um den eigenen Fleischkonsum und andere Gewalttaten gegenüber den Tieren zu rechtfertigen, wird im Artikel über die Vorurteile aufgezeigt: Wenn es um die Schmerzforschung geht, lassen sich die Schmerzen von Tieren mit denjenigen der Menschen vergleichen, wenn es jedoch um den Fleischkonsum geht, behauptet man schnell, dass die Schmerzen der Tiere ganz anders seien.
Völlig absurd wird es, wenn man den Vergleich zwischen Hitler und Vegetariern zieht. Immer wieder wird behauptet, dass Hitler vegetarisch lebte, als ob dies als Rechtfertigung gelten könnte, selbst Fleisch zu konsumieren.
Vegetarier sind glücklicherweise in der Regel geübt im selbstständigen Denken und lassen sich weder von positiven noch von negativen Beispielen beeindrucken. Ein Verbrechen gegenüber Mensch und Tier bleibt ein Verbrechen, unabhängig davon, wer es unterstützt oder bekämpft.

Renato Pichler

Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)