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Brauchen Sportler tierische Eiweisse?

Behauptung: Sportler brauchen Fleisch, um sich genügend mit tierischem Eiweiss versorgen zu können. Denn tierisches Eiweiss ist nun mal viel hochwertiger als pflanzliches.

Gerade vegetarisch lebende Sportler sehen sich immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob sie denn überhaupt ohne Fleisch genügend Eiweiss zu sich nehmen können. Schliesslich sei Fleisch eine sehr hochwertige Eiweissquelle und eine Proteinversorgung nur mit Pflanzen könnte problematisch werden.

Woher stammt dieser Irrglaube?

Zuerst einmal muss man wissen, dass sich alle Eiweisse aus 22 verschiedenen Aminosäuren (= Eiweissbausteine) zusammensetzen. Einige davon kann der menschliche Körper selbst herstellen, andere nicht. Die acht Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können, nennt man auch essentielle Aminosäuren und diese müssen demnach durch die Nahrung aufgenommen werden.
Da Fleisch alle acht essentiellen Aminosäuren zusammen aufweist, herrscht die verbreitete Meinung, dass Fleisch deshalb hochwertiger sei. Dabei sind in pflanzlichen Nahrungsmitteln genauso alle notwendigen Aminosäuren enthalten, lediglich auf verschiedene Pflanzen verteilt. Mit einer vielseitigen Ernährung, die nicht nur aus einer Gemüse-, Getreide- oder nur einer Fruchtsorte besteht, ist es also fast unmöglich, von einer bestimmten Aminosäure zu wenig zu bekommen. Wobei die abwechslungsreiche Ernährung natürlich nicht nur für Vegetarier sehr empfehlenswert ist.

Wie viel Eiweiss braucht es denn nun?

Noch vor 40 Jahren empfahl man, täglich 150 Gramm Eiweiss zu sich zu nehmen. In der Zwischenzeit wurde diese Empfehlung auf noch knapp 30 Gramm gekürzt. Dies geschah darum, weil viele Forschungen bewiesen haben, dass wir gar nicht so viele Proteine brauchen wie früher angenommen. Im Gegenteil: Zu viel konsumiertes Protein kann nämlich auch zu Störungen im natürlichen Stoffwechsel führen. Laut Prof. Wendt («Gesund durch den Abbau von Eiweissüberschüssen») ist ein zu hoher Eiweisskonsum sogar für zahlreiche Krankheiten verantwortlich. Denn unserem Körper fehlt ein Mechanismus, um überschüssiges Eiweiss auszuscheiden (wie dies bei den typischen Fleischessern wie Löwen der Fall ist), und deshalb entstehen Ablagerungen in den Blutgefässen und im Zwischengewebe. Dies verhindert den Durchtritt der Vitalstoffe in die Organe, Muskeln, Knochen, Gelenke und Haut.
Die sogenannte China-Studie von Dr. Colin Campbell wies ausserdem nach, dass Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Versagen, Krebs und Diabetes desto häufiger auftreten, je höher der Anteil des tierischen Eiweisses in der Nahrung ist.
Ein übermässiger Konsum von tierischem Protein kann auch die Ursache für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Gicht, Polyarthritis und Rheuma sein. Das tierische Eiweiss wird auch mit der starken Zunahme von Allergien und Hautkrankheiten, wie z.B. Neurodermitis, in Verbindung gebracht.

Um die täglich notwendigen maximal 30 Gramm Protein zu bekommen, ist es also nicht nötig, Fleisch zu essen; es ist leicht möglich und sogar viel gesünder, es aus rein vegetarischer Nahrung zu beziehen (Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide, Keimlinge).

Bernadette Raschle

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