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Kinderkrippen für Vegetarier

Hier sind vegetarische (und natürlich auch nicht vegetarische) Kinder gut aufgehoben.

Sei es, weil beide Elternteile berufstätig sind, oder einfach, weil den Kindern die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen guttut – Kinderkrippen sind in der Schweiz begehrt und über zu wenig Arbeit können sich die von uns befragten Pädagoginnen nicht beklagen. Trotzdem nahmen sich die Leiterinnen gerne Zeit, um uns Spannendes über ihre Kinderkrippe zu erzählen.

Kinderkrippe Kikri: AussenaufnahmeKinderkrippe Kikri: InnenaufnahmeKinderkrippe Kikri:
Egal ob drinnen oder draussen gespielt wird: Die vegetarische Ernährung bietet genug Energie für alle Aktivitäten.

Kinderkrippe «Kikri»

Helga Riedhammer ist bereits seit über 30 Jahren Vegetarierin. Aus diesem Grund war für sie von Anfang an klar, dass in ihrer Kinderkrippe nur vegetarische Menüs gekocht werden. Bei der Zubereitung der Speisen achtet sie besonders darauf, möglichst biologische und hochwertige Zutaten zu verwenden – Büchsenware kommt nicht auf den Tisch. Zwischen 12 und 18 Kinder (und 5–7 Erwachsene) sitzen dann jeweils um den Mittagstisch. Die Kleinen lernen dann auch, neue Hülsenfrüchte oder Getreidearten, wie zum Beispiel Quinoa oder Tsampa, kennen, die zum Teil sogar ihren Eltern unbekannt sind. Doch – wie halt die meisten Kinder – mögen sie am liebsten Spaghetti, Pasta und Pizza. Süsses gibt es in der Kinderkrippe nur selten, wenn, dann vielleicht einmal einen Geburtstagskuchen.
Die engagierte Kindergärtnerin versucht, den Kleinen besonders etwas auf den Weg mitzugeben: «Was ist das für ein Genuss, der auf dem Leiden anderer beruht? Die Frage, die sich mir stellt ist: Wie kann ich verantwortlich leben? Und dazu gehört auch: Kann ich mit meinem ethischen Bewusstsein verantworten, dass meine Mitgeschöpfe auf Erden, die Tiere, sterben müssen, damit ich leben kann? Nein, das ist unmöglich.»

Kinderkrippe Kikri: Schlafstellen

Kontakt:
Kinderkrippe Kikri
Helga Riedhammer
im Geissacker 49
8404 Winterthur
Tel. 052 243 33 33
www.kikri.ch


Spiel- und Lernort: SandkastenAm Spiel- und Lernort spielt die Natur auch eine zentrale Rolle.

Spiel- und Lernort

Seit Januar 2006 existieren bereits der Kindergarten und die Kindertagesstätte in den Räumlichkeiten des Spiel- und Lernorts. Seit dem 11. August gehört neu auch der Kinderhort Obfeld dazu. Der Spiel- und Lernort orientiert sich an der Pädagogik von Emmi Pickler in der Kita, Jesper Juul und Maria Montessori im Kinderhort, im Kindergarten und in der Schule. Bei der Leiterin Rita Laube steht dabei vor allem der Respekt vor allen Lebewesen an oberster Stelle. Fleisch zu essen, wäre da ein absoluter Widerspruch.

Es ist für sie auch wichtig, dass Kinder, nur weil sie sich vegetarisch ernähren, keine Aussenseiter sind. Oft staunen die betreuten Kinder auch, was man alles essen kann. Ein Hit sind die selbst hergestellten Teigwaren aus Dinkelmehl oder die Spätzli, bei deren Zubereitung die Kleinen jeweils mithelfen. Auch Omeletten stehen hoch im Kurs. Es sitzen dann jeweils etwas mehr als 10 Kinder am Mittagstisch. Im Vordergrund steht für Rita Laube beim gemeinsamen Kochen, den Kindern Aufmerksamkeit im Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln, gleichzeitig werden aber durch diese Tätigkeiten auch die Eltern für das Thema Essen sensibilisiert. «Oft kommt am Anfang die Frage, was wir denn kochen. Was ich dann mit etwas Stolz gerne erzähle.»

Kontakt:
Spiel- und Lernort
Rita Laube
Oberfeldstrasse 43
8408 Winterthur
Tel. 052 232 74 08 oder 222 95 65
info@spielundlernort.ch
www.spielundlernort.ch


Kinderkrippe «Gummibärli»

Vor 10 Jahren wurde die Kinderkrippe «Gummibärli» in Altstetten ZH eröffnet, die wir in der Vegi-Info-Ausgabe 2000/1 bereits vorgestellt haben. In diesem Jahr konnte nun die Eröffnung einer zweiten Kinderkrippe «Gummibärli» in Albisrieden gefeiert werden. Natürlich werden die Kinder auch dort vegetarisch versorgt.

Kontakt:
Kinderkrippe Gummibärli
Bachmattweg 20/24, 8048 Zürich
Silvia Streule: Tel. 079 678 12 44
Beatrice Wolfensberger: Tel. 079 439 96 88
info@kk-gummibaerli.ch
www.kk-gummibaerli.ch

Spiel- und Lernort: Blumenwiese

Reaktionen der Eltern

Die Eltern, die sich und ihre Kinder vegetarisch ernähren, sind sehr froh, dass es in den Kinderkrippen eine gesunde, vegetarische, biologische Küche gibt, doch ist das Thema Ernährung nur für die wenigsten Eltern der Grund, weshalb sie ihre Kinder dort betreuen lassen. Die meisten haben sich für die Kinderkrippe entschieden, weil sie in der Nähe ihrer Wohngegend liegt, weil es einen grossen Garten hat oder weil Ausflüge in die Natur möglich sind.
Die Kindergärtnerinnen sind sich einig, dass viele Eltern anfangs kritisch gegenüber der vegetarischen Ernährung eingestellt sind. Zwar finden sie es grundsätzlich wichtig, nicht zu viel Fleisch zu essen – aber ganz darauf verzichten, da herrscht bei vielen noch das Vorurteil, dass einem doch bestimmt gewisse Nährstoffe fehlen. Viele akzeptieren die Zubereitung der vegetarischen Menüs, vielleicht noch mit dem Hintergedanken, dass es zu Hause ja immer noch Fleisch gibt. Es kommt aber bestimmt auch vor, dass einige Kinder eben wegen der vegetarischen Ernährung nicht angemeldet werden.

Vegetarische Kinderkrippen sind aber in jedem Fall ein Gewinn. Einerseits für die Kinder, die das Glück haben, eine bewusste Ernährungsweise vermittelt zu bekommen. Andererseits ist es aber auch für die Eltern ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass ihre Kleinen mit gesunder und natürlicher Nahrung aufwachsen.

Die drei vorgestellten Kinderkrippen stammen zufälligerweise alle aus dem Raum Zürich. Wenn Sie noch andere kennen, die den Kindern ebenfalls ausgewogene vegetarische Menüs zubereiten, teilen Sie die Adresse doch bitte dem Vegi-Büro mit.

Bernadette Raschle

Weitere Infos: