Kopf SVV-Mitgliedschaft Breite einstellen

Die SVV heisst seit 2014: Swissveg

Unsere neue Homepage finden Sie hier: www.swissveg.ch


Seite veraltet!
Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert! Unsere aktuellen Infos finden Sie auf unserer neuen Homepage: Swissveg.


Reisezeit: Haben Sie Infomaterial in der richtigen Sprache dabei?

Im April hatte Nell Andris die Gelegenheit, auf der paradiesischen Insel Ischia an einem Seminar für Persönlichkeits-Entfaltung teilzunehmen, geleitet von Ananda Tyrell (Vizepräsidentin der SVV).

Villa LinaStrand in Ischia

Nebst den vielen aufrüttelnden und bereichernden Inputs bekamen wir auch die Möglichkeit, im täglichen Umgang mit unserer unmittelbaren Umwelt beobachten zu können, wie man sich in den verschiedenen Situationen mit Menschen in Bezug auf «Tiere» und «Ernährung» auseinandersetzen kann, damit es vom Gegenüber positiv aufgenommen wird. Dazu gehörten auch die Vegi-Broschüren, die Ananda immer und überall in der entsprechenden Sprache dabeihat. Renato Pichler hatte ihr den Link zu den SVV-Infos in Italienisch angegeben, die sie dann ausdrucken konnte und mehrfach kopierte, um sie im passenden Moment zur Hand zu haben. Für die hauptsächlich deutschsprachigen Gäste auf der Insel hatte sie alle Broschüren in Deutsch dabei (wir waren beeindruckt, aber auch beschämt, dass wir nicht selbst daran gedacht hatten).

Die Kehrseite des Paradieses!

Auf dieser felsigen, engen Insel werden traditionellerweise vor allem Gemüse, aber auch Fisch, Hühner und Kaninchen gegessen. Obwohl unsere kleine Pension im Internet als Oase für Yogagruppen angepriesen wird (www.villa-lina.com), züchtet der Besitzer zusammen mit seinem Bruder Kaninchen und Hühner, nicht um sie zur Freude der «Yogis» frei herumspringen zu lassen, nein, um sie zu kochen! So werden sie in einer dunklen Höhle gehalten, wo sie weder Auslauf noch Sonnenschein geniessen können. Auf unsere Frustration hin antwortete eine Freundin des Besitzers, dass doch so «die Gäste sie ja gar nicht sehen könnten»!
Natürlich hätten sie diese Tiere lieber vor uns versteckt gehalten, aber Ananda bestand darauf, sie besuchen zu können. Wir erlebten verschüchterte Wesen, die sichtlich Angst vor Menschen haben, aber die sich durch unsere liebevolle Zuwendung sofort alle auf uns zu bewegten, was Nicola schnell abbrechen wollte, indem er den Tieren das Grünfutter hineinwarf und den Deckel des Geheges mit einem Riesenknall herunterfallen liess (ein Schock für unsere und erst recht für die feinen Ohren der Kaninchen). Dann drängte er uns überstürzt zum Gehen.
Der Schock, den wir ihm mit unserer Reaktion versetzt haben, wird ihn früher oder später unweigerlich zur Reformation seines Handelns bringen.
Kaum vorstellbar, dass an diesem wunderschönen Ort, der viele Yogapraktizierende anzieht, Tiere getötet werden! Benedetto und sein Bruder schätzen die Blümchen auf ihrem Land und bauen Biogemüse an, auf das sie sehr stolz sind, und glauben, dass dies das A und O der Gesundheit ist.

Einheimischer LadenVilla LinaUm es vorwegzunehmen: Unsere Infos und Diskussionen waren hier bestenfalls Samen, die später aufgehen werden, sofern noch weitere «echte Yogis» dort dieselben Wahrheiten verkünden und Ansprüche stellen werden.
Empfänglicher zeigte sich ein deutsches Ehepaar, dem wir im Aphrodite-Bad begegneten. Nachdem es uns auf den feinen Geruch unserer (veganen) Sonnencreme angesprochen hatte, kam das Gespräch bald auch auf die Ernährung. Dank ihrer universellen Verbundenheit und rhetorischem Geschick brachte Ananda die beiden relativ schnell an den Punkt, an dem sie sich voll und ganz eingestehen mussten, dass Fleischessen ein Fehler ist. Für die Frau war nach ein paar Minuten klar: «Ich will keine Tiere mehr essen!»

Wir haben immer wieder beobachten können, wie Ananda solche Gespräche auf einem respektvollen Level halten kann und anderen die Möglichkeit gibt, selber die richtigen Schlüsse zu ziehen. Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig es ist, die gängigen Ausflucht-Taktiken zu kennen und die richtigen Argumente zu haben. Auf das häufigste Gegenargument, «aber in der Natur isst doch auch der Stärkere den Schwächeren», antwortet Ananda: «Jede Spezies hat ihre Ernährung, damit die Ordnung und Harmonie bestehen bleibt. Das Zebra frisst Gras, der Fuchs frisst Hühner, der Löwe reisst Gazellen usw., der Mensch hat Hände zum Pflücken und einen Magen, um pflanzliche Kost zu verdauen, und den freien Willen und die Wahl, Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Aber anstatt daraus gelernt zu haben, scheint es einfacher, die schlechten Gewohnheiten beizubehalten, und anstatt die Ernährung umzustellen, der Pharmazeutik einen immer grösseren Stellenwert einzuräumen. Es ist so wichtig und unsere Pflicht als Vegetarier, dass wir die Verantwortung für unser Wissen übernehmen und dieses an unsere Mitbürger weitergeben.»

Nell Andris

Bestellen Sie Ihr Informationsmaterial zum Weitergeben im Vegi-Büro.