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Es wird eng für die Verleugner der Auswirkungen des Fleischkonsums

Liebe Leserinnen und Leser
Ziemlich genau ein Jahr nach der Veröffentlichung der UNO-Studie zu den enormen Auswirkungen der Fleischproduktion auf das Weltklima wird diese Information nun auch ausserhalb der Fachkreise endlich wahrgenommen.
Die Abwehrhaltung der etablierten Umweltverbände ist zwar nach wie vor so stark, dass man auf deren Homepages umfangreiche Informationen zu allen Aspekten des Klimaschutzes findet, aber weiterhin kein Wort zum Fleischkonsum.
Doch die Front beginnt von verschiedenen Seiten zu bröckeln:
Obwohl Greenpeace Schweiz das Wort «Vegetarier» fürchtet wie der Teufel das Weihwasser und auf ihrer Homepage deshalb einen grossen Bogen um alles macht, was auch nur in die Nähe der vegetarischen Ernährung kommen könnte, ruft die Regionalgruppe Greenpeace Waadt nicht nur zur vegetarischen, sondern sogar zur veganen Ernährung auf, um das Klima zu retten (siehe Seite 11). Auch der WWF Schweiz kommt in Bedrängnis mit seiner Zensurpolitik: Eine neue Studie von WWF Deutschland belegt (einmal mehr) die enormen Klimaschäden aus der Landwirtschaft. WWF Deutschland schlug deshalb eine Emissionsabgabe für die Landwirtschaft vor (was den Fleischpreis erhöhen würde), da die Rinder sehr viel Methan und Lachgas in die Atmosphäre lassen. WWF Schweiz hat sich daraufhin von diesen Aussagen seiner Kollegen in Deutschland distanziert (siehe Seite 19).
Und auch in der «Wissenschaftsgemeinde» wird das Thema immer breiter besprochen. Sogar medizinische Fachzeitschriften kommen nicht mehr umhin, die Fakten anzuerkennen (siehe Seite 3 und 4).
Die Faktenlage ist erdrückend. Je mehr über die Folgen des Fleischkonsums geforscht wird, desto mehr Belege stützen und bereichern die Fakten (siehe Seite 7). Erstaunlich, dass man bei diesem Thema sogar die Pressekonferenz und den umfangreichen Bericht der UNO ignoriert. Da offenbar nicht sein kann, was nicht sein darf, wird in der Hoffnung, doch noch eines Tages eine Rechtfertigung für den Fleischkonsum zu finden, weiter geforscht.
Immer noch mehr Studien werden die Entscheidungsträger bei den Umweltverbänden, in der Politik und Wirtschaft kaum umstimmen können. Es lässt sich eben einfacher über Energiesparlampen und teure Hybridautos diskutieren als über ein eigenes Laster, das man – Umwelt hin oder her – nicht aufgeben will.

Renato Pichler
Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus