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Titelbild: 2. Globaler Bericht zur Krebsprävention

2. Globaler Bericht zu Krebsprävention Ernährung und Bewegung

Die Welt-Krebsforschungs-Stiftung und das Amerikanische Institut für Krebsforschung haben ihren 2. Bericht «Food, Nutrition, Physical Activity, and the Prevention of Cancer: a Global Perspective» veröffentlicht. Mit 537 Seiten ist es sicher der umfangreichste Bericht, der sich mit Krebsprävention befasst und die Ernährung dabei berücksichtigt.

Wie schon der erste Bericht aus dem Jahre 1997 fasst diese neue Ausgabe alle wissenschaftlichen, schulmedizinischen Erkenntnisse zur Krebsprävention zusammen. 95 Seiten belegen alleine die wissenschaftlichen Referenzen. Zusammenfassend sind sich die Experten einig, dass nur ein sehr kleiner Teil der Krebserkrankungen auf Vererbung zurückzuführen sei. Krebs ist eine Krankheit, die hauptsächlich durch Umwelteinflüsse und eigenes Verhalten verursacht wird. Dabei erwähnen sie vor allem: Rauchverhalten, Strahlung (z.B. Radioaktivität), Industriechemikalien, Umweltverschmutzung, Medikamente, falsche Ernährung, fehlende körperliche Aktivität und Übergewicht. Die Autoren sind sich bewusst, dass sie wesentliche Aspekte, die zur Krankheit führen können, ignoriert haben. Dazu gehören z.B. das soziale Umfeld und der psychische Zustand der Personen. Deshalb wird im Bericht bereits ein weiterer Report für Ende 2008 angekündigt, der diese Lücke schliessen soll.
Die Hauptempfehlungen als Schlussfolgerung dieser umfassenden Untersuchungen:

  1. Auf das Körpergewicht achten (so schlank wie möglich, ohne untergewichtig zu sein)
  2. Körperliche Betätigung (in den täglichen Alltag integrieren)
  3. Vermeidung von Nahrungsmitteln und Getränken, welche Übergewicht fördern (energiereiche Nahrungsmittel, gesüsste Getränke)
  4. Hauptsächlich pflanzliche Nahrungsmittel konsumieren (mindestens 5 Portionen pro Tag / 400 g)
  5. Den Konsum von rotem Fleisch einschränken und verarbeitetes Fleisch generell meiden
  6. Den Konsum von Alkohol einschränken
Übersicht 2. Globaler Bericht zu Krebsprävention, Ernährung und Bewegung

Hier die Aussagen des Berichtes zum Tierkonsum:

Fleischkonsum

Die Studien bestätigen eindeutig, dass der Konsum von rotem Fleisch und verarbeitetem Fleisch zu Dickdarm-/Mastdarmkrebs führen kann. Als rotes Fleisch wird das Fleisch folgender Tierarten definiert: Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen. Als verarbeitetes Fleisch gilt geräuchertes, gesalzenes oder anders konserviertes Fleisch inklusive aller Wurstwaren.
Im Bericht von 1997 wurde dieser Zusammenhang zwischen Fleisch und Krebs erst als sehr wahrscheinlich angesehen. Durch die vielen neuen Studien sind sich die Experten nun aber einig geworden, dass dieser Zusammenhang überzeugend bewiesen ist. Einen solchen erwiesenen Zusammenhang sahen die Experten nur in sehr wenigen Fällen (z.B. bei alkoholischen Getränken und Arsen im Trinkwasser).

Fischkonsum

Es gibt nur beschränkte Hinweise darauf, dass Fischkonsum gegen Dickdarmkrebs helfen könnte. Die Informationen darüber sind zu wenig eindeutig. Es wird auch erwähnt, dass keine einzige Studie berücksichtigt hat, dass Personen, die mehr Fisch konsumieren, auch weniger andere (noch krebserregendere) Fleischsorten konsumieren. Es könnte also durchaus sein, dass Fisch an und für sich keine gesundheitlichen Vorteile bringt, sondern der reduzierte Fleischkonsum, der daraus folgt.
Ausserdem werden für die angeblichen Vorteile der Omega-3-Fettsäuren ausschliesslich Tierversuche vorgebracht.
Zudem gibt es Hinweise darauf, dass gesalzener, leicht fermentierter Fisch andere Krebsarten fördern könnte.

Weitere Infos:

Der Bericht kann kostenlos vom Internet heruntergeladen werden: http://www.dietandcancerreport.org/
Allgemeine Informationen zum Thema «Fleischkonsum und Gesundheit».