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«Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, müssen wir vieles ändern.»

Johann Wolfgang Goethe

Liebe Leserinnen und Leser
Gegen den Strom schwimmen ist zwar anstrengender, als sich mit der Strömung treiben zu lassen. Dennoch gibt es immer mehr Menschen, die es wagen, sich von der Masse abzuheben.
Als Vegetarier oder gar Veganer kennt man die Folgen: Plötzlich muss man seine Handlungen rechtfertigen, obwohl man diese für selbstverständlich hält.
Wenn man zur blossen Lustbefriedigung des Gaumens Tiere töten lässt und die Umwelt belastet, muss man dies heute niemandem begründen, weil dies die Mehrheit der Menschen in Europa tut. Wenn man aber aus ethischen Überlegungen nicht bereit ist, ein Tier zu töten, um es aufzuessen, kommt man um regelmässige Rechtfertigungen gegenüber den fragenden Mitmenschen kaum herum.
Ein Fleischesser wird nie gefragt, woher er sein Vitamin C bezieht (das in tierischen Produkten kaum vorkommt). Hingegen kennt jeder Vegetarier (und noch viel mehr jeder Veganer) die Frage nach seiner Eiweissversorgung usw.
Ähnlich ergeht es den Bauern, die ihre Felder nicht mehr mit tierischen Fäkalien düngen. Da sie noch eine kleine Minderheit bilden, müssen sie sich immer wieder dafür rechtfertigen, keine Tiere auf ihrem Hof zu halten, um sie zu schlachten.

Doch ein Trost bleibt: In der ganzen Menschheitsgeschichte haben nur die Menschen, die aus der Reihe tanzten, die Menschheit weitergebracht.
Es gehörte aber schon immer etwas Mut und Eigenverantwortung dazu, das zu tun, was man für richtig hält, und nicht bloss das, was Tradition ist.
Immer wieder hört man heute Aufrufe zu mehr Zivilcourage. Solange es so allgemein und unverbindlich bleibt, sind alle dafür. Sobald jemand aber ganz konkret Zivilcourage in einem Bereich zeigt, ist dies ein Angriff auf den gewöhnlichen Alltagstrott der Massen und somit höchst unangenehm.
Es bleibt zu hoffen, dass die Selbstverantwortung künftig wieder mehr Gewicht gewinnt gegenüber den eingefahrenen Verhaltensmustern, deren negative langfristige Folgen immer sichtbarer werden. Verantwortung für das eigene Handeln kann man aber nur übernehmen, wenn man auch über die nötigen Informationen für die eigenen Entscheide verfügt. Das Vegi-Info hilft Ihnen deshalb, die Folgen Ihrer Handlungen besser beurteilen zu können, und zeigt Alternativen auf, welche für Mensch, Tier und Umwelt positive Auswirkungen haben.

Renato Pichler
Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus