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Affen im Käfig

Fast ein Mensch – oder doch nur ein Versuchsobjekt?

Als Beilage zur Vegi-Info 2007/2 (Sommer 2007) wurde die Petitionsliste der Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (AG STG) versendet. Mit dieser Petition wird gefordert, dass in der Schweiz keine Affen mehr als Versuchstiere in Experimenten missbraucht werden.
Obwohl gesetzlich keine solchen Versuche vorgeschrieben sind, werden diese unter anderem an der Universität von Zürich, Basel und Freiburg auch heute noch durchgeführt. Auch die ETH Zürich experimentiert nach wie vor mit Affen.
Solange es für die meisten Menschen selbstverständlich ist, dass zur blossen Befriedigung ihres Gaumens Tiere ihr Leben lassen müssen, wird es vermutlich auch Tierversuche geben. Denn wenn bereits der Genuss beim Essen als Rechtfertigung für Massentierhaltung und Schlachthöfe ausreicht, wird es Tierexperimentatoren nicht schwerfallen, ihr Tun auch zu rechtfertigen.

Dennoch sind solche Petitionen wichtig, da sie zum Nachdenken anregen: Wo liegen die Unterschiede zwischen Mensch und Tier? Wenn die Affen dem Menschen so ähnlich sind, dass man mit ihnen experimentieren will, sind sie uns dann nicht auch genug ähnlich, um sie vor Folter und Tötung zu schützen?
Zumindest im entscheidenden Punkt, dem Schmerzempfinden, ist kein grundsätzlicher Unterschied erkennbar. Bei den Auswirkungen von chemischen Präparaten (Medikamente) sind die Unterschiede jedoch so gross, dass kein Wissenschaftler es wagen würde, anhand eines Affenversuches vorauszusagen, wie ein Medikament auf den Menschen wirkt. Deshalb sind immer auch Versuche am Menschen vorgeschrieben, bevor ein Medikament auf dem Markt zugelassen wird.
Dies zeigt die ganze Absurdität des Vorgehens: Da wo die Ähnlichkeit zum Menschen unbestreitbar vorhanden ist (Leidensfähigkeit, zu 98% identischer genetischer Code), wird sie ignoriert oder gar für die Versuche ausgenutzt (Schmerzversuche). Wenn es aber um die Rechtfertigung der Versuche geht, wird betont, dass es eben «nur» Tiere seien und deshalb nicht mit Menschen verglichen werden könnten.
Genauso wie bei den Nutztieren: Längst ist bekannt, dass Schweine leiden können und ihre intellektuellen Fähigkeiten sogar diejenigen von Hunden übersteigen. Dennoch werden sie gehalten, als seien sie bloss fleischproduzierende Maschinen. Als Rechtfertigung wird gesagt: Es seien ja «nur» Tiere.
Eine Petition gegen Affenversuche würde diese absurde Einstellung gegenüber den Tieren aufbrechen: Es genügt dann nicht mehr, ein Lebewesen als Tier zu deklarieren, damit man alles mit ihm tun kann, egal welchen Nutzen es bringt. Die Affen wären aus der völligen Willkür der menschlichen Brutalität herausgerissen, obwohl sie «nur» Tiere sind.

Weitere Informationen über die Versuche an Affen, die in der Schweiz durchgeführt werden, und die wissenschaftliche Sinnlosigkeit dieser Versuche finden Sie im Internet unter: www.agstg.ch

Renato Pichler