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Umweltproblem Fleischkonsum

Liebe Leserinnen und Leser
Langjährige Leser des Vegi-Infos wissen es längst: Der Fleischkonsum ist ein gravierendes Umweltproblem.
Viele international tätige Organisationen befassten sich in den vergangenen Jahren mit den immensen Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt. Alle kamen zum selben Schluss: Wer vegetarisch lebt, schont die Umwelt. Alle Studien waren stets eindeutig und nicht widerlegbar. Dennoch wurde es in der Öffentlichkeit konsequent ignoriert.
Dies hat sich nun zumindest ein wenig geändert: Nachdem sogar die Welternährungsorganisation, die stets auf noch höhere Fleischproduktion setzte, in ihrem über 400-seitigen Bericht zugeben musste, dass ihre Politik der Umwelt grossen Schaden zufügt, hat dieses Problem die höchsten internationalen Gremien der Vereinten Nationen (UNO) erreicht.
Dies beeindruckte sogar viele Massenmedien so sehr, dass sie nach jahrelangem Boykott wagten, das Thema direkt anzusprechen. Dennoch verschwand das Thema Fleischkonsum in der Klimadiskussion schnell wieder: Die Massenmedien richten sich in erster Linie an ein fleischessendes Publikum, das sie nicht verärgern wollen.
Die Gründe, die für eine vegetarische Ernährung sprechen, werden immer klarer und bekannter. Nur gerade zwei Gründe bleiben noch, um den Fleischkonsum zu rechtfertigen:
1. Der Geschmack (die Lust nach Fleisch)
2. Sozialer Druck (angepasstes Essverhalten, um dazuzugehören)

Wenn man jedoch dafür die Zukunft des Planeten und die eigene Gesundheit sowie das Leben unzähliger Tiere aufs Spiel setzt, muss man sich fragen, ob die Personen, die von einem verlangen, Fleisch zu konsumieren, wirklich echte Freunde sind, für die es sich lohnt, so viel Leid zu schaffen.
Und zur Gaumenbefriedigung gibt es heute bereits viele Alternativen.

Die nächste Generation der Menschen profitiert aber nicht nur von einer intakteren Umwelt, wenn man sich heute vegetarisch ernährt. Eine neue Studie zeigte auf, dass Kinder, die vegetarisch aufgewachsen sind, in der Regel auch über eine höhere Intelligenz im Erwachsenenalter verfügen (siehe Seite 21). Wenn man also schon nicht bereit ist, für die eigene Gesundheit und das Wohl der Tiere vegetarisch zu leben, sollte man es zumindest aus Rücksicht auf die Kinder tun.

Renato Pichler
Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus