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Vogelgrippe

Die überzüchteten Tiere in den Tierfabriken werden immer kränker und erhalten immer häufiger Medikamente. Schon lange ist bekannt, dass die kranken Tiere auch die Menschen erkranken lassen.1 Es ist deshalb keine Überraschung, dass die Vogelgrippe zuerst in besonders schlechten asiatischen Massentierhaltungen ausgebrochen ist. Anstatt jedoch die Ursache (Massentierhaltungen durch hohen Fleischkonsum) zu beseitigen, unterstützt man einseitig die Pharmalobby bei der Entwicklung neuer Impfstoffe.

Hühner mit Bodenhaltung

Mögliche Ursachen

Nachdem die Vermutung, dass das Virus H5N1 die alleinige Ursache für die Vogelgrippe sei, einmal verbreitet wurde, haben weltweit alle Medien diese Vermutung als Tatsache übernommen.2 Man hatte einen Sündenbock gefunden und niemand hatte Interesse daran, dies zu hinterfragen. Denn alle anderen möglichen Ursachen brächten für einzelne Gruppen (Fleischproduzenten, Medikamentenhersteller …) grosse Nachteile. Als Ausbreitungsweg hat man auch eine wirtschaftsfreundliche Theorie erstellt: Die Wildvögel seien die Schuldigen. Es gibt zwar bis heute kaum Beweise für diese Behauptungen, doch hat auch hier niemand Interesse daran, diese Aussagen anzuzweifeln.
Denn sobald man die Herkunft der Krankheit genauer ansehen würde, könnte man feststellen, dass es überhaupt nicht erstaunlich ist, dass eine Krankheit sich in den Tierfabriken Asiens entwickelt und ausbreitet. Das geschwächte Immunsystem der bedauernswerten überzüchteten Tiere ist ein idealer Nährboden für Krankheiten. Deshalb ist auch der Medikamenteneinsatz (ins Futter gemischt) zur Vorbeugung bei (noch) gesunden Tieren üblich. Wenn man nicht völlig fixiert wäre auf das H5N1-Virus, müsste man konsequenterweise auch die Tierfabriken kritisch betrachten und dort etwas ändern. Dass daran jedoch niemand Interesse hat, zeigt sich auch am Vorgehen bei einem Ausbruch der Krankheit: Es wird immer nur eine Probe des toten Vogels in ein Referenzlabor geschickt, nicht aber Bodenproben, Futterproben etc., um zu analysieren, ob auch andere Ursachen für den Tod verantwortlich sein könnten. Ganz zu schweigen von den wissenschaftlich völlig ignorierten Stressfaktoren (zu viele Tiere auf engem Raum, unnatürliche Lichtverhältnisse, schlechte Luft …).

Hühner im Gras

Gesundheitliche Auswirkungen

Die weltweite Panik beruht auf der Angst, dass das Vogelgrippevirus H5N1 mutiert, sich unter Menschen ausbreiten und dabei hunderte Millionen Menschen töten könnte.
Bis heute sterben allerdings mehr Menschen an Salmonellenvergiftung nach Hühnerfleisch- oder Eierkonsum als an dem neuen Virus. Und noch viel mehr sterben jährlich an der «normalen» Grippe (Influenza).
Über hundert Millionen gesunde Hühner wurden bis heute aus Angst vor dem Virus vorsorglich getötet und vernichtet. Für sie bleibt der Mensch nach wie vor die grössere Bedrohung als das Virus. Jedoch macht es keinen grossen Unterschied für die überlebenden Hühner: Sie werden wenige Monate später ebenfalls getötet, allerdings dann nicht einfach entsorgt, sondern aufgegessen.
Ob sich die Vogelgrippe zu einer sich weltweit ausbreitenden gefährlichen Krankheit (= Pandemie) unter den Menschen wandeln kann, ist umstritten. Sicher ist jedoch, dass der Kauf von Grippemitteln (eine der teuersten Vorsorgemassnahmen der meisten Nationen) dies nicht verhindert, da man ja nicht vorhersehen kann, wie sich das Virus verändern müsste, um von Mensch zu Mensch übertragen werden zu können. Der vorsorgliche Kauf von Grippemitteln dient heute deshalb hauptsächlich als Alibihandlung, um sagen zu können, dass man nicht ganz untätig sei.

Tamiflu Packung

Tamiflu

Die Fixierung auf eine einzige mögliche Ursache für die Vogelgrippe führte auch dazu, dass alle Hoffnung auf «Erlösung» auf der Pharmaindustrie lag. Bis heute gibt es zwar kein Medikament gegen die Vogelgrippe, dennoch nutzte man die Gelegenheit, einen Ladenhüter zu einem neuen Bestseller zu machen: Tamiflu. Vor der Vogelgrippe-Panik wurde das teure Grippemittel kaum verschrieben, da die Ärzte sahen, dass es sein Geld nicht wert ist.3
Erst als die Vogelgrippe mit Tamiflu in Verbindung gebracht wurde, erlebte das Medikament einen Boom: Das Büro der Weltgesundheitsorgani-sation (WHO) in Manila empfahl Tamiflu als erstes als Schutz vor einer Pandemie. Dass es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gab (und gibt), wurde einfach ignoriert. Der Verantwortliche der WHO in Manila, Robert Dietz, bestätigte auf Nachfrage: «Wir hatten keine spezifischen medizinischen Grundlagen für unseren Entschluss, Tamiflu als Mittel gegen die Vogelgrippe zu empfehlen.»4 Auf der anderen Seite bemüht sich die WHO aber immer wieder zu behaupten, dass der Fleischkonsum keine Gefahr beinhalte (ebenfalls ohne Beweise).

Tamiflu Pillen

Profiteure der Panik

Alles hat zwei Seiten: Obwohl in den Medien immer nur über die negative Seite berichtet wird, gibt es auch bei der Vogelgrippe Gruppen, die enorm profitieren:
Am offensichtlichsten natürlich die Medien selbst: Sie haben ein Thema, das alle interessiert, und haben dadurch bessere Einschaltquoten bzw. höhere Auflagen der Printmedien.
Auch für die US-Regierung kam die Vogelgrippe sicher nicht ungelegen, es ist eine ideale Ablenkung vom Versagen in der Vergangenheit (Hurrikan Kathrina in New Orleans und Irakkrieg). Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet die US-Regierung als eine der Ersten vor einer Pandemie warnte und Tamiflu empfahl. Der US-Verteidigungsminister Rumsfeld ist durch den Run auf Tamiflu bereits über seinen Aktienbesitz über 5 Millionen US-Dollar reicher geworden.5

Ein offensichtlicher Profiteur der Massenhysterie ist der Pharmariese Roche: Er kann nun ein Medikament (Tamiflu) millionenfach verkaufen, ohne auch nur einen einzigen Nachweis erbracht zu haben, dass es gegen Vogelgrippe Ente versteckt sichwirksam ist.
Da Tamiflu kein Heilmittel gegen die Vogelgrippe ist, profitieren auch alle Wissenschaftler, die sich mit Viren befassen. Sie brauchen sich nun keine Geldsorgen mehr zu machen, da sie als mögliche Retter der Menschheit wieder mehr Steuergelder für ihre Forschungszwecke erhalten (jedoch nur, falls sie an die H5N1-Theorie glauben!).
Doch selbst bei den Geflügelzüchtern gibt es langfristig grosse Gewinner: Obwohl die Vogelgrippe in Massentierhaltungen ausbrach, schaffte man es, der Bevölkerung weiszumachen, dass die Hühnerfreilandhaltung das eigentliche Problem sei. Dies geht sogar so weit, dass in Deutschland das Verbot für die Käfighaltung der Hühner neu diskutiert wurde und nun vermutlich doch nicht Ende 2006 umgesetzt wird. Am meisten leiden Halter mit wenigen Hühnern, viele davon werden die Krise nicht überstehen, wovon wiederum die Grossproduzenten der Massentierhaltung profitieren.

Anstatt die Hühner als Opfer ihrer masslosen Ausbeutung zu sehen, werden sie als Teil des Problems wahrgenommen. So bleibt weiterhin der Fleischkonsum, der ja zu diesen Massentierhaltungen führte, als eigentliche Ursache des Problems unangetastet.
Ein Einzelfall?
Für Fleischkonsumenten wird es immer enger: Nach diversen Skandalen durch Dioxin im Hühnerfleisch wurde kurzfristig weniger Hühnerfleisch konsumiert, durch BSE sank der Rindfleischkonsum vorübergehend, durch Antibiotika-Hühner gehen in ihr HausSkandale sank der Schweinefleischkonsum. Die Warnungen vor der starken Schwermetallbelastung der Fische verunsicherten auch die Fischkonsumenten. Und nun schliesst sich der Kreis: Durch die Vogelgrippe sank wieder der Geflügelkonsum.
Die Gründe, weshalb überhaupt noch Fleisch konsumiert wird, sind die Verdrängung unerwünschter Tatsachen, der vorbehaltlose Glaube an Autoritäten (Presse, Gesundheitsindustrie) und die Ausreden der Produzenten, dass es sich immer nur um Einzelfälle handeln würde.

Aber eines ist sicher: Das nächste Problem der Fleischindustrie kommt bestimmt. Da die künstliche Verlängerung der Nahrungskette zwangsläufig zu Problemen (Konzentration der Gifte) führen muss. Die heutigen Fleischproduktionsstätten machen die Tiere krank. Ohne grundlegende Veränderungen im ganzen System der Nahrungsmittelproduktion wird die Kette der Probleme nicht abreissen.
Durch immer mehr und immer billigeres Fleisch leiden nicht nur die Tiere, sondern auch deren Konsumenten. Nur merken Letztere es immer erst, wenn es schon zu spät ist.

Mädchen mit Huhn

Schlussfolgerungen

Durch den Sündenbock H5N1 konnte geschickt vom eigentlichen Problem, der Massentierhaltung, abgelenkt werden. Statt die eigene Ernährung zu überdenken, können die Konsumenten nun weiterhin untätig bleiben und auf die Lösung des Problems durch die Pharmaindustrie hoffen. Die Virologen erhalten beinahe unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, da es ja angeblich darum geht, die ganze Menschheit zu retten, und die Fleischindustrie kann weitermachen wie bisher.
Solange die Menschen alle negativen Auswirkungen der Fleischproduktion nicht sehen wollen, wird es auch in Zukunft immer wieder solche Probleme geben.

Fussnoten:

  1. In Fachkreisen werden diese vom Tier auf den Menschen übertragbaren Krankheiten unter der Bezeichnung Zoonosen zusammengefasst.
  2. Unvorstellbar, aber wahr: Bis heute gibt es keinen Beweis für die Theorie, dass H5N1 die alleinige Ursache der Vogelgrippe ist: Avian flu virus H5N1: No proof for existence, pathogenicity, or pandemic potential; non-«H5N1» causation omitted; Crowe, D. / Engelbrecht, T., Medical Hypotheses, Jan 2006,
    www.torstenengelbrecht.com/de/artikel_wissenschaft.html
  3. PULStipp: Neue Grippemittel: Kaum einer will sie, November 2003
  4. TV-Sendung Rundschau: Angst-Geschäft, 19. Okt. 2005, Schweizer Fernsehen. www.sf.tv/sf1/rundschau/index.php?docid=20051019
  5. The Independent: Donald Rumsfeld makes $5m killing on bird flu drug, 5.5.2006, news.independent.co.uk/world/americas/article350787.ece
  6. www.evana.org/?id=12250

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