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Medienaufklärung?

Liebe Leserinnen und Leser
In den vergangenen Monaten wurden Millionen Tiere getötet und ihre Körper vernichtet. Im Unterschied zu den in derselben Zeit geschlachteten x-Millionen Tieren berichteten allerdings die Medien über diese Tötungen.

Worüber berichtet wird, hat offensichtlich auch rein wirtschaftliche Gründe: Die tagtäglich in den Schlachthöfen praktizierten Massentötungen werden mit keinem Wort erwähnt. Wenn Tiere aber getötet werden, ohne dass man sie anschliessend verkaufen kann, wird dies überall thematisiert. Neben einer möglichen Verärgerung von Werbekunden (Fleisch-, Milch- und Eierindustrie) spielen aber auch Gesetze eine Rolle. Viele Praktiken sind so schlimm, dass man sie den Konsumenten, welche diese finanzieren, nicht zumuten darf (siehe Artikel auf Seite 8: «Tierhalter unterdrücken die Wahrheit mit Gesetzen»).
Hinzu kommt natürlich, dass auch die meisten Journalisten selbst Tiere essen und sich diese Gewohnheit nicht nehmen lassen wollen.
Da kommen auch alle «wissenschaftlichen» Studien gerade recht, die eine Ernährungsweise mit tierischen Produkten unterstützen. Wie wenig man solchen Studien vertrauen kann, zeigt die neuste Untersuchung von Transparency International für die deutschen Gesundheitsstudien des Jahres 2005: 40 Prozent davon wurden nachweislich durch Sponsoren so stark beeinflusst, dass man von Fälschung oder Manipulation sprechen muss.

Es wird deshalb immer schwieriger, neutrale Informationen zu tierischen Produkten zu bekommen: Die Massenmedien werden durch grosse Werbeaufträge der entsprechenden Industrie auf der Linie gehalten und die Wissenschaftler sind sehr oft auf Gelder der Industrie angewiesen, um ihre Forschungen betreiben zu können.

Diese immensen finanziellen Mittel hat dieser Industriezweig sich allerdings nicht selbst erwirtschaftet. Ein Grossteil dieser Gelder stammt wiederum aus Steuergeldern. Der Artikel «Der Weg in die ökonomische Sackgasse» befasst sich deshalb mit der Subventionspolitik in der Schweiz. Leider ist dies jedoch nicht nur ein Schweizer Phänomen: Je mehr Tiere jemand besitzt, desto mehr Subventionen werden ausbezahlt. Dies fördert natürlich ganz direkt die Massentierhaltung und verbilligt damit auch die tierischen Produkte. Durch eine Mitgliedschaft bei der SVV oder ein Heftabo helfen Sie, dieser Lobby einen kleinen, aber wichtigen Gegenpol gegenüberzustellen, damit die Wahrheit nicht ganz untergeht.

Renato Pichler
Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus