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Intelligente Tiere

DelfinDelfine nennen sich beim Namen

Dass die beliebten Meerestiere äusserst lernfähig sind, weiss man ja schon lange. Nun haben aber schottische Zoologen festgestellt, dass jeder Delfin bereits als Jungtier einen individuellen Pfeifton entwickelt und dieses Kennzeichen bis ins hohe Alter beibehält. Anhand dieser bestimmten Tonfolge ist der grosse Tümmler in der Lage, seine Verwandten zu erkennen. Demnach sind Delfine die einzigen bisher bekannten Tiere, die ebenso wie Menschen untereinander Informationen über ihre Identität austauschen.
Spiegel Online, 9. Mai 2006
www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,415184,00.html

Fische sind treu und mutig

Oft werden Fische als kalt und emotionslos dargestellt, dass aber einige von ihnen durchaus über eine ausgeprägte Sozialkompetenz verfügen, konnte kürzlich in Experimenten nachgewiesen werden. Als Guppys nach einer Trennung von mehr als einem Monat wieder zurück in dasselbe Aquarium gesetzt wurden, konnten sie Angehörige des eigenen Schwarms von fremden Artgenossen unterscheiden und fühlten sich von diesen angezogen. Schon frühere Verhaltensstudien hatten gezeigt, dass diese Zierfische bereits nach etwa zwei gemeinsam verbrachten Wochen feste Schwarmbeziehungen eingehen.
In einem weiteren Experiment wurden jeweils zwei Guppys zusammen in einem künstlichen Schlupfwinkel in einem unbekannten Aquarium ausgesetzt. Tiere, die sich in Gesellschaft eines Schwarmgenossen befanden, zeigten sich trotz der langen Trennung mutiger als solche im Duo mit einem fremden Fisch: Sie trauten sich wesentlich schneller aus ihrem Versteck heraus.
Aber auch bei Stichlingen konnten schwedische Wissenschaftler kooperatives Verhalten feststellen: Sobald sie im selben Aquarium gehalten wurden, ging der Futterneid unter den Tieren zurück.
Spiegel Online, 18. April 2006

Krähen lernen Physik

Bei einem so genannten «Röhrentest» wurde Vogelfutter so in einer Röhre positioniert, dass es die Krähe nur mit Hilfe eines Zweiges herausholen konnte. Dabei war jedoch nur ein Röhrenausgang erfolgversprechend. Sieben der acht getesteten Krähen schafften es, an das Futter zu gelangen. Die zweite Aufgabe bestand darin, das Futter durch ein Loch fallen zu lassen, anstatt es durch die Röhre zu ziehen. Alle diese klugen Tiere konnten die Aufgabe auf Anhieb lösen. Damit haben die Forscher gezeigt, dass die Vögel nicht nur durch die Wiederholung erfolgreicher Strategien zum Erfolg kommen, sondern durchaus physikalische Prinzipien erfassen und übertragen können. Dadurch seien sie, gemäss den Aussagen der Wissenschaftler, in der Lage, mindestens so komplexe Probleme zu lösen, wie dies auch Primaten können.
Spiegel Online, 4. April 2006
www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,409641,00.html

Stare verstehen Schachtelsätze

Forscher der University of Southern California untersuchten bei Staren ein Merkmal, das in allen menschlichen Sprachen zu finden ist: die so genannten Schachtelsätze (Rekursion). Demnach kann beispielsweise der Satz «Das Buch ist sehr spannend» in die komplexere Struktur «Das Buch, das auf dem Tisch liegt, ist sehr spannend» umgeformt werden. In der «Starensprache» wird dazu ein einfacher Träller- und Rätschlaut in ein Rätsch-Rätsch-Triller-Triller-Geräusch umgewandelt. Jonathan Balcombe: Tierisch vergnügt
Für diesen Test mussten die Vögel jedoch zuerst lernen, beim Abspielen von solch rekursiven Gesängen auf einen Knopf zu picken. Nachdem sie das Grundmuster erkannt hatten, war es neun von elf Tieren möglich, auch die neuen Gesänge problemlos einordnen. Damit konnten die Forscher beweisen, dass Stare in der Lage sind, selbst solch komplizierte Sätze zu verstehen. Bisher galt dies als charakteristisches Merkmal, das nur in der menschlichen Sprache zu finden ist und diese somit einzigartig macht.
Spiegel Online, 27. April 2006
www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,413201,00.html

Buchempfehlung

Für alle, die mehr über die Intelligenz und Gefühle der Tiere erfahren möchten, ist ein neues Buch von Jonathan Balcombe erhältlich. In «Tierisch vergnügt » zeigt der Tierverhaltensforscher auf, dass Tiere durchaus in der Lage sind, auch positive Gefühle wie Freude auszudrücken.
Das Buch ist auch in Englisch erhältlich und kann im Internet über www.amazon.de bestellt werden.
ISBN 1403986010
www.pleasurablekingdom.com

Weitere Infos:

Einen ausführlichen Artikel mit vielen weiterführenden Links zu den erstaunlichen Fähigkeiten der verschiedenen Tierarten finden Sie im Vegi-Info 2005/2:
«Überlegenheit des Menschen als Rechtfertigung des Fleischkonsums».