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Praktische Philosophie heute

Liebe Leserinnen und Leser
Beim Wort Philosoph denkt man heute entweder an längst verstorbene Personen (Platon, Sokrates, Kant) oder an Personen, die sich in Universitätsgebäuden abstrakten Fragestellungen zum Leben widmen und dabei den Bezug zur Aussenwelt verloren haben.
Wie viele andere Dinge hat man auch die Philosophie aus dem Alltag längst verbannt und an andere Leute delegiert. Dabei wären die Fragen, die durch die Philosophie behandelt werden, für alle Menschen von Interesse: Was soll ich tun? Was ist der Sinn des Lebens?
Vermutlich liegt die Abneigung gegen die persönliche Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragen daran, dass man Angst vor den Antworten hat.
Egal wie diese Antworten ausfallen: Sie führen immer dazu, dass man sein eigenes Leben entsprechend ausrichten sollte. Gegen solche Veränderungen des eigenen Lebensstils wehrt man sich jedoch. Deshalb ist man froh, wenn man sich nicht selbst damit befassen muss und die Philosophen in ihren Universitäten verbleiben.
Schon Sokrates musste erleben, dass frei herumlaufende Philosophen beim Volk nicht beliebt sind: Er wurde wegen seiner Aussagen zum Tode verurteilt.
Heute wagt sich kaum noch ein echter Philosoph an die Öffentlichkeit. Einer, der mit seinen Gedanken zu den philosophischen Fragen des Lebens die Öffentlichkeit nicht scheute, war Johannes Schoch. Es kann sein, dass es daran liegt, dass er nie eine Universität besucht hat und seine über viele Jahrzehnte gesammelten Weisheiten aus dem Leben entnahm. So bestand nicht die Gefahr, sich mit abstrakten Detailproblemen, welche das Leben der Menschen kaum je beeinflussen, zu verzetteln. Dafür versuchte er ständig, seine Erkenntnisse auch in seinem Leben umzusetzen.
Seine Aussagen sind für viele heute genauso unbequem wie diejenigen des griechischen Philosophen Sokrates, der im Übrigen auch Vegetarier war.
Für die Personen, die lieber einen Bogen um Philosophisches machen, hat das World-Watch-Institut alle anderen Argumente für eine vegetarische Ernährung zusammengestellt. Eine Zusammenfassung dieser 20-seitigen Schrift finden Sie ab Seite 9. Doch auch wer «nur» an die Gesundheit der eigenen Nachkommen denkt, sollte sich den Fleischkonsum genau überlegen: siehe Seite 21 (Die Muttermilch von Vegetarierinnen ist gesünder).

Renato Pichler
Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus