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Die SVV an der Mednat – der grössten Ausstellung für Naturmedizin in der Schweiz

In Zürich ist es die Lebensausstellung, hier in Lausanne die Mednat, da darf die SVV nicht fehlen, sagte ich mir und bekam grünes Licht von Renato Pichler. Dies war das erste Mal, dass ein Stand für Vegetarismus an dieser ganz auf die Gesundheit ausgerichteten Ausstellung vorhanden war. Unglaublich ist, dass die wichtigste Informationsbasis dafür bis jetzt gefehlt hat.

MEdnatstand der SVV mit ananda TyrellZwei Tage vor Beginn der Messe fuhren wir mit einem voll bepackten Auto vor das Ausstellungsgebäude. Reges Einrichten war schon im Gange. Links und rechts wurden Klebstreifen und Scheren herumgereicht, was auf ein fröhliches Miteinander schliessen liess, es wurde gehämmert und dekoriert, was das Zeug hielt.

Anziehende Standausstattung

Vielleicht gerade weil unser Stand so klein war, mussten wir uns etwas einfallen lassen, damit das, was wir rüberbringen wollten, voll zur Geltung kommen würde. Ich fand es z.B. nicht gut, wenn man von weitem erkennen könnte, dass das ein Stand über Vegetarismus sei, so mancher würde dann wahrscheinlich einen Bogen darum herum machen. Also überlegten wir beim Sonntagsbrunch, wie wir das Interesse der Leute wecken könnten, und kamen auf die Idee, grosse Schilder mit entsprechenden Fragen aufzuhängen, z.B. «Warum wird der Regenwald abgeholzt?», «Warum Klimaerwärmung?», «saurer Regen», «Aggressionen» usw. Auch Zitate bekannter Menschen wie z.B. von Franz Kafka bei einem Aquarium: «Jetzt kann ich euch in Ruhe betrachten, ich esse euch nicht mehr.» Wir nahmen noch unseren Fernseher mit für das Video «Die Ausbeutung der Erde», welches wir nonstop laufen liessen, und dekorierten das Ganze schön mit Efeu aus dem Wald.

Grosses Interesse

Das uns entgegengebrachte Interesse war gross, vor allem habe ich mich über die vielen jungen Leute gefreut, die den Austausch mit uns suchten und auch oft das Vegusto-Probierpaket (rein pflanzliche Fleischalternativen) bestellten. Im Ganzen hatten wir ca. 30 Bestellungen!

Vorträge

Wir waren mit zwei halbstündigen Vorträgen im Programm, der erste zum Thema «Ernährung und Bewegung», da wir grossen Wert darauf legten, die zwei wichtigsten Grundpfeiler für unsere Gesundheit aufzuzeigen. Ein interessiertes Publikum erwartete uns. Lamsa Da Silva erklärte mehr die Fakten, und ich erzählte aus meiner langjährigen persönlichen wie auch therapeutischen Erfahrung. Immer mehr Leute kamen dazu, denn mit Hilfe des Mikrofons konnten wir auch die Vorbeigehenden erreichen.
Der zweite Vortrag war für Samstag, 11.30 Uhr, geplant, eine denkbar ungünstige Zeit, da die meisten Besucher noch gar nicht eingetroffen waren. Und so standen wir denn auch vor leeren Stühlen. Ich erkundigte mich schnell, ob eventuell jemand abgesagt hätte, was sich als gute Eingebung herausstellte, denn wir konnten den Platz von einer uns bekannten Therapeutin übernehmen, die über Darmreinigung sprechen sollte. Wir stellten diese kurz vor, für alle, die programmgemäss deswegen gekommen waren, dann konnten wir nahtlos zu den Hauptgründen der Giftstoffe im Darm übergehen und erklären, dass die vegane Ernährung die einfachste Darmhygiene sei, danach fuhren wir mit den ethischen und ökologischen Gründen fort.

Kooperation

Das «Bliib Gsund»-Team war wie jedes Jahr mit seinen feinen veganen Produkten und seinem tollen Kochbuch da, und oft schickte ich jemand zu ihnen, damit er es sich anschauen konnte, wenn die lapidare Frage gestellt wurde: «Was kann man denn da noch kochen?» Einige haben das Buch gekauft und so haben die netten «Bliib Gsund»-Leute uns eines geschenkt. So konnten wir auf diese Fragen sofort bildlich eingehen, was super war, denn bekanntlich sprechen Bilder mehr als tausend Worte.

Erfolgreiche Aktion

Im grossen Ganzen ist die Mednat-Aktion gut gelungen, alle positiven Begegnungen zu schildern, gäbe genug Stoff für die nächsten paar Vegi-Infos. Um realistisch zu bleiben, muss ich aber die an einer Hand abzählbaren negativen Erfahrungen auch erwähnen. Da war unsere Standnachbarin, eine Gesundheits-Ausbildung namens IDEAL vertretend, welche, offensichtlich gestört durch unsere Präsenz, ihre These, Fleisch sei notwendig für die Gesundheit, feindselig vertrat. Wahrscheinlich war ihr nicht bewusst, dass sie gerade dadurch ihren Irrtum bestätigte, denn ihren Hautverfärbungen sowie ihrem Körper entsprechend, konnte man ihre Krankheiten erkennen!
Eine andere Frau argumentierte, dass unsere Eckzähne ein Beweis seien für unsere Allesesser-Natur! Ja, die Einwände der Leute, wenn es darum geht, ihren Fleischkonsum zu rechtfertigen, sind unendlich, da kommt mir eine Reflexion von Einstein in den Sinn, der sagte: «Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.»
Wenn man die «spitzen» Eckzähne eines Menschen mit denen eines echten Raubtieres (z.B. einer Katze) vergleicht, merkt man sofort, dass da noch ein Riesenunterschied besteht. Wenn die Eckzähne beim Menschen ebenso vorstehen würden wie bei den echten Fleischfressern, würden wir alle aussehen wie Dracula.

Es gibt noch viel zu tun

Am Freitagabend waren alle Aussteller zu einem Apéro eingeladen. Leider gab es nur Fleisch, Fisch und Krevetten auf Weissbrot (entfremdend in Anbetracht der Bio-Vollkornbrot-Stände). Die wenigen Käsecanapés leuchteten wie Exoten auf den Platten.
Wir holten etwas von den Vegusto-Aufschnitten an unseren Tisch und schnappten uns ein paar Dekorationen, Petersilie und Tomaten. Der Chef, den wir auf diese Missstände aufmerksam machten, zeigte sich bereit, dies an die Direktion weiterzuleiten, an welche ich aber lieber selber noch einen Brief geschrieben habe.
Also bleibt zu hoffen, dass hier etwas Bewusstwerdung ins Rollen gekommen ist, auch bei den Ausstellern, die wir konsequent über ihre Ernährung befragten, was viel zu oft enttäuschend war. Vor allem bei denjenigen, die z.B. Reiki oder Kundalini-Yoga, Edelstein- oder Farbtherapie praktizieren und von Spiritualität sprechen, sollte eine vegane Ernährung eigentlich selbstverständlich sein.
Vielen Dank an alle SVV-Mitglieder, die durch ihre aktive Hilfe dieser Aktion zu einem solchen Erfolg verholfen haben.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer mit vielen positiven Begegnungen und Gelegenheiten zum Informieren.
Packt neben der Badehose auch noch ein paar Vegi-Info-Hefte ein.

Tschüss und bis bald
eure Ananda aus der Westschweiz