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Ärztlich verordnet: Frisches Obst und Gemüse

Nach dem Arztbesuch direkt zum Gemüsestand

Die deutsche Ärzte-Zeitung meldete am 2. März 2005, dass das britische Gesundheitsministerium dem Arzt Dr. Matt Kearney aus Runcorn rund 23000 Euro für ein lobenswertes Experiment bewilligt hat. Mit dieser offiziellen Unterstützung darf er ein Jahr lang unter Beweis stellen, dass ein erhöhter Konsum von Obst und Gemüse die Gesundheit von Patienten mit Herz- und Kreislaufkrankheiten verbessert: Seine Patienten erhalten Gutscheine, die sie im Supermarkt gegen Obst und Gemüse eintauschen können.

Dr. Kearney ist zuversichtlich und rechnet sogar mit einer deutlichen Verringerung der Patientenzahl, die nach Ablauf dieser Frist noch wegen ernährungsbedingter Krankheiten in seine Praxis kommt.
Sollte sich diese Art der Therapie nachweislich bewähren, werden auch Patienten von anderen Hausärzten in den Genuss der neuen «Medikamente» kommen.
Die Idee des Dr. Matt Kearney ist nicht neu. Schon der britische Dr. David Ryde war bekannt als der Arzt, der landesweit die wenigsten Medikamente verschrieb und die besten Heilungserfolge verzeichnete.
Auf seinen Rezepten stand die schlichte Anweisung: «Obst und Gemüse. Kein Fleisch.»
Er behandelte Herz- und Kreislaufprobleme, zu hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfälle und sogar rheumatische Arthritis dadurch, dass er seinen Patienten eine vegane Ernährung verordnete.
Mediziner haben im Allgemeinen nicht den Ruf, dass sie Neuerungen gegenüber besonders aufgeschlossen sind. So ist es auch nicht überraschend, dass man auch der sanften und alternativen Ryde-Behandlungsmethode mit grosser Skepsis begegnete. Sogar die Tatsache, dass ein an massiven Herzproblemen leidender Mann von 48 Jahren nach sechs Monaten Behandlung durch Dr. Ryde nicht mehr auf seinen Rollstuhl angewiesen war, beeindruckte andere Ärzte nicht und veranlasste sie schon gar nicht dazu, ihre eigenen Therapien zu überdenken. Ganz im Gegenteil: Patienten, die ihren Hausärzten gestanden, nach der Ryde-Methode und nicht aufgrund der von ihnen verschriebenen Pillen geheilt worden zu sein, wurde die Alternative gegeben: Nimm entweder die Tabletten oder verschwinde!
Dr. David Ryde sagt, dass langjährige Veganer, im Vergleich zu Fleischessern, durchschnittlich sechs Jahre länger leben und nach dem 60. Lebensjahr auch viel seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Er stellt fest: «Es ist eine Tatsache, dass die meisten Menschen die doppelte oder sogar die dreifache Menge an Protein konsumieren, die sie brauchen. Es wird immer klarer, dass tierisches Protein genauso schädlich für die Gesundheit sein kann wie Fett und Cholesterin. Aber die Welt der Mediziner will das nicht hören und weist konsequent alle neuen Ansätze zurück.»
Wenn Dr. Ryde, der seit 1993 im Teilruhestand ist, auch bis jetzt eine offizielle Anerkennung versagt blieb, so ist er doch selbst der beste und eindrucksvollste Beweis seiner Thesen: Seit vielen Jahren ist er Veganer, steht auch heute im Alter von 77 Jahren noch mitten im aktiven Leben und ist ein begeisterter Sportler.
Ihn kann, so scheint es, nichts anfechten: Ein Veganer mit einer eisernen Gesundheit.

Herma Caelen