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Gift im Fisch
Schon mehrfach wurden hochgiftige Schwermetalle in Fischen nachgewiesen. Der Kassensturz machte im August 2004 wieder einmal einen Test, indem er 30 Fische im Schweizer Handel einkaufte und diese auf deren Gehalt an Methylquecksilber untersuchen liess.
Das Resultat:
In 15 Proben lag der Wert unter 500 Mikrogramm pro Kilogramm.
In 9 Proben lag er zwischen 500 und 1000 Mikrogramm pro Kilogramm.
Und 6 Proben hatten eine Quecksilberkonzentration von über 1000
Mikrogramm pro Kilogramm und hätten niemals in den Verkauf
gelangen dürfen.
Jeder fünfte Fisch überschritt somit den gesetzlichen
Grenzwert. Zwei der Proben enthielten sogar doppelt so viel dieses
hochgiftigen Schwermetalls, als das Gesetz erlaubt.
Wer also risikolos mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen
möchte, um den aktuellen Ernährungsempfehlungen gerecht zu
werden, sollte sich besser auf pflanzliche Quellen konzentrieren.
Dafür eignen sich z.B. Leinöl oder Rapsöl. Seit kurzem
gibt es auch eine Omega-3-Kapsel aus Algenöl: Ameu® Alge.
Leider scheint es diese Kapseln bisher nur in Gelatinehülle zu
geben und ist deshalb für Vegetarier nicht geeignet.
Mit pflanzlichen Alternativen schont man nicht nur die eigene
Gesundheit, sondern auch den Fischbestand der Meere. Durch modernste
mit Satelliten und Helikopter unterstützte Fischereimethoden
gelten heute bereits 75 Prozent aller Fischbestände als bedroht.
Normalerweise werden Zuchtfische wiederum mit Fischen aus dem Meer
gefüttert, was also die ökologischen Folgen eher
erhöht und bezüglich Giftbelastung auch keine Vorteile
bringt. Deshalb wurde nun begonnen, die Zuchtfische statt mit
Fischöl mit pflanzlichem Öl zu mästen. Die Folge ist,
dass die stark umworbenen gesunden Fette der Fische immer mehr
verschwinden. Hinzu kommt, dass Zuchtfische generell ungesünder
sind als Wildfang, weil Zuchtfische oft mit Antibiotika und anderen
Medikamenten behandelt werden müssen, damit sie diese
unnatürliche Haltungsform überstehen.
Egal was man unternimmt: Fischkonsum ist immer sehr
problematisch.
Schweizer Fernsehen DRS: Kassensturz, 31.8.2004
Konsumentenschutzzeitschrift Saldo: Gift im Fisch – die
unterschätzte Gefahr, 1.9.2004
Saldo: Bedrohte Fischarten: Die Industrie fischt munter weiter,
1.9.2004
Ärzte-Zeitung: Omega-3-Fettsäuren kommen direkt von der
Quelle, 26.8.2004
Vegi-Info: Fischöl in
«Reform»-Teigwaren!, 3/1998
Fische und Krustentiere: Allergene aus dem Meer
Allergien gegen Fisch und Schalentiere werden immer häufiger. Eine Studie der Mount Sinai School of Medicine stellte fest, dass derzeit bereits einer von 50 Amerikanern auf Schalentiere, einer von 250 auf Fische allergisch reagiert. Das Besondere dabei: In rund der Hälfte der Fälle beginnt die Allergie erst im Erwachsenenalter und schwere Reaktionen sind häufiger als bei anderen Formen der Nahrungsmittelallergie. Als Ursache für die Entwicklung vermuten die Autoren unter anderem veränderte Ernährungsgewohnheiten.
Journal of allergy and clinical immunology, Juli 2004
Weitere Infos:
- Fisch (SVV-Infotext)
[Vegi-Info 2004/3 Inhaltsverzeichnis]
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