Kopf SVV-Mitgliedschaft Breite einstellen

Die SVV heisst seit 2014: Swissveg

Unsere neue Homepage finden Sie hier: www.swissveg.ch


Seite veraltet!
Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert! Unsere aktuellen Infos finden Sie auf unserer neuen Homepage: Swissveg.


Zuschriften an die Redaktion:


Der Artikel «Mein Schlachthoferlebnis», im letzten Vegi-Info auf Seite 11–14, muss jedem mitfühlenden Menschen nahe gehen.
Die Entwicklung des Menschen im guten Sinne geht Gott sei Dank weiter. So haben aufgrund unserer Seminare bereits einige Bauern in der Schweiz die Planung eines Freilaufstalles verworfen, weil sie von der Tierhaltung weg und mit unserer Hilfe zum Pflanzenanbau kommen wollen.
Von unserer Seite arbeiten wir stark an der Bewusstseinsbildung der Bauern in aller Welt. Diejenigen, die noch mit Tieren in einem Seminar arbeiten wollen, bekommen zur Auflage, diese in die Schlachthöfe zu begleiten.

Veränderung geht wirklich nur freiwillig und durch Bewusstseinsveränderung. Und jeder kleine Erfolg ist ein grosser Schritt, wenn wir bedenken, dass wir damit das Leben der Erde und auf der Erde verlängern. Es ist die Herzensqualität der Menschen anzusprechen. Dadurch kam schon häufig mehr Liebe in die Bauernfamilien und mit der erlebten Freiheit der Bauern konnten sie in einem ersten Schritt den Tieren ihres Verantwortungsbereiches mehr Freiheit geben.
Als Lehrer für Kinder im Grundschulalter hat das Vorbild bei einigen Schülern dazu geführt, dass sie zu einem vegetarischen Essverhalten geführt wurden und sich noch heute vegetarisch ernähren. Häufig verwenden wir die Rezepte von Urs Hochstrasser, besonders für Getränke.
Alle Schüler meiner Klasse halten sich an den Schutz der kleinen Tiere aus ihrer Herzensqualität. Ameisen, Spinnen, Fliegen werden sämtlich geschont, ja verteidigt gegenüber noch kämpferischen Schülern. Aber es gibt auch schon Schüler aus höheren Klassen, die angstfrei einer Spinne – die im Schulgebäude an einer für sie gefährlichen Stelle sitzt – sanft zureden auf ihre Hand zu steigen, um sie in den Schulgarten zu tragen.
Allerdings wollte eine Mutter wissen, als ich von unserem wöchentlichen veganen Pausenessen sprach, ob denn die Kinder Wurst auf dem Pausenbrot essen dürften. Wenn das Bewusstsein sich ändert, werden solche Ängste überflüssig.

In meiner Schulklasse ist es seit Beginn üblich, mit den Kindern in der Vorweihnachtszeit Plätzchen und Kekse zu backen. Und dies natürlich ohne tierisches Eiweiss. Den Kindern hat es bisher viel Freude gemacht. Es hat ihr Bewusstsein erweitert. Das Gebäck (Heidesand und Vanillehörnchen aus Vegi-Info 4/2003) hat ihnen sehr gut gemundet. Und auch den Eltern schmeckte es, als ich es ihnen bei einer Elternversammlung anbot. Als sie die Rezepte haben wollten, sagte ich ihnen, diese seien etwas ganz Normales. Ich lud sie zu einem gemeinsamen Backabend in die Schulküche ein. Es war sehr gut für sie, sich von einer anderen Seite kennen zu lernen und etwas Gesundes für sich und ihre Familie zu erfahren. Die Erfahrung, dass wirklich etwas Essbares dabei herauskommt, das auch noch gut schmeckt, liess sie in ihrem Bewusstsein dem «grünen Gedankengut» schon näher kommen.
Ich selbst hatte ja als Kind (in der Kriegszeit) erlebt, dass meine Mutter und Grossmutter so gebacken hatte. Die Eltern wunderten sich, dass weder Ei noch Tiermilch dabei waren.

An unserer Schule, die ein Sprach-, Förder-, Beratungs- und Diagnosezentrum ist, bereitet der Elternbeirat seit Jahren alle zwei Monate an einem Tag der Woche ein veganes Pausenessen, genannt «Gesundes Pausenbrot».
Dem Schulort «Hammelburg» entsprechend gibt es die so genannten «Hammelburger». Diese bestehen aus einem Vollkornbrötchen, Salatblättern zum Belegen, natürlicher Tomatensosse und einem Körnerbratling. Auch der Preis stimmt dafür: 1,– Euro. Mit einem Hammelburger wird man schon satt. Der Überschuss aus dieser Aktion kommt den Schülern zugute. Es werden für die Pausenzeit Spiele und Geräte angeschafft.

Eike Braunroth, Präsident
Kooperation mit der Natur e.V.